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Donnerstag, 2. juli 2009
Leonard Peltier wurde am 12. September 1944 in Grand Forks in Nord Dakota geboren.
Er gehörte zu jenen Aktivisten des American Indian Movement AIM, die in den 1970er Jahren von den Oglala Lakota aus dem Pine Ridge Reservat in Süd Dakota gegen den korrupten Stammesratsvorsitzenden und seine Schlägertruppen zu Hilfe gerufen wurden.

Bei einer Schießerei zwischen AIM-Angehörigen und FBI starben dort im Jahr 1975 zwei FBI-Agenten und ein Indianer, dessen Tod nie untersucht wurde. Peltier, damals Mitglied der Führungsgruppe des AIM, floh nach Kanada. Ein Jahr später wurde er dort verhaftet, aufgrund einer Falschaussage in die USA abgeschoben und zu zweimal lebenslänglicher Haft verurteilt. Doch die tödlichen Schüsse stammten ballistischen Untersuchungen zufolge nicht aus seiner Waffe. Eine vermeintliche Augenzeugin widerrief ihre Aussage, da sie unter Druck des FBI entstanden war.

Während seiner inzwischen 32jährigen Haftzeit wurde der Verfechter indianischer Menschenrechte zu einem anerkannten Maler und Schriftsteller. 1986 erlitt er einen Schlaganfall, bei dem er auf einem Auge halb erblindete. Er ist an Diabetes erkrankt. Seine Gefühle in der Haft beschrieb er einmal - frei übersetzt - so:"Zeit ist ein Kannibale, der das Fleisch Deiner Jahre verschlingt, Tag um Tag, Bissen um Bissen."

Die Gesellschaft für bedrohte Völker und andere Menschenrechtsorganisationen betrachten Peltier, der bereits als Amerikas Nelson Mandela bezeichnet und für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde, als politischen Gefangenen. Wir unterstützen ihn und sein Verteidigerteam bereits seit Jahrzehnten. Zum 40. Geburtstag unserer Menschenrechtsorganisation übermittelte er uns Anfang Dezember 2008 ein Grußwort. Darin heißt es unter anderem:

"Niemand kann sich vorstellen, was es für mich bedeutet, nicht vergessen zu sein und dass so viele Menschen unausgesetzt darum kämpfen, dass ich ganz sicher aus dem Gefängnis frei komme. Wenn ich aus der Haft entlassen werde, werde ich das Menschen wie Euch zu verdanken haben, die mich nicht vergessen haben, die nicht vergessen haben, weshalb ich hier gefangen bin, und die die Herausforderung angenommen haben, Gerechtigkeit für unser Volk zu suchen."

Bitte helfen Sie HIER mit, Leonard Peltier der Freiheit näher zu bringen!
von madame federkiel - veröffentlicht in: Sex'n Crime - Aktuelles aus Politik u. Wirtschaft - Community: Kultur-Schock
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Kommentare

Sehr gut, Madame Fecderkiel ! Da hilft man doch gern mit und hofft, es möge auch etwas nützen. Die Justiz in den USA ist sowieso ein ganz spezielles Thema, viel spezieller als bei uns ! Und wie die Indianer behandelt werden, das konnte man schon sehr früh erfahren.
Kommentarnr1 gepostet von rehse am 3.07.2009 à 21h36

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