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Auf diesem Gedanken-Strich treibt Madame "federkiel" Gedankenjonglage und Wortartistik, sagt ganz subjektiv ihre Meinung, gibt Tipps, kess, vorlaut, besinnlich, liebenswert aber immer heiter bis.... bissig!
Leonard Peltier wurde am 12. September 1944 in Grand Forks in Nord Dakota geboren.
Er gehörte zu jenen Aktivisten des American Indian Movement AIM, die in den 1970er Jahren von den Oglala Lakota aus dem Pine Ridge Reservat in Süd Dakota gegen den korrupten Stammesratsvorsitzenden
und seine Schlägertruppen zu Hilfe gerufen wurden.
Bei einer Schießerei zwischen AIM-Angehörigen und FBI starben dort im Jahr 1975 zwei FBI-Agenten und ein Indianer, dessen Tod nie untersucht wurde. Peltier, damals Mitglied der Führungsgruppe des
AIM, floh nach Kanada. Ein Jahr später wurde er dort verhaftet, aufgrund einer Falschaussage in die USA abgeschoben und zu zweimal lebenslänglicher Haft verurteilt. Doch die tödlichen Schüsse
stammten ballistischen Untersuchungen zufolge nicht aus seiner Waffe. Eine vermeintliche Augenzeugin widerrief ihre Aussage, da sie unter Druck des FBI entstanden war.
Während seiner inzwischen 32jährigen Haftzeit wurde der Verfechter indianischer Menschenrechte zu einem anerkannten Maler und Schriftsteller. 1986 erlitt er einen Schlaganfall, bei dem er auf einem
Auge halb erblindete. Er ist an Diabetes erkrankt. Seine Gefühle in der Haft beschrieb er einmal - frei übersetzt - so:"Zeit ist ein Kannibale, der das Fleisch Deiner Jahre verschlingt, Tag um
Tag, Bissen um Bissen."
Die Gesellschaft für bedrohte Völker und andere Menschenrechtsorganisationen betrachten Peltier, der bereits als Amerikas Nelson Mandela bezeichnet und für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen
wurde, als politischen Gefangenen. Wir unterstützen ihn und sein Verteidigerteam bereits seit Jahrzehnten. Zum 40. Geburtstag unserer Menschenrechtsorganisation übermittelte er uns Anfang Dezember
2008 ein Grußwort. Darin heißt es unter anderem:
"Niemand kann sich vorstellen, was es für mich bedeutet, nicht vergessen zu sein und dass so viele Menschen unausgesetzt darum kämpfen, dass ich ganz sicher aus dem Gefängnis frei komme. Wenn
ich aus der Haft entlassen werde, werde ich das Menschen wie Euch zu verdanken haben, die mich nicht vergessen haben, die nicht vergessen haben, weshalb ich hier gefangen bin, und die die
Herausforderung angenommen haben, Gerechtigkeit für unser Volk zu suchen."
Bitte helfen Sie HIER mit, Leonard Peltier der Freiheit näher zu bringen!
Sehr gut, Madame Fecderkiel ! Da hilft man doch gern mit und hofft, es möge auch etwas nützen. Die Justiz in den USA ist sowieso ein ganz spezielles Thema, viel spezieller als bei uns ! Und wie die Indianer behandelt werden, das konnte man schon sehr früh erfahren.
Kommentarnr1
gepostet von
rehse
am 3.07.2009 à 21h36
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