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  • : Klar-Text von "madame federkiel"
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  • : Auf diesem Gedanken-Strich treibt Madame "federkiel" Gedankenjonglage und Wortartistik, sagt ganz subjektiv ihre Meinung, gibt Tipps, kess, vorlaut, besinnlich, liebenswert aber immer heiter bis.... bissig!
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  • madame federkiel
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Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg
Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune.
Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. 
Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.
  • madame federkiel Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune. Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.

Wo Finde Ich...

5. Juli 2008 6 05 /07 /Juli /2008 15:04

Man kann mit gutem Gewissen behaupten, dass unsere Politiker über Jahrzehnte hinweg Bedürfnisse geweckt und uns einen Wohlstand verordnet haben, den wir uns in der Geschwindigkeit nicht, und vielleicht sogar nie hätten leisten können!

Sie haben uns mit Geschenken auf Kredit dazu genötigt, sie zu wählen, die wir bei der Höhe, in der die Staatsverschuldung bis dato angewachsen ist, NIE werden bezahlen können.

Sie haben auf diese Weise dafür gesorgt, dass dieser Staat finanziell abhängig und unbeweglich geworden ist.

Wir kriegen es jetzt gerade mal hin, dass wir die sich aus der Staatsverschuldung ergebenden Zinsen und Zinseszinsen berappen können und tragen keinen Cent  mehr von der Last ab. Wie denn auch?!?

Bis Ende 2007 hatte der Gesamtschuldenstand aller öffentlichen Haushalte in Deutschland (nach Maastricht-Abgrenzung) die astronomische Höhe von
1,58 Billionen EUR erreicht. 

Von 1965 bis 2007 lag auf der Ebene des öffentlichen Gesamthaushalts die Summe aller Neuverschuldungen bzw. Defizite bei ca.
1.334,8 Mrd. EUR und die Summe aller Zinsausgaben bei ca. 1.447,9 Mrd. EUR
Die riesigen Blöcke Kreditaufnahmen und Schuldendienst halten sich also langfristigen etwa die Waage.

Woher kamen diese Kredite?  Der Bundesrechnungshof veröffentlichte folgende Zahlen:

„Mitte 2002 war der Staat mit rund 538 Milliarden Euro bei den inländischen Kreditinstituten und mit  über 460 Milliarden Euro im Ausland verschuldet. Daneben haben Privatleute, Sozialversicherungen, Bausparkassen und Versicherungen dem Staat Kapital in Höhe von rund 244 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Nach Ende der jeweiligen Laufzeit der Kredite hat der Staat die Schulden zuzüglich Zinsen zurückgezahlt. Die jährliche Neuverschuldung sorgt allerdings dafür, dass die Staatsschulden weiter anwachsen.

Als ich das gelesen habe, brauchte ich einen Moment, um das zu verdauen.
Da stand ja mit anderen Worten,
dass in diesem Land eine künstliche Armut geschaffen wird, indem das von uns verdiente Geld aus dem Verkehr gezogen wurde, um es uns dann zu Wucherzinsen zu überlassen und uns ein weiteres Mal abzuzocken!!

Und um mal klar-text zu reden; das was unserem Staat kreditiert wurde, ist nur ein Bruchteil dessen, was die meisten dieser deutschen Geldgeber auf unsere Kosten zur Seite geschafft haben, denn die Leistung dafür wurde hauptsächlich von uns erbracht.

Es wäre ihnen ein Leichtes, dem  Staat die Schulden zu erlassen unter der Prämisse, keine neuen Schulden mehr zu machen, oder wenigstens die Zinsen zu erlassen, damit die Schuld getilgt werden kann. Aber dann wäre die Politik nicht mehr abhängig von der Wirtschaft.

Da das nicht der Fall ist, geht im Moment  jeder 8. Euro der Steuereinnahmen allein zur Zinsentilgung drauf. Und da quaken die Firmen - besonders die ganz großen - dass ihre Abgabenlast zu hoch ist?
Dann sollten sie in den eigenen Reihen klären, dass man den Staat soweit entlastet, dass er diese Last senken kann.
WIR
haben damit rein gar nichts zu tun!!

Soviel ich weiß ist es unlauter, jemandem mehr Geld zu leihen, als er zurückzahlen kann!
Ich bin mit der Einstellung aufgewachsen, dass man nicht mehr ausgibt, als man sich leisten kann und wer das dennoch macht ist ein Bankrotteur oder Betrüger!

Und wer ein ganzes Volk in dem Glauben lässt, dass das in Ordnung ist,  ist meines Erachtens nach entweder unfähig oder kriminell!

Ein Wirtschaftswunder gab es, genauso wie es momentan den "Aufschwung" gibt, allerdings für das Volk nur auf Kredit!!

PS.: Zu diesem Thema mehr HIER

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Kommentare

carolinee 07/15/2008 12:43

Das mit der Verschuldung ist von daher auch dramatisch weil man nicht mal genau weiß wo genau das Geld bleibt. Subventionen gibts meißt in die Wirtschaft hinein. dabei ist die Wirtschaft gewitzt und rechnet mit Unterstützung. wo geht das geld sonst noch hin das Deutschland so verschuldet ist. Einige wenige wissen schon das sie profitieren und sie werden schweigen. außer man kommt ihnen mal auf die Schliche. Gibt aber auch ein Buch . unsere Steuergelder wofür sie verschwendet werden.  vieles ist schon öffentlich aber bei den  Sorgen und Nöten der Menschen geht das leider oft unter. 

madame federkiel 07/15/2008 13:25


Die ausgegebenen Summen werden schon irgendwo schriftlich festgehalten und einsehbar sein.

Es ist auch klar, dass nach dem Krieg eine Infrastruktur aufgebaut, und dafür Kredite aufgenommen werden mussten.
Mir leuchtet nur nicht ein, dass in Zeiten des sog. "Wirtschaftswunders" weiter derart Schulden gemacht wurden. Unsinnige Subventionen über einen langen Zeitraum wurden gegeben, anstatt für konkrete "Übergangszeiten". Ein Rentensystem wurde aufgebaut, dass bei längeren Konjunktureinbrüchen nicht funktionieren kann, weil ja keine Rücklagen ausreichenden dafür gebildet wurden.
Ein realistisches Grundsicherungssystem, das Altersarmut verhindert, unter Einbeziehung der demographischen Entwicklung wäre m. E. durchaus machbar gewesen.

So bekomme ich den Eindruck, dass wir nur ein "künstliches, ungesundes Wirtschaftswunder" hatten welches einige wenige dazu nutzten, richtig abzukassieren. Uns bleiben die kläglichen Reste!

Wo Geld "verschwendet" wird, veröffentlicht jedes Jahr der Bund der Steuerzahler.


rehse 07/08/2008 06:30

Leider trifft es zu. Meine Mutter hatte der Coop Kredit gegeben und dafür inzwischen wertlose Aktien erhalten, weil der Laden inzwischen Pleite ist.Der Gedanke des Konsums war ja nicht schlecht, wurde nur die Gier der Manager schlecht ausgeführt. Es wurde zur "Wirtschaftswunderzeit" nicht nur ein Kredit aufgenommen,es wurde auch ein Kredit vergeben. Gibt sicher weitere Beispiele.

madame federkiel 07/08/2008 15:35


Aber dass der Staat uns was vorgemacht hat, ein Wirtschaftswunder vorgegaukelt, ein Rentensystem entwickelt hat, welches selbst in "guten Zeiten" ohne eine derartige
Verschuldung nicht funktionieren kann, ist das Schlimmste für mich.
In der Wirtschaft gibt es immer ein Auf und Ab, das hat man sträflich ignoriert.

Eine Grundabsicherung für alle, ob angestellt oder selbständig, mit einkommensabhängiger Einzahlung, Rücklagenbildung und der Möglichkeit der privaten Aufstockung wäre machbar und vertretbar
gewesen, mit rechtzeitiger Angleichung an demographische Entwicklungen.

Dann hätte dieses System das Prädikat "Sozialstaat" verdient, weil alle die gleiche "Leistung" für Altersabsicherung erbracht hätten.