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  • : Klar-Text von "madame federkiel"
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  • : Auf diesem Gedanken-Strich treibt Madame "federkiel" Gedankenjonglage und Wortartistik, sagt ganz subjektiv ihre Meinung, gibt Tipps, kess, vorlaut, besinnlich, liebenswert aber immer heiter bis.... bissig!
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  • madame federkiel
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Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg
Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune.
Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. 
Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.
  • madame federkiel Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune. Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.

Wo Finde Ich...

13. September 2008 6 13 /09 /September /2008 21:27

Fast jeder hat schon eine Situation erlebt, wo es als unangenehm empfunden hat, geduzt zu werden.

Nicht jeder kann mit dem Du richtig umgehen, manchen fällt es dann schwer, die notwendige Distanz zu halten, den Respekt zu erweisen, den sein Gegenüber verdient hat. Das hat mit der wechselvollen
Geschichte unserer Anrede-Kultur
zu tun.

Schließlich war in den letzten 200 Jahren das DU denen vorbehalten, die uns nahe standen - oder wurde von denen benutzt, die damit zu verstehen geben wollten, dass sie rangmäßig über den anderen stehen.

Auch heute noch benutzen Menschen das DU nicht selten, um andere herabzuwürdigen, oder sie zu sich "hinunter" zu ziehen.
Ich ging immer schon gerne in Kneipen.  Allerdings ging mir auf den Nerv, dass viele Betrunkene, hauptsächlich solche, bei denen das Trinken Lebensinhalt war, einen wie selbstverständlich Duzten. Blieb man beim SIE, um Übergriffe zu vermeiden, wurde gestichelt: "Die hält sich wohl für was Besseres".

Im umgekehrten Fall, wenn bei alkoholträchtigen Betriebsfeiern aus der oberen Etage das Du angeboten wurde, war am nächsten Tag bei vielen die Welt nicht mehr in Ordnung.

Die neue Form des Duzens in Betrieben haben wir den Amerikanern abgeschaut, eine Kumpelkultur, mit der Mitarbeitern ein Wir-Gefühl suggeriert wird, und das sie motivieren soll, sich für die Firma ins Zeug zu legen. Den Arbeitsplatz macht das allerdings auch nicht sicherer.

Die immer mehr um sich greifende Duzerei hat viel mehr Verunsicherung in der Verhaltensweise der Menschen mit sich gebracht, als die meisten Menschen wahr haben wollen.

Ich muss zugeben, dass ich mich mit dem DU auch deshalb schwer tue, da ich es in meinem Beruf zu oft auch von Leuten ertragen musste, die mir aus tiefster Seele unsympathisch waren, und mit denen ich mich lieber nicht "gemein" gemacht hätte, aber.....!

Bei netten Menschen, die ich noch nicht einschätzen kann, hat sich für mich das
"Hamburger Sie" als Anrede bewährt - das SIE kombiniert mit dem Vornamen.

Ich finde diese Form der Anrede ist eine elegante Lösung und bietet beiden Seiten die beste Möglichkeit, die Art der Nähe oder Distanz, die man zulassen möchte, selbst zu bestimmen.

Wer noch mehr zu diesem Thema wissen möchte, der findet einen interessanten Bericht dazu
HIER



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