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  • : Klar-Text von "madame federkiel"
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  • : Auf diesem Gedanken-Strich treibt Madame "federkiel" Gedankenjonglage und Wortartistik, sagt ganz subjektiv ihre Meinung, gibt Tipps, kess, vorlaut, besinnlich, liebenswert aber immer heiter bis.... bissig!
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Kurz Und Knapp Profiliert

  • madame federkiel
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Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg
Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune.
Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. 
Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.
  • madame federkiel Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune. Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.

Wo Finde Ich...

1. April 2008 2 01 /04 /April /2008 23:14

Wie ich schon in meinen Anmerkungen zum Treiben von Internet-Pöblern und Net-Trollen anmerkte ist das Internet kein rechtsfreier Raum.

Schon Ende 2002 urteilte das Landgericht Coburg (Aktenzeichen: 21 O 595/02; rechtskräftig). "Werden auf Webseiten öffentlich Beleidigungen niedergeschrieben, so muss sich der Beleidigte damit nicht abfinden, auch wenn der Schreiber sich auf sein Recht der freien Meinungsäusserung beruft."

Und da es bisher keine speziellen Gesetze dafür gibt, greifen die bisherigen zum Thema Ehrverletzung, Rufschädigung, übler Nachrede u.s.w.
Sie langen sogar heftiger zu, die entsprechenden Gesetze, da im Internet nicht nur ein riesiges Forum diese Art des Mobbings verfolgen kann. Das Netz vergisst auch so schnell nichts, und so sind unter Umständen diese Anwürfe noch jahrelang öffentlich sichtbar.


Strafen und Schmerzensgeldansprüche fallen deshalb deutlich höher aus, wenn viele Menschen solche Äußerungen hören oder lesen können. Das Internet ist also wie gemacht für die besonders schweren Fälle: Tausende können die Einträge in Foren oder Blogs sehen. Die Geldstrafen liegen daher schnell bei tausend Euro und mehr.


Viele Richter kennen kein Pardon, wenn es um rufschädigende oder verbotene Inhalte im Internet geht.
Dazu entschied der Bundesgerichtshof in einem Grundsatzurteil, dass Homepage-Betreiber für beleidigende Texte oder Fotos verantwortlich gemacht werden können (Az. VI ZR 101/06). Sie müssen selbst das, was Fremde auf Kommentarseiten schreiben, generell kontrollieren und notfalls löschen. »An dieser Pflicht können auch Haftungsfreistellungen, die viele Betreiber auf ihre Seiten setzen, nichts ändern
«

Wie wehren Sie sich gegen Mobbing im Internet?

Beweise: Falls Sie rechtliche Schritte einleiten möchten, müssen Sie Beweise gesammelt haben. Speichern Sie also die persönlichkeitsverletzenden Beiträge und/oder E-Mails!

Wenden Sie sich umgehend an den Betreiber des Internet-Forums und verlangen Sie, die ehrverletzenden Kommentare und Beiträge zu entfernen. Notfalls erwirken Sie eine einstweilige Verfügung mit Hilfe eines Fachanwaltes (Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht). Außerdem muss Ihnen der Betreiber Name und Adresse des Verursachers herausgeben, damit Sie gerichtlich gegen ihn vorgehen können.

Beratung: Anlaufstellen zur Beratung können auch die Verbraucherzentralen und der Weiße Ring sein.

Fazit
Im World Wide Web gelten Regeln, wie im echten Leben. Kleine Beleidigung sollten lieber persönlich, statt gleich mit einem Brief vom Anwalt beantwortet werden, denn das kostet ja zunächst einmal. Wenn es jedoch um massive Persönlichkeitsrechtsverletzungen geht, zögern Sie nicht von Ihren rechtlichen Möglichkeiten Gebrauch zu machen.

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Kommentare

mar-sho 04/06/2008 14:48

ich finde, die Toleranzgrenze sollte man nicht zu niedrig setzen, wenn man das gelesen hat, was anderen unschuldigen Menschen angetan wurde: es gibt ja schon ganze IDENTITÄTS-KLAUS",WOVON DER BETROFFENE ERST VIEL SPÁTER ETWAS MITBEKOMMT. ....

madame federkiel 04/06/2008 15:52


Das Leben ist hart an der Küste....und im wild wabernden Web! Gegen deine Theorie spricht, dass man den Anfängen wehren soll. Sind solche verbalen Angriffe in einem
Forum erst einmal zur Gewohnheit geworden, brechen alle Dämme!
Ich gehe sowieso nur mit schuss-sicherer Weste und behelmt hier rein!  ;o))


rehse 04/02/2008 06:23

Gute Information. Danke schön. Nur sollte die Toleranzgrenze nicht zu niedrig gelegt werden. Man muß auch ignorieren können !

madame federkiel 04/02/2008 20:25


So isses! Aber da wird auch die Rechtsschutzversicherung schon für sorgen, bzw. Rechtsanwaltskosten!