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  • : Klar-Text von "madame federkiel"
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  • : Auf diesem Gedanken-Strich treibt Madame "federkiel" Gedankenjonglage und Wortartistik, sagt ganz subjektiv ihre Meinung, gibt Tipps, kess, vorlaut, besinnlich, liebenswert aber immer heiter bis.... bissig!
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  • madame federkiel
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Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg
Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune.
Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. 
Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.
  • madame federkiel Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune. Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.

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22. Juli 2008 2 22 /07 /Juli /2008 15:49

Ältere Arbeitnehmer sollen Erfahrung weitergeben - alles Schönrederei? Sieht so aus.

Grund für den Beschluss der Politik, die volle Rente erst mit 67 Jahren beziehen zu können, ist natürlich die Schonung der gebeutelten Rentenkasse.

Wer nicht so lange arbeiten kann - oder keine Arbeit findet - bekommt NUR "Grundsicherung", früher Sozialhilfe genannt, und die ist viel niedriger als oftmals die Rente. Auch vorzeitiges "In-Rente-Gehen" führt zu dauerhafter Verringerung der Altersbezüge.
Arbeitsplätze wachsen auch nicht plötzlich auf den Bäumen.
Bitter für viele, die ihr Leben lang ihre Rentenbeiträge beim Staat "angelegt" haben und sich auf die Versprechungen der Politik verlassen.

Für viele gibt es keine Alternative, denn Tatsache ist auch, dass sich die meisten größeren Betriebe überhaupt nicht darauf einstellen, dass Menschen ab 60 deutlich "anders" belastbar sind, als 30-40jährige.

Für Menschen, die ihr Leben lang hart körperlich arbeiten mussten und noch  nicht völlig arbeitsunfähig sind, gibt essowieso keine Jobs, nur Arbeitslosigkeit.

Betriebe brauchen jetzt wieder qualifizierte Mitarbeiter mit Erfahrung, aber es wird von älteren die gleiche Leistung gefordert, wie von jungen Menschen, zum Teil sogar noch mehr, weil sie umsichtiger sind und vielseitiger einsetzbar.

Gerade in den letzen 20 Jahren jedoch sind die Anforderungen an die Arbeitnehmer so hoch geworden, dass selbst mehr und mehr junge Mitarbeiter schlappmachen und wegen "Ausgebranntsein" arbeitsunfähig werden. Ich sehe auch nicht ansatzweise, wie unter den gegebenen Umständen Menschen bis 67 Jahre arbeiten können.

Auch ein hohes Gehalt macht einen 60jährigen nicht belastbarer.
Wer älteren Mitarbeitern nicht die Möglichkeit zum Kürzertreten und langsamen Ausstieg gibt, verliert ihn und damit die Möglichkeit, jüngere von seiner Erfahrung profitieren zu lassen.

Eine völlig unökonomische Haltung! 

Genauso unökonomisch, wie die jahrzehntelange Haltung der Politiker, aus wahltaktischen Gründen "Rentenversprecher" zu machen und viel zu lange an einem Rentensystem festzuhalten, das sich unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung schon lange nicht mehr vertreten ließ.


Somit bleibt für mich die Forderung, dass Menschen bis 67 arbeiten sollen, pure Augenwischerei!

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Kommentare

rehse 07/22/2008 16:45

Madame, da haben Sie ein heißes Eisen angepackt. Ich hatte das Glück, 50 Jahre arbeiten zu dürfen. Zum Schluß hätten sie schon einen jüngeren, sprich billigeren - nicht besseren - eingesetzt, aber sie haben keinen gefunden. Hatte auch Kundenkontakte aufgebaut, die nicht grundlos vorzeitig hätten übergeben werden können. Mir hat die Arbeit immer Spaß gemacht und zum Glück bin ich gesund geblieben (viel Autofahren ist auch anstrengende Arbeit). Meine Arbeit war auch anerkannt und angemessen bezahlt. Das hat sich inzwischenb bei vielen Betrieben geäändert - leider. Bis 67 werden nur die wsenigsten Menschen arbeiten können. Wofür nehmen die denn das Geld in der Regierung, dass die Menschen sich eigentlich für die Altersvorsorge erarbeitet haben ???

madame federkiel 07/22/2008 21:45


Ich liiiiebe heiße Eisen!
;o)
Ihre Frage ist einfach zu beantworten, Herr Rehse.
Das Geld, was eingezahlt wird, geht hauptsächlich für die Renten drauf, die momentan bezahlt werden müssen. Nach dem 2. Weltkrieg ging das nicht anders, weil ja keine Rücklagen da waren.
Was dann noch über war, wurde für andere Kosten verwendet.

Da wir durch Herrn Kohls eifrige Werbung viele Brüder und Schwestern mit leeren Taschen "Heim ins Reich" geholt haben, kamen wir mit den Rentenzahlungen in die Bredouille.

Schlimmer noch schlägt aber der Geburtenrückgang zu Buche, denn wie sollen künftig die geburtenschwachen Jahrgänge die vielen Renten bezahlen, zumal die Löhne eher niedriger werden und die
Arbeitslosenzahlen gestiegen sind?

Unsere Politiker haben die demographische Entwicklung "verdrängt" und uns nach Strich und Faden "verladen"!

Das kann nur repariert werden, indem ALLE nach Höhe ihres Einkommens in die staatliche Rentenversicherung einbezahlen müssen, und es EINE vernünftige Grundsicherung für alle Rentner gibt - nicht
mehr und nicht weniger.
Entweder gehören ALLE zur Solidargemeinschaft, auch die Reichen, oder es gibt in 15-20 Jahren Hauen und Stechen!