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  • : Klar-Text von "madame federkiel"
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  • : Auf diesem Gedanken-Strich treibt Madame "federkiel" Gedankenjonglage und Wortartistik, sagt ganz subjektiv ihre Meinung, gibt Tipps, kess, vorlaut, besinnlich, liebenswert aber immer heiter bis.... bissig!
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  • madame federkiel
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Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg
Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune.
Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. 
Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.
  • madame federkiel Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune. Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.

Wo Finde Ich...

15. Mai 2008 4 15 /05 /Mai /2008 00:53
Man könnte schon auf den Gedanken kommen, wenn man die Berichte in den Medien sieht, den allgemeinen Jugendwahn verfolgt, populistischen Politikern zuhört.


Während in anderen Kulturen das Alter als Selbstverständlichkeit zum Leben gehört, die älteren Menschen ihren Platz im sozialen Gefüge haben, ihre Hilfe und Erfahrung sogar besonders gefragt ist, tut man in Deutschland und Amerika gerade so, als ob Alter eine schlimme, ansteckende Krankheit sei, der man möglichst aus dem Wege geht.

 
Man schickt Menschen vorzeitig "in Ruhe", anstatt sie ihren Fähigkeiten entsprechend in der Gesellschaft einzubinden.

Man grenzt sie in vielen gesellschaftlichen Bereichen aus und ihnen bleibt jede Menge Einsamkeit.

Letztendlich dürfen sie in den Altenresidenzen goldenen Eier legen, oder mangels pekuniärer Masse ungeliebt in Pflegeheimen vergammeln.

 
Allein die Tatsache, dass in der Generation 50plus - werbetauglich auch als Best Ager oder Golden Konsumer betitelt - auch viele finanzkräftige und konsumfreundliche Exemplare sind und man im Moment noch gut Geschäfte mit ihnen machen kann, scheint Alte vor einem Zwangs-Ableben zu bewahren.

 
Gerade habe ich wieder eine Kurzbeschreibung über einen Fernsehbericht zu dem Thema ältere Menschen gelesen.
MDR-Fernsehen Do.24.4.08

So begrüßenswert ich es auch finde, dass man sich mit diesem Thema ernsthaft befasst, so fällt auch dort wieder das "krampfhafte Bemühen" auf, das einem sofort klarmacht, dass es sich auch für die Macher solcher Sendungen offenbar um eine "Problemgruppe" handelt.
Besonders der letzte Satz ließ in meiner Fantasie ein eher düsteres Szenario entstehen. Natürlicher Umgang mit dem Altwerden sieht anders aus!

 
Kleine Kinder haben kein Problem mit alten Menschen und deren Aussehen, das wird ihnen erst im Laufe ihrer Jugend "beigebracht". Sehr zu ihrem Nachteil finde ich, denn es hebt sicher nicht die Lebensqualität, wenn man in ständiger Angst lebt, seine Jugendlichkeit zu verlieren und als alt "abgestempelt" zu werden.


Genießen Sie den Frühling, der Winter des Lebens kommt bestimmt!

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Published by madame federkiel - in Nun mal im Ernst!
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Kommentare

sprechakt 05/16/2008 17:51

Ich finde es sehr, sehr schade, dass die Verflechtung der Generationen, wie es früher normal und sinnvoll war, kaum noch stattfindet. Das haben Sie richtig beschrieben. Denn wie hilfreich könnten ältere / alte Menschen etwa bei der Betreuung von (Klein-)Kindern sein, wo sie doch so viel Gelassenheit und Lebensweisheit mitbringen. Und wie sehr würden auch sie davon profitieren: Ich habe schon oft beobachtet, wie sie strahlen, wenn sie kleine Kinder sehen und mit ihnen sprechen können! Auf jeden Fall ein wichtiges und interessantes Thema, dass man immer wieder aufgreifen sollte.

madame federkiel 05/16/2008 20:24


Du hast Recht! Aber NUR für die Kinderbetreuung?

Unsere Senior-Berater werden in den sog. Entwicklungsländern gerne gesehen. Bei uns nimmt man die ALTEN Ingenieure jetzt zähneknirschend, weil nicht genug junge zur Verfügung stehen.

Während alte Politiker wie selbstverständlich am Sessel kleben, hat man sich den "Vorruhestand" für normale Arbeitnehmer Ende 50 einfallen lassen, um sie vom Arbeitsmarkt zu kriegen.

Alter, das reicht von totaler Fitness bis Hilflosigkeit und unterscheidet sich somit von Kindheit und Jugend nur in der Anzahl der Lebensjahre voll Erfahrung. Somit liegen da Ressourcen brach.


rehse 05/15/2008 06:23

Uns Alten wird von bestimmten Medien der Zustand des Altseines eingebkeut und die Wirtschaft nutzt die Chance, viele Menschen, die die Unternehmen mit aufgebaut haben, jetzt günstig abzuschieben besonders gar nicht erst einzustellen. Wir müssen uns gegen solche Menschenverachter wehren und deren Handlung immer deutlich zu machen. Die Presse hilft uns da wenig, denn die wollen ja von den Unternehmen auch Anzeigenaufträge haben!
Ist wieder ein wichtiger Artikel vion Made Federkiel - danke dafür und wir sollten das Thema ausbauen - überall!

madame federkiel 05/15/2008 11:57


Herr Rehse, ich finde schon allein die Einteilung in Gruppen schlimm. Menschen sind lediglich  unterschiedlich belastbar.
Ihre Grundbedürfnisse bleiben in etwa die gleichen, solange sie leben: Anerkennung, Nähe zu anderen Menschen und eine würdevolle Existenz - Werte die zur Zeit für fast alle Altersgruppen infrage
gestellt sind.
Deshalb gilt es, sich zusammen für eine gesellschaftliche positive Veränderung einzusetzen und nicht die Altersgruppen auseinander zu dividieren!

Madame federkiel tut dafür ihr "very best"!