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  • : Klar-Text von "madame federkiel"
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  • : Auf diesem Gedanken-Strich treibt Madame "federkiel" Gedankenjonglage und Wortartistik, sagt ganz subjektiv ihre Meinung, gibt Tipps, kess, vorlaut, besinnlich, liebenswert aber immer heiter bis.... bissig!
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Kurz Und Knapp Profiliert

  • madame federkiel
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Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg
Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune.
Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. 
Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.
  • madame federkiel Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune. Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.

Wo Finde Ich...

21. Februar 2008 4 21 /02 /Februar /2008 15:14

Ein junger Mann geht hinter mir, überholt mich und brabbelt vor sich hin.

"Armer Kerl" denk' ich, "noch so jung und schon so gestört".

Dann passiert das Gleiche in einem Restaurant und der Männsch sieht nun wirklich nicht aus, als ob er nicht alle auf der Naht hat, sondern "business-like" und der Kellner bedient ihn sehr zuvorkommend.


Es dämmert allmählich bei mir, und als dieser Mensch dann über sein Mobilfon eine Nummer anwählt, es wieder in die Tasche steckt und redet, bin auch ich auf dem neuesten Stand.


Es mag ja für die immer Wichtigen eine tolle neue Errungenschaft sein, dass sie mit Mini-Mikrofon-Clip am Revers allzeit bereit sind, aber mal ehrlich, sieht es nicht bescheuert aus, wenn einer ohne ersichtliches Gegenüber vor sich hin brabbelt!?


Mir geht es sowieso auf den Nerv, dass ich überall mithören muss; im Bus wird stundenlang über die unwichtigsten Dinge ins Händiiiie gesabbelt und das so laut, als wenn das eben KEIN Fernsprechgerät wäre.


Wenn's bei mir mal klingelt und ich bin nicht im Hause, dann bin ich eben anderweitig beschäftigt und rufe zurück, so man mir eine freundliche Nachricht bei meiner elektronischen Sekretärin mit Namen AB hinterlässt.


Es gibt nicht nur die Leute, die überall und zu jeder Zeit erreichbar sein, und so ihre Wichtigkeit demonstrieren müssen, uns dadurch zu Voyeuren zwangsverpflichten.

Auch Lebensmüde sind mir unter den Quassel-Fans schon begegnet. Oder was soll man davon halten, wenn Männschen einhändig mit dem Rennrad durch die Stadt rasen, weil sie die andere Hand ja für ihr Sabbelgerät brauchen?


Ich bin sicher, die Krönung werde ich auch noch erleben!

 
Ich könnte mir vorstellen, dass es irgendwann "hip" ist, nackt auf die vielbefahrenen Kreuzung zu laufen um mit dem "Händie" zu versuchen, seinen Psychiater zu erreichen. Ich wünsche dafür schon mal ein fröhliches Hupkonzert, denn dann ist diesen Wichteln die Aufmerksamkeit ihrer Umwelt endlich total garantiert.


Diese Form von "Modern Talking" hat  zwar nichts mit  "bohlenscher Musik " zu tun, aber Musik in meinen Ohren ist das auch nicht! Und den Ausdruck "hip" gab es auch früher schon mal.
Wenn wir jemanden "hip" genommen haben, dann haben wir uns über ihn lustig gemacht. Das brauchen wir nicht mehr, denn das erledigt die hippe Gesellschaft jetzt ganz alleine!

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Kommentare

Beate 02/22/2008 18:42

Vordergründig mag es lustig sein; menschlich gesehen ist es gar infantil. ABER objektiv betrachtet ist das, was Du so amüsant beschreibst, die Konsequenz aus der fortschreitenden Beschleunigung des Faktors Zeit (Stichwort: Produktivität oder wie presse ich aus einer Einheit Zeit pro Einheit Mensch laufend mehr heraus) in unserer Gesellschaft. Wohin das noch führen soll, weiß ich nicht. Aber eines fällt mir jetzt schon auf: Menschen, die pausenlos damit beschäftigt sind via Notebook, alt oder newHandy etc. zu kommunizieren, sind ihrer Umwelt völlig enthoben, nicht zugänglich, unnahbar. Sie merken oder reagieren nicht, wenn jemand sie anlächelt, sie etwas fragen will, Hilfe braucht etc. Womöglich nehmen sie nicht einmal mehr Gefahren wahr! Eine techno-BWLo-soziale Hyperentsozialisierung sozusagen! Traurig, leider wahr. Und außerdem nervt dieses Geschnatter in der Tat, wie Du schon vollkommen richtig angemerkt hast.

madame federkiel 02/23/2008 00:04

Beate, da entschleunige ich doch lieber, nehme mich wahr und meine Umwelt auch. Hab' halt 'n Tick für antik. ;o)