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  • : Klar-Text von "madame federkiel"
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  • : Auf diesem Gedanken-Strich treibt Madame "federkiel" Gedankenjonglage und Wortartistik, sagt ganz subjektiv ihre Meinung, gibt Tipps, kess, vorlaut, besinnlich, liebenswert aber immer heiter bis.... bissig!
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Kurz Und Knapp Profiliert

  • madame federkiel
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Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg
Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune.
Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. 
Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.
  • madame federkiel Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune. Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.

Wo Finde Ich...

5. Juni 2008 4 05 /06 /Juni /2008 00:23

Mein Bauch wusste es wieder einmal im Voraus und ich habe die Strafe dafür bekommen, dass ich sein Grummeln ignoriert habe. Wie oft habe ich mir schon vorgenommen, auf mein Bauchgefühl zu hören, aber nein!

Bäuche wissen immer Bescheid! Das ist das Unbehagen, dass in uns grummelt, wenn wir eine Situation nicht eindeutig einschätzen können, das Risiko nicht abwägen.

 
Ich habe erst mit über 40 Jahren Fahrradfahren gelernt und seitdem bin ich auch selten gefahren. Ich habe somit keine Routine und es war eine Schnapsidee, dass ich mich überreden ließ, mit einer ganzen Clique Leuten mit geliehenen Fahrrädern über die Insel zu fahren.

 
Das Unglück lauerte schon auf mich in Form einer Absperrung über den Weg durch die Dünen. Zu spät merkte ich, dass der Bremsweg wohl nicht reichen würde.

Mein Fahrradlehrer hat uns eingebläut, dass wir in dem Moment, wo wir merken, dass wir den Drahtesel nicht beherrschen können, sofort weit weg von ihm springen sollen, weil ein Sturz mit Fahrrad meist noch schlimmer ausgeht, als ohne.
So ließ ich mich im letzten Moment lässig zur Seite fallen und rollte ab - nur mein linkes Bein nicht, das wollte aus unerfindlichem Grund nicht von dem Gefährt lassen. Das tat vielleicht weh!

 
Den Rest des Tages bewegte ich mich mit AUA und gaaanz vorsichtig mit Taxi und Bus zur jeweils nächsten Sitzgelegenheit.  Irgendwann war auch dieser Ausflug zu Ende.

 
Am Besten geht es mir im Liegen zu Hause, wenn man mich liebevoll umsorgt. Tut aber im Moment keiner und Termine muss ich auch wahrnehmen. Also gesalbt und gewickelt und auf in den Kampf.

 
An jeder Bushaltestelle, die ich in Zeitlupe völlig fertig erreiche, ist grundsätzlich jeder Platz besetzt - von Menschen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, die entweder SMSen oder angestrengt über Knopf im Ohr Musik hören.
Sie haben offenbar alle einen Sehschaden, denn weder mein Gehumpel, noch die zwei Krücken, mit denen eine andere Dame sich angestrengt fortbewegt, wird von ihnen wahrgenommen. Vielleicht wird man vom Humpeln durchsichtig?

 
Erst als der Bus schon in Sichtweite ist, erhebt sich eine der jungen Damen und bietet der Dame mit den Krücken allen Ernstes ihren Platz für die verbleibenden Sekunden an. Ich glaube, dass sie sich in diesem Moment sogar sozial vorkommt, was sie aber nicht davon abhält, uns zusammen mit den anderen Jungen zu zeigen, dass sie die freien Plätze
im Bus schneller erreichen, als wir!

 
Es ist nun nicht etwa so, dass das Einzelfälle gewesen sind; ich erlebe ähnliche Situationen jetzt schon anderthalb Wochen als Humpelstilzchen. Rücksichtnahme - absolut Fehlanzeige!

Ich frage mich, welche Anleitung Eltern diesen Menschen mit auf den Weg gegeben haben, dass sie offenbar, außer ihren Vorteil, nichts mehr raffen und werde mich alsbald für die Wiedereinführung der Prügelstrafe für Eltern einsetzen.

Tröstlich allerdings ist, dass mein Bein demnächst wieder in Ordnung ist, aber die Dumpfheit in den Köpfen....?


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