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  • : Klar-Text von "madame federkiel"
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  • : Auf diesem Gedanken-Strich treibt Madame "federkiel" Gedankenjonglage und Wortartistik, sagt ganz subjektiv ihre Meinung, gibt Tipps, kess, vorlaut, besinnlich, liebenswert aber immer heiter bis.... bissig!
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Kurz Und Knapp Profiliert

  • madame federkiel
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Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg
Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune.
Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. 
Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.
  • madame federkiel Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune. Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.

Wo Finde Ich...

10. März 2008 1 10 /03 /März /2008 00:39

Wollen die Afghanen wirklich eine Form von Freiheit, wie sie sich die Amerikaner oder auch wir uns vorstellen?

Ich behaupte mal N E I N !

Warum?
Weil sie eine völlig andere Lebensform und andere soziale Strukturen haben.
Weil sie unsere Lebensform nicht kennen und sie auch aufgrund Jahrhunderte alter gelebter Tradition nicht nachvollziehen können, sie eher als beängstigend empfinden, wenn sie damit konfrontiert werden.
Weil für sie das Sozialgefüge der Familie oder des Clans die einzige Sicherheit und der größte Wert darstellt.
Weil die westliche Welt ihnen nicht zur Seite steht und ihnen hilft, sondern sie bevormundet wie kleine Kinder!
Afghanische Menschen wollen ENDLICH FRIEDEN - alles andere ist für sie zweitrangig.

Wie aber sieht es zur Zeit in Afghanistan aus?

Laut einer Caritas-Studie denken 49% der Frauen nur daran, wie sie ihre Familie ernähren sollen. Bildung steht gar nicht auf der Tagesordnung und die Stellung der Frau....?

Im Moment sieht es noch schlimmer,  noch erschreckender für die Frauen dort aus, als früher. Frauen deren Männer fielen werden verschleppt, zur Prostitution gezwungen, die minderjährigen Töchter werden verkauft wie Vieh.
caritas-international
Ach ja, ich vergaß! KABUL HAT JETZT EINE FRAUEN-FUßBALLMANNSCHAFT!

Und sonst?

Etwa die Hälfte des Bruttoinlandsproduktes beruht auf dem Verkehr von Opium (Stand 2002). Die Anbaufläche für Schlafmohn stieg seit der Beseitigung des Taliban-Regimes  kontinuierlich, im Jahr 2006 erneut um 59% auf rund 193.000 Hektar.
Nach Angaben des UNO-Büros für Drogen und Verbrechen wurden im Jahr 2006 über 6.000 Tonnen Opium geerntet, das entspricht 92% der gesamten Weltproduktion. Der Exportwert dieses Opiums liegt nach Angaben des Außenministeriums der Vereinigten Staaten bei 3,1 Milliarden US-$, dagegen liegt der Straßenpreis bei rund 38 Milliarden US-$.
Im Herbst 2007 wurden in Afghanistan rund 8.200 Tonnen Opium geerntet. Das übersteigt den weltweiten Verbrauch um 3.000 Tonnen. Der einzelne Opiumfarmer erzielt hierbei etwa 122 US-$ pro Kilogramm Opium (′farm gate price′). Somit ist für diesen der Schlafmohnanbau um etwa das Zehnfache lukrativer, als zum Beispiel der Weizenanbau.

Zur Bekämpfung der Drogenkriminalität wird in Afghanistan seit dem Jahr 2002 die „Counter Narcotics Police of Afghanistan“ (CNPA) aufgebaut.
Die USA hat es geschafft, dass die Warlords das beste Geschäft ihres Lebens machen und die „Counter Narcotics Police of Afghanistan“ hat ganze Arbeit geleistet!

Der Iran, durch den der größte Teil der Drogen transportiert werden muss, ist zur Zeit die einzige Nation, die wirklich ganz entscheidend etwas gegen den Drogenhandel tut. Der Drogenkrieg an der afghanisch/pakistanischen Grenze zu Iran hat bisher ca. 3100 tote iranische Sicherheitskräfte gefordert, inklusive zwei Generälen. Dort herrscht der härteste Drogenkrieg weltweit.
45 000 Grenzer, Polizisten und sogar Armee-Einheiten sind dort auf iranischer Seite stationiert. An einer fast 2000 Kilometer langen Grenze von Turkmenistan bis zum Indischen Ozean. Raues, unwegsames Land. Aus Afghanistan pumpen die Warlords Tausende Tonnen Opium in die Welt. Ein Weg über Iran, dann die Türkei, nach Europa. Die Belutschen Pakistans, die Grenzen "ignorieren" und die Belutschen auf iranischer Seite sind ebenso beteiligt.

Ein harter Kampf. So hat der Iran aus Verzweiflung sogar Täler einfach zubetoniert, um die Drogenflut und schwerbewaffnete Ex-Mudschaheddin, Taliban, Warlords aufzuhalten. Gräben gebaggert, um die Drogen LKW Transporte aufzuhalten, die sonst einfach
vollgeladen über die riesige Grenze fahren würden. Dazu Feuerstellungen auf Hügeln errichtet.

International wird der Iranische Kampf gegen die Drogen registriert, keinesfalls unterstützt.

Ausgehend von der Tatsache, dass sich die Drogenproduktion seit der Anwesenheit der USA in Afghanistan fast verdoppelt hat, könnte man auf den Gedanken kommen, dass Kalkül dahinter steckt...

Die Kontrolle über Afghanistan halten einzig und allein die Drogenbarone.
Hilfe macht also nur Sinn, wenn der Drogenhandel über Pakistan unmöglich gemacht wird, die Drogenproduktion vernichtet und den Menschen alternative Verdienstmöglichkeiten angeboten werden.
Utopie und offenbar auch gar nicht im Programm der USA vorgesehen? Sieht ganz so aus! Was sollen WIR dann da? Alibifunktion? Internationales Interesse heucheln?

Sind die Afghanen nur Schachfiguren in einem ganz bösen, zynischen Spiel  um Macht und Ressourcen, wie ich in meinem Brief an Herrn Klose schon vermutete?

Oder bekommt die USA in Afghanistan überhaupt kein Bein mehr auf die Erde. Denn anders ist die amerikanische Ignoranz der afghanischen Wirklichkeit nicht zu erklären!
Die Schlussfolgerungen überlasse ich aber Ihnen.
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