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  • : Klar-Text von "madame federkiel"
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  • : Auf diesem Gedanken-Strich treibt Madame "federkiel" Gedankenjonglage und Wortartistik, sagt ganz subjektiv ihre Meinung, gibt Tipps, kess, vorlaut, besinnlich, liebenswert aber immer heiter bis.... bissig!
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  • madame federkiel
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Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg
Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune.
Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. 
Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.
  • madame federkiel Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune. Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.

Wo Finde Ich...

4. September 2008 4 04 /09 /September /2008 19:00

Es war nicht Susi Sorglos, der das Versuchsendlager ASSEII eingefallen ist. Und sie hat auch nicht den verantwortungslosen schlampigen Umgang mit den Atommüll-Fässern zu verantworten.

Es waren, getrieben von Dummheit und Hochmut, die Atommüllindustrie und Politiker, die sich diesen Wahnsinn einfallen lassen haben!

Zwar ist Salz und Ton leichter formbar und auch nicht so erschütterungsanfällig wie z.B. Granit, aber wer seine Öhrchen im Chemieunterricht nicht mit Bohnen verstopft hatte weiß, dass Salz und Metall überhaupt nicht gut miteinander können, besonders wenn Wasser hinzukommt!

Welcher Teufel mag die Betreiber von ASSEII, die  staatliche Institution "Helmholtz Zentrum"
geritten haben, als sie diese gefährlichen Fässer vor 43 Jahren einfach so in die Tiefe plumpsen ließen und heute argumentieren, dass man wegen der Strahlung keine andere Möglichkeit sah?
Und die zuschauten ohne Alarm zu schlagen, wie seit 1988 täglich kubikmeterweise Lauge ins Versuchsendlager sickert und offenbar hofften wie kleine Bengel die Mist gebaut haben, dass man ihnen nicht draufkommt? Von Verantwortungsbewusstsein keine Spur?! Nööö, am Besten das ganze Lager wird geflutet und gut ist!

Anscheinend ist die Voraussetzung, für die Atomindustrie arbeiten zu dürfen, dass man verdorben genug ist und Begriffe wie Moral und Ethik längst über Bord geworfen hat.  
Anders ist nicht zu erklären, wie es, trotz angeblicher Kontrollen, zu dem jetzigen Zustand kommen konnte.

Die Halbwertzeit von Plutonium beträgt 24.100 Jahre. Man will uns weismachen, dass man gefährliche radioaktive Abfälle über einen solchen Zeitraum sicher verwahren kann, ohne dass etwas passiert , ohne dass die Kosten für die Lagerung ins Astronomische steigen?

Wie kann ich jemanden ernst nehmen und vertrauen, der es nicht einmal schafft, 20 Jahre auf ein bisschen Atommüll so aufzupassen wie es nötig wäre und zuschaut, wie in sein angeblich "trockenes und sicheres Endlager" täglich mehrere Kubikmeter Salzlauge eindringen?
Wer soll jemals ein Endlager zuverlässig betreiben, wenn schon eine staatliche Institution wie das Helmholtz Zentrum dazu nicht Willens und in der Lage ist?

Ich kann das Geschwätz der Politiker, die meinen, dass man die Atommüll-Entsorgung schon im Griff behalten wird, jedenfalls nicht mehr ernst nehmen und vertraue ganz bestimmt nicht jenen, die mit Kernenergie und ihrer "nach uns die Sintflut-Mentalität" viel Geld verdienen wollen und diesen GAU möglich gemacht haben.

Für mich ist klar, dass wir Atomenergie erst dann weiter produzieren dürfen, wenn wir eine Möglichkeit gefunden haben, Atommüll so zu neutralisieren, dass er nicht mehr gefährlich strahlt.
Bis dahin haben wir die Finger davon zu lassen, denn auf eine baldige Sintflut können wir uns nicht verlassen.

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