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  • : Klar-Text von "madame federkiel"
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  • : Auf diesem Gedanken-Strich treibt Madame "federkiel" Gedankenjonglage und Wortartistik, sagt ganz subjektiv ihre Meinung, gibt Tipps, kess, vorlaut, besinnlich, liebenswert aber immer heiter bis.... bissig!
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  • madame federkiel
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Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg
Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune.
Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. 
Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.
  • madame federkiel Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune. Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.

Wo Finde Ich...

21. März 2008 5 21 /03 /März /2008 15:38

Es gibt wohl kaum einen Menschen in unserem Kulturkreis, der die Kreuzzüge im Namen des christlichen Glaubens und das daraus entstandene Leid von Menschen anderer Kulturen heute noch guten Gewissens gutheißt.

 

Aber was hat sich seither geändert? Respektieren wir heute wirklich die Andersartigkeit von Kulturen mit all ihren gewachsenen sozialen Strukturen?

 

Was unterscheidet z.B. den Einmarsch in Afghanistan und in den Irak von den Kreuzzügen des Mittelalters, außer dass die Technik uns heute erlaubt, anonymer zu töten.

 

Ist es nicht offiziell immer noch der Anspruch, anderen Völkern unsere Lebensweise überstülpen zu wollen?

 

Was unterscheidet Schorsch Dabbelju Bush von den besessenen Kirchenmännern die einst im Namen des Herrn den Auftrag gaben, fremde Kulturen zu überfallen, Menschen zu quälen, zu morden und die es sich auch nicht nehmen ließen, sie auszurauben.

 

Man erinnere sich; ein paar unhaltbare Behauptungen, angebliche Bio- und Chemiewaffenproduktion und angebliche Organisation von Terror, veranlasste einst die USA, unter Missbrauch der UNO, den Irak zunächst durch Embargen zu erpressen, zu bombardieren, und dann dort einzufallen. Für die Menschen dort bedeutet das bis heute, dass man sie einfach entmündigt hat.

 

Saddam Hussein hatte mit den Al Kaida-Kämpfern nix am Hut, Terroristen kamen nicht aus dem Irak. Und er hatte die verschiedenen Volks- und Glaubensgruppen einigermaßen im Griff. Auch war das Leben im Gegensatz zu dem in vielen arabischen Staaten, relativ modern, unter anderem die Bildungsmöglichkeiten für Frauen.

 

Uneingedenk der Tatsache, dass Saddam Hussein ein Schlitzohr und ein selbstherrlicher Diktator war, so waren es doch nicht die Iraker, die darum gebeten haben, dass sie von den ihm befreit würden. Schon gar nicht durch Soldaten aus Ländern, die nicht das geringste Interesse, an Kultur, Land und Leuten dieser Region haben, geschweige denn Verständnis für deren gewachsene soziale Strukturen.

 

Die traurige Bilanz nach 5 Jahren Irak-Krieg:

Über eine Million Tote Irakis, eine zerstörte Infrastruktur, Machtkämpfe der einzelnen Volksgruppen mit völlig unabsehbarem Ausgang.

Terroristen aus allen Teilen der Welt, einschließlich Al Kaida-Kämpfern, töten wehrlose Irakis.

Irakische Frauen werden genötigt, wieder wie im 13. Jahrhundert zu leben.

 

Mehr in den Golfkriegen gefallene und an den Folgen dieser Kriege gestorbene amerikanische Soldaten als in Vietnam.

Und, nicht zu vergessen, 3000 Milliarden Dollar Kosten für einen Krieg, den es nie hätte geben dürfen und die einfach nur so verpufft sind, für nichts.....mit äußerst negativen Nebenwirkungen auf die Weltwirtschaft.

 

Was hätte man mit diesem Geld alles Sinnvolles machen können?!?

 

"Die Entscheidung, Saddam Hussein zu stürzen, war am Anfang meiner Präsidentschaft richtig, sie ist heute richtig, und sie wird immer richtig sein",

sagte der Christ und Menschenfreund Schorsch Dabbalju Bush vorige Woche in Nashville.

Ein Präsident, der noch an keiner einzigen Soldatenbeerdigung teilgenommen hat, noch nie am Grab einer "seiner Jungs" aufgetaucht ist., noch keiner Mutter eines gefallenen Soldaten die Hand gegeben hat.

Oder hat jemand andere Informationen?

 

Für das, was Bush dem Irak und seinem Volk angetan hat, gibt es keine Entschuldigung.

Ich hoffe, dass er sich eines Tages für diesen merkwürdigen Akt der Nächstenliebe verantworten muss.

 

Meines Erachtens sind wir schon mitten drin in den Kreuzzügen des 21ten Jahrhunderts!

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Kommentare

Der Vogtländer 04/01/2008 12:49

Hallo,
Anscheinend sind wir Menschen zu dumm, um aus der Geschichte zu lernen. Oder diese Dummheit wird durch eine Verblendung, die ab einem gewissen Machtgrad einsetzt begünstigt.

Danke für diesen Artikel. Etwas schade finde ich, dass er, wenn auch gut recherchiert und pointiert geschrieben leider mit einer Pauschalisierung kokettiert, die, wenn man sie zu Ende denkt, wiederum auch verletzend sein kann.

"Christentum heute!" trifft es doch nicht ganz. Denn Bush's Verhalten spiegelt nicht, das Verhalten vom "Christentum heute" wieder.
Höchstenfalls ist es das Handeln eines Christen (auch wenn es mir schwer fällt das zu sagen oder zu glauben).

Christentum heute, sind auch viele "namenlose" Menschen, die sich für andere engagieren, ihnen helfen. Christentum heute, sind auch viele namenhafte Organisationen, die helfen und unterstützen. Christentum heute ist mehr.

Ich sehe Bush's Krieg nicht als, Kreuzzug, wo die Religion die Grundmotivation war, sondern als ein Ölzug, ein Machtzug.

madame federkiel 04/01/2008 13:18


Natürlich kann Herr Bush nicht für "die Christen" sprechen und sein Sendungsbewußtseinwird von viellerlei Begehrlichkeiten, hauptsächlich wohl denen der Ölmagnaten,
beeinflusst. Bushs Spruch vor seinen Soldaten anlässlich des 5.Jahrestag des Irak-Krieges ist für mich die Verhöhnung der Irakis: ”Der Kampf im Irak ist edel, er ist notwendig und
gerecht. Und mit ihrem Mut wird der Krieg mit einem Sieg enden. Gott segne Sie”

Aber standen ALLE Christen hinter denen, die im Namen Gottes in Amerika die Inkas metzelten und doch nur Gold suchten? Die Nachfahren dieser Menschenverachter sind es, die heute wieder zuschlagen
lassen.

Für mich ist Christentum die Geschichte einer Glaubenslehre und mit dem, was den inneren Glauben eines Menschen ausmacht, nicht identisch.

Egal ob es nun weltliche Güter waren, die man sich einverleiben wollte, in jedem Fall war es Machtmissbrauch und Machtgier einiger weniger und die Ignoranz dessen, dass diese höhere Macht ALLES
Leben auf dieser Welt geschaffen hat und deshalb eben auch ALLE Menschen mit Achtung zu behandeln sind.

Für mich gilt, dass KEIN MENSCH das Recht hat, anderen Menschen seine Lebensweise aufzuzwingen, ihn quasi zu entmündigen. Überzeugen kann man nur durch wirklich gute Argumente.
Das ist meine subjektive unmaßgebliche Meinung, nichts anderes kann ich äußern.
;o)


Tasci Tanja 03/24/2008 15:17

Der Machtwahn einiger Politiker kennt einfach keine Grenzen. Ob in der Politik oder im kleinen Rahmen sollten Menschen Toleranz lernen und jedem selbst zugestehen sein Leben zu gestallten. Letztlich ist Toleranz zu üben das größte Geschenk was man anderen Menschen machen kann.
LG und weiter viel Erfolg mit deinem Blog
Tanja

madame federkiel 03/25/2008 00:00


Ja, da hast du Recht, wenn man Toleranz im Sinne von "gelten lassen" versteht, das bedingt nämlich auch der Achtung.

Nicht, wie es in vielen deutschen Übersetzungen steht und wie es von vielen Leuten verstanden wird - als etwas erdulden, ertragen!
Zwischen gelten lassen und ertragen liegen Welten!