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  • : Klar-Text von "madame federkiel"
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  • : Auf diesem Gedanken-Strich treibt Madame "federkiel" Gedankenjonglage und Wortartistik, sagt ganz subjektiv ihre Meinung, gibt Tipps, kess, vorlaut, besinnlich, liebenswert aber immer heiter bis.... bissig!
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  • madame federkiel
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Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg
Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune.
Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. 
Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.
  • madame federkiel Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune. Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.

Wo Finde Ich...

28. Februar 2008 4 28 /02 /Februar /2008 13:14

abz-hlen.gifDas war schon eine  Wahl der eigenen Art, die wir in Hamburg hatten?!


Die interessanteste Konstellation war für mich die Mini-KUSCH-Partei. Da gründet der beleidigte Ex  (Kusch) vom Ole seine eigene Partei. Der Ex-Pastor unseres Michels (Rüss) hat vergessen, dass er für ALLE Menschen stets Ansprechpartner sein sollte und hält Kusch die Steigbügel. Das verstehe, wer kann. Ihm ist offenbar kein Weg zu piffig, wieder in ein Amt zu kommen.
Das Rathaus ist auch ein schönes Gebäude, aber Prüss wird dort wohl nie predigen dürfen.


Die SPD hat ein wenig Zuwachs bekommen, aber die vielen Jahre von Selbstzufriedenheit und Ignoranz der Anliegen der Hamburger ist ihnen noch lange nicht vergessen. Vergeben schon gar nicht.


Die CDU hat eigentlich nur auf ihre Stammwähler aus den Vierteln der sehr Gutbetuchten zählen können, die sind dann auch mit 80% zur Pfründesicherung angetreten.
Und auf Frauen, die Ole von Beust wählen, weil er ihnen sooo sympathisch ist, und die mit Politik nichts am Hut oder der Mütze haben. 
Der Verkauf des Hamburger Tafelsilbers, nur um selber glänzend dazustehen, wurde der CDU vom Normalbürger nicht vergeben.


Die GAL setzt jetzt zögerlich zum Flirt mit Ole an, uneingedenk der Tatsache, dass sich der Bengel beim letzten Mal mit einem Ronald Barnabas Schill eingelassen hat, dem Ex-Richter, der hauptsächlich durch Realitätsferne und Selbstherrlichkeit glänzte.

Schill, der eine offensichtlich psychisch kranke Frau in den Knast steckte, weil sie Autos zerkratzt hat, der sich selber jedoch mit Wonne von Hamburgs Party-Szene hofieren ließ, die für ihren Koks-Konsum, ihre große Oberfläche und all das bekannt ist, was er vorher, in seinem Juristenleben, verteufelt hat.
Ole hat mit einem Mann allen ernstes Politik machen wollen, der den Eindruck erweckte, als ob seine Eltern ihm als Kind eine Frikadelle aufs Knie binden mussten, damit wenigstens Nachbars Hund mit ihm spielt. Die Rechnung für diesen Fehltritt hat Ole dann ja auch bezahlen dürfen.


Allerdings ist mir schleierhaft, wie DIE GRÜNEN überhaupt über eine Koalition mit einem so wohlfeilen Partner wie der CDU nachdenken können?! Da kann man sich ganz schnell den Ruf ruinieren!


Die LINKE hat NATÜRLICH ein Bein auf die Erde bekommen in Hamburg - sogar zwei! Bei der Vorlage?! Dafür haben die großen Parteien jahrelang gesorgt!


Was zählte denn noch Wohl und Wille des Normalbürgers in den letzten Jahren?
Es wird überall teurer Mist gebaut, den kein Hamburger wirklich braucht. Für wichtige soziale Aufgaben ist kein Geld übrig.

In der Hafencity entsteht die Luxusausgabe der City-Nord, die abends genauso menschenleer und tot sein wird, wie die Erstausgabe dieses reinen Bürosilos, in dem heute schon jede Menge Gebäude und Geschäfte leer stehen und verkommen, weil die Mieten zu hoch sind und die Kundschaft zu knapp.


Büros und Geschäftsräume braucht Hamburg so nötig wie einen Kropf. Menschenfreundliche, bezahlbare Wohnungen hingegen werden schon lange nicht mehr gebaut. Im Gegenteil! In den paar Stadtteilen, in denen es sich leben lässt, werden nach und nach die Häuser "umgewandelt" zu Eigentumswohnungen, die Bewohner vertrieben und die überteuerten Wohnungen wandern von Hand zu Hand, weil die Käufer sich ob der auf sie zukommenden Folgekosten finanziell verhoben haben.


Dafür werden die hässlichen Wohnsilos, in denen die ursprüngliche Bevölkerung aus diesen Stadtteilen schließlich landet, immer mehr zu sozialen Brennpunkten, deren Entwicklung keiner mehr so richtig in den Griff bekommt.


Die LINKE hat also genug Argumente geliefert bekommen von den großen Ignoranz-Parteien. Ob sie auf Sicht was bewirken kann - wir werden sehen?


Da war doch noch was? Ach ja, der Wurmfortsatz der großen Parteien, das ewig überbewertete Zünglein an der Waage - die FDP!
Nun ja, eigentlich hat sie in Hamburg nie ein Engagement bekommen für einen großen Auftritt. Also alles wie immer.


POGO  tanzen kann wer will, dafür allerdings eine Partei zu gründen? Es sind noch ein paar mehr so schräge Vögel bei dieser Wahl angetreten, die Verantwortung wohl eher als Jux verstehen und die folglich keiner ernst genommen hat
.


Ob Hamburger wirklich die Wahl hatten?  Eher nicht - zweifelt madame federkiel.

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Kommentare

Beate 03/07/2008 14:59

So ernüchternd es klingen mag! In Deutschland gibt es keine politische Alternative mehr. Vor Jahren habe ich mich von den Grünen abgewandt, weil sie sich dermaßen verbürgerlicht haben, daß sie selbst einen Angriffskrieg (gegen Rest-Jugoslawien) zugestimmt hatten. Nun zähle auch ich mich zu den Nichtwählern, allerdings aus politischem Bewußtsein und nicht aus Desinteresse oder Gleichgültigkeit. Meiner Ansicht nach besteht eine Lösung aus solchen verfahrenen Situationen, in denen etablierte Politiker und Parteien lebensfreundliche Ansichten ignorieren, in einer friedlichen außerparlamentarischen Oppositionshaltung mit gleichzeitigem Aufbau alternativer Strukturen und Verhaltensweisen vor Ort = local citizen's politics. Denn wer verharrt, trägt letztlich die derzeit geltenden Zustände mit; macht sich zum stillen Komplizen einer Politik, die er oder sie innerlich selbst ablehnt. Wie schizophren, nicht wahr? Ein Beispiel: Mit drei anderen Menschen, zwei davon in meinem Wohnhaus und ein Nachbar drei Häuser weiter, habe ich vereinbart: 1. dieselbe Tageszeitung zu nutzen, 2. alle eigenen Autos zu verkaufen und aus dem Erlös eine Art Car-sharing zu organisieren, 3. zwei übertragbare Jahreskarten für den ÖPNV anzuschaffen, 4. Bundes- und Landtagswahlen zu boykottieren, 5. die gesamte Energieerzeugung von fossil auf nachhaltig umzustellen. Bislang sind die Punkte 1 - 4 vollständig verwirklicht, Punkt 5 wird gerade umgesetzt. Es funktioniert bereits seit knapp einem Jahr und weitere Ideen kreisen in unseren Köpfen. Z.B. wollen wir die Beträge erzielter Einsparungen in sozialverantwortliche Projekte stecken. Ich kann sagen, ich lebe viel zufriedener.

madame federkiel 03/07/2008 22:05

Beate, wenn Nicht-Wählen dazu führen würde, dass bei einer zu geringen Wahlbeteiligung die angeblichen Volks-Vertreter so lange in sich gehen müssen, bis sie eine genügende Wahlbeteiligung erreicht haben, wäre Nicht-Wählen eine Alternative.So aber überlässt man das Feld denen, die mit der Wahl ihre Pfründe sichern. Alternativ könnte man als Mitglied einer Partei seine Vorstellungen vertreten.Leider lassen die Bürger unserer Republik lieber machen, als es selber zu tun.

Beate 02/29/2008 14:51

Hamburger Bürger suchen beinahe schon traditionell nach DER Politik, findet sie aber ebensowenig wie die Bürger anderer Bundesländer, mögen die Parteien auch die unterschiedlichsten Namen oder Kürzel tragen. Aber mit der Wahl 2001 zugunsten eines CDU/FDP und Schill-Senats haben Hamburgs Bürger einen Riesen-Fehlgriff begangen und bis heute nicht korrigiert: Ich meine nicht Schill, denn der war aufgrund seines Charakters politisch bereits tot, noch bevor er den Posten als Innensenator angetreten hatte. Ich meine den adligen Ole, der sich in der schönsten Stadt Deutschlands geriert wie einst vor mehr als 200 Jahren seine absolutistisch regierenden selbstherrlichen Vorfahren. Wer Psychopathen (Schill), Inkompetente (Lange, Dinges-[G]Dierig, Schnieber-Jastram, Korrupte und Kriminelle (ehem. Bausenator [leider fällt mir der Name gerade nicht ein], Kusch, Schnieber-Jastram [siehe PUK-Ausschuß Feuerbachstraße] mitregieren läßt oder die Stimme der Bürger ignoriert - vor dem Verkauf der städtischen Krankenhäuser verneinten dies bei einem Referendum mehr als 70% -, der darf nicht wiedergewählt werden, schon gar nicht zweimal. Solche Leute haben in einer Demokratie nichts zu suchen. Die ordentlichen Bürger Hamburgs sind nach der Wahl geradezu verpflichtet, Ole von Beust nicht als Regierungschef zuzulassen. Wozu ist der riesige Rathausvorplatz sonst da? Übrigens, die betuchten Stadtteile standen und rangieren in der Kriminalitätsstatistik recht weit oben; allerdings nicht wegen Eigentumsdelikten, sondern eher wegen Betrug, Steuerhinterziehung etc. Da weiß ein jeder, wessen Geistes Kind ein Ole von Beust ist. Die Fakten sprechen absolut gegen ihn.

madame federkiel 02/29/2008 15:45

Beate, Ole v.B. hat wirklich kein glückliches Händchen bei der Auswahl seiner Domestiken bewiesen. ;o) Dennoch ist er nicht Hamburgs Regent. Leider steht eine Wahlbeteiligung von 80 % der Reichen den 40% der wenig Betuchten und den vielen Nicht-Wählern gegenüber und das verzerrt natürlich das Ergebnis.Wenn die GAL sich auf einen Deal mit Ole einlässt, verliert sie in Hamburg Glaubwürdigkeit, auch wenn sie selbst von sich sagen, sie würden durch diesen Schritt nur das Schlimmste verhindern wollen.Eine Patentlösung für diese verfahrene Situation habe ich auch nicht.

rehse 02/28/2008 15:39

Gut geschrieben, Madam. Die Wahl hatte man schon. Mich freut es auf jeden Fall, dass die völlig überflüssige FDP nichts zu sagen hat. Da sind doch nur Leute drin, die einen Posten ergattern wollen, den sie bei einer Mitgliedschaft in der CDU nicht bekämen.Warten wir es ab. Vielleicht gibt es Überraschungen. Ich vermisse eigentlich Krista Sager. Wo ist die nur geblieben ??
Gruß Rehse

madame federkiel 02/28/2008 16:04

Krista Sager hält doch den Kindergarten im Bundestag in Berlin unter Kontrolle, oder? ;o)Danke für den Kommentar! Es war schon erstaunlich, wie eifrig Nienstedten und Co. gewählt haben und wie mutlos Billstedt, Steilshoop u.s.w.! Wenn Politik wirklich Bürgerinteressen vertreten will, sollten alle etablierten Parteien mal in sich gehen!