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  • : Klar-Text von "madame federkiel"
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  • : Auf diesem Gedanken-Strich treibt Madame "federkiel" Gedankenjonglage und Wortartistik, sagt ganz subjektiv ihre Meinung, gibt Tipps, kess, vorlaut, besinnlich, liebenswert aber immer heiter bis.... bissig!
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  • madame federkiel
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Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg
Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune.
Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. 
Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.
  • madame federkiel Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune. Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.

Wo Finde Ich...

5. August 2008 2 05 /08 /August /2008 15:04

Brisantes Thema bei Anne Will in Ihrer Fernseh-Sendung am  03.08.2008, 21.45 Uhr

Nicht nur Anne Will fragte sich , wie es kommt, dass sich die Deutschen im Vergleich zu vielen europäischen Nachbarn so schwer mit dem Rauchverbot tun? Geht die Freiheit Einzelner über die Gesundheit aller?

Auch mir ging dazu durch den Kopf, wofür doch der Begriff FREIHEIT herhalten muss!

 
Ich rauche übrigens seit meinem 14ten Lebensjahr;  mein Vater
qualmte wie ein Schlot. Im Gegensatz zu ihm, der seine Ängste bei Jahren der Flucht und der Haft in Zuchthaus und KZ damit betäubte, rauche ich nur aus Genuss meine bis heute 1 - 2 Zigaretten im Schnitt pro Tag, manchmal auch gar keine.

Auch dem Alkohol bin ich zugetan, trinke gerne in Gesellschaft Wein oder Schnaps in Maßen.

Ich habe die FREIHEIT der Entscheidung, weil ich offenbar das Glück habe, nicht suchtgefährdet zu sein. Aber wie viele Raucher können das von sich sagen?

Zurück zur Sendung von Frau Will.

Das Verständnis von Freiheit mancher Menschen ist für mich nicht nachvollziehbar, denn ganz offensichtlich verwechselt mancher damit Rücksichtslosigkeit und Egoismus!

Da lügt sich die ehemalige Erzieherin und angeblich immergrüne Geschäftsführerin des Deutschen Zigarettenverbandes in die Tasche, dass es Sinn macht, dass Jugendliche erst als ERWACHSENE mit dem Rauchen anfangen dürfen.

"Warum, Frau Tritz, rauchen 10jährige wohl? Weil sie sich ERWACHSEN fühlen wollen!  Ihr Argument, Frau Tritz, ist genau das, was junge Menschen seit Generationen ZUM Rauchen verführt hat. Und etwas anderes kann man doch auch nicht von ihrem Verband erwarten!"

Da kann der offenbar kettenrauchende Anwalt Scheele nicht oft genug betonen, dass es seine FREIHEIT als Raucher einschränkt, wenn er zum Rauchen mal vor die Tür gehen muss. Er würde dadurch ausgegrenzt und könne seine sozialen Kontakte nicht mehr entsprechend pflegen.

Gleichzeitig betonte er dreist, dass die Nichtraucher ja die Freiheit hätten, sich von der Gastronomie fernzuhalten, wenn sie nicht mitrauchen wollten - kein Wort von deren Recht auf sozialer Kontaktpflege.

Überhaupt, so der Anwalt, dem kein Argument für's Rauchen zu schäbig war, sei Rauchen nicht so schlimm wie Alkoholgenuss.

Nun habe ich ja noch nie das Problem gehabt, dass ich in Gaststätten zwangsweise betankt wurde, wenn meine Tischnachbarn sich langsam vollaufen ließen. Wenn deren Geist langsam das Weite suchte, tat ich es auch und wünschte noch einen schönen Abend. Mitrauchen musste ich allerdings immer, wenn ich meine Kontakte dort pflegte!

Das Suchtpotenzial, über das dezent hinweggegangen wurde bei dem Gefasel von Freiheit, ist allerdings bei 
Alkohol - Zigaretten gleich hoch.

Denn eines wurde bei Frau Will in der Sendung überhaupt nicht deutlich gemacht; Sucht schließt die "FREIHEIT der Entscheidung" völlig aus!

Ein süchtiger Mensch hat nur noch die Wahl, ob er sich weiterhin Schaden zufügen will, oder den quälend-harten Weg der totalen Entsagung gehen.

"Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will." (Jean-Jacques Rousseau)

Das ist ein sehr großer Unterschied!
Wenn jeder "seine" Freiheit so auslebt bis er gezeigt bekommt, dass er die Freiheit der anderen einschränkt, hat er oft schon zu viele Grenzen überschritten. Genau dieser egoistischen Haltung haben wir das neue Gesetz zu verdanken!




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Kommentare

carolinee 08/05/2008 19:33

Mir scheint diese ganze Diskussion dahin zu gehen nun wieder zu rechtfertigen das die Gastronomie Einbußen zu vermerken hat. Nur deshalb lockert man wieder das Gesetz. Wie frei ist ein starker Raucher . man sollte sich fragen wen zieht es in Gaststätten dort gesellig die Zeit zu verbringen. dann wissen wir was mit Freiheit gemeint ist. 

madame federkiel 08/06/2008 12:35



"Das Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens", ist entstanden, weil eine relativ kleine Gruppe einen seltsamen ZWANG zur FREIHEIT des
"Überall-Rauchens" meint ausleben zu müssen, ohne Rücksichtnahme auf die Gesundheit anderer.

Sie nehmen sogar in Kauf, dass Bekanntschaften eingehen, weil sie in deren privaten Räumen nicht rauchen dürfen. Sie lassen sich von einer ZIPPE dazu nötigen, den Kontakt mit Freunden und
Bekannten einzuschränken - nur wegen der FREIHEIT überall Rauchen zu dürfen - oder besser MÜSSEN???

Genau das meinte ich mit meinem Beitrag.
Abhängigkeit schließt eine wirklich freie Entscheidung aus.
Solche Raucher lügen sich m. E. in die eigene Tasche, wenn sie ihre persönliche FREIHEIT als Argument ins Feld werfen.


Der eigentliche Punkt ist doch, dass man seine Sucht als "normal" verkaufen will und sich so aus der Verantwortung für sich und in diesem Fall auch
andere stehlen will.
Ich finde es schlimm, dass ein so egoistisches Verhalten es zu solchen Gesetzen führt.

Nicht alle Gaststätten sind miefige Eckkneipen, in denen man sich betrinkt, sondern sie haben durchaus eine wichtige soziale Funktion und sind Treffpunkt für die unterschiedlichsten Menschen und
Gruppen. Deshalb möchte ich sie nicht bewerten.