Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog

Über Diesen Blog

  • : Klar-Text von "madame federkiel"
  • Klar-Text von "madame federkiel"
  • : Auf diesem Gedanken-Strich treibt Madame "federkiel" Gedankenjonglage und Wortartistik, sagt ganz subjektiv ihre Meinung, gibt Tipps, kess, vorlaut, besinnlich, liebenswert aber immer heiter bis.... bissig!
  • Kontakt

Kurz Und Knapp Profiliert

  • madame federkiel
  • madame federkiel
Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg
Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune.
Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. 
Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.
  • madame federkiel Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune. Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.

Wo Finde Ich...

23. Januar 2008 3 23 /01 /Januar /2008 22:57

An den "drey scheenschte Dääg" im Jahr wird in der Basler Fasnacht der Winter ausgetrieben.

Diese einzige, mir bekannte protestantische Fasnacht beginnt, immer sechs Wochen vor Ostern, am Sonntag in der benachbarten Kantonshauptstadt Liestal mit dem riesigen Feuerspektakel "Chienbäse".


In Basel gehen dann am Montag um vier Uhr mit dem "Morgestraich" die Lichter aus, und die Königin Fasnacht übernimmt für drei ohrenbetäubend laute Tage die Herrschaft in der Stadt.


Die ganze Stadt dröhnt und vibriert vom Klang zehntausender Piccolospieler und Trommeln, welche sich jedes Jahr zu Cliquen mit neuen Auftrittsideen zusammenfinden, zum Umzug durch die Stadt.


Dazu kommen die sogenannten "Guggemusiken" - Blas- und Schlagzeugensembles, deren Hauptaufgabe es zu sein scheint, einen Höllenlärm zu veranstalten, und das drei Tage durchgehend!

Wenn man bedenkt, wie viele dieser Gruppen durch die zum Teil uralten Gassen dröhnen, wundert man sich, dass noch alle Steine aufeinander bleiben.


Von den Wagen aus verteilen wüst verkleidete Gestalten Obst, Bonbons und kleines Spielzeug an die Menschen. Allerdings werden die Sachen nicht einfach nur in die Zuschauer geworfen, sondern man versucht  die Menschen dazu an die Wagen zu locken, um dann säckeweise Konfetti über ihnen auszuleeren.


2007 war ich dabei; extra für mich hat es die drei Tage derartig geregnet, dass es für die vielen teilnehmenden Musikzüge aus allen Kantonen und auch aus anderen Ländern zum Härtetest wurde; viele mussten durchsichtige Regenmäntel über ihre Kostüme ziehen.

Die tiefen Pfützen sah man nicht, weil auf ihnen eine dicken Schicht Konfetti schwamm, die auf meinen Stiefeln schließlich eine dicke Schicht buntes Pappmaschee hinterließ, an dem ich noch lange Freude hatte.


Im Gegensatz zu dem bei uns bekannten Karneval sind allerdings nicht die Zuschauer (außer den ganz kleinen Kindern), sondern nur die Menschen auf den Wagen und der Spielmannszüge verkleidet. 

Aber das tut dem Spaß keinen Abbruch. Man trinkt sich eins und isst die typischen Fasnacht-Speisen: die Fastenwähen, ein Kümmelgebäck; die Fasnachtskiechli, eine hauchdünne süsse Versuchung; und das klassische Morgestraich-Menu - Mehlsuppe und Zwiebelwähe.


Auffallend war, dass trotz der riesigen Menschenansammlung und des nicht unerheblichen Alkoholkonsums die Stimmung nie ausuferte - alle waren heiter bis ausgelassen.

Natürlich habe ich ein paar Fotos gemacht, die man hier anschauen kann:
Fasnacht - Basel 2007

Im Jahr 2009 geht die Basler Fasnacht vom 2.-4. März und vielleicht haben Sie ja Lust, sich das mal anzuschauen? © mf

  Fasnacht-Nachwuchs.jpg
Der Nachwuchs trainiert schon mal - schlaflos in Basel © mf

 

Diesen Post teilen

Repost 0

Kommentare

rehse 02/21/2009 07:25

Lust hätte ich schon, aber die mit der Zeit klappt es nicht, da Besuch in HH angesagt ist. Aber wunderbar ist es doch, dass diese Veranstaltung so harmonisch abläuft. Allerdings hat man auch gelesen, dass es Fußball-Hooligans auch in Basel geben soll.

madame federkiel 02/21/2009 13:19


So, so, Herr Rehse kommt MEIN Hamburg besuchen.....! ;o)
Hooligans in den engen, mittelalterlichen Gassen? Kaum vorstellbar. Meine Bekannten aus dem Freiburger Raum sind jedes Jahr in Basel und haben mir davon nichts
berichtet.


Beate 02/01/2008 15:32

Ja, das alles stimmt absolut. Und hinsichtlich der Sprache dauert es ein paar Monate bis sich einem, v.a. der grammatikalische Sinn ergibt. Aber dieses Sprachverständnis geht nicht so schnell verloren wie bspw. nach dem Erlernen einer Fremdsprache. Nur ist es nicht überall in der Schweiz 100%ig anwendbar. Es gibt nämlich eine Vielzahl an Dialekten. Selbst die Schweizer tun sich mitunter sehr schwer.

madame federkiel 02/01/2008 15:50

Ja, das stimmt. Ich kenne zwei Schwestern - die eine in Basel, die andere in Bern lebend. Sehr "niedliche" Unterhaltung....mit all den ..li's am Ende der Worte.    ;o)

Beate 01/25/2008 14:24

Es ist atemberaubend, wenn am frühen Morgen die symbolischen Baseler Fastnachtsfiguren mit dem Kahn vom einen zum anderen Ufer übersetzen und die Fastnacht damit offiziell eröffnet ist. Schwiizer Fastnacht, dazu gehört z.B. auch die sehr bekannte Lozärner, zeichnet sich im Gegensatz zum rheinischen Karneval dadurch aus, daß sie deutlich volkstümlicher im Sinne von Mythen und Legenden und leidenschaftlicher zelebriert werden. Jedenfalls, ich war bei beiden oft dabei und mir hat die Stimmung und feine (politische) Ironie sehr zugesagt.

madame federkiel 01/25/2008 16:19

Ja, die sog. "Schnitzelbängg" und auf den mitgetragenen Laternen und den Handzetteln haben es in sich. Nur ist der Text für Nicht-Schwyzer schon sehr schwer zu verstehen...  ;o)