In den letzten Tagen fiel in der Diskussion über Steuersenkungen und Steuererhöhungen mehrfach der Begriff "Leistungsträger". Zum Beispiel möchte unsere Kanzlerin die Leistungsträger, die in der Regel sehr gut verdienende Bürger dieses Landes sind, nicht durch Erhöhung der Steuern vergrätzen.
Für Menschen, die trotz Leistung immer mehr überlegen müssen, wofür sie ihr sauer verdientes Geld ausgeben dürfen, ist kaum nachzuvollziehen, was die sog. Leistungsträger von dem Rest der arbeitenden Bevölkerung so unterscheidet, dass sie mit Samthandschuhen angefasst werden müssen.
Was also sind "Leistungsträger"?
In der politischen Debatte werden die Mitglieder von Leistungseliten derart bezeichnet; eigentlich die Gruppe, die sich durch hervorragende berufliche oder Schul- und Universitätsleistungen auszeichnet.
Zunehmend fallen allerdings auch die Leute darunter, die ihre Karriere in der Wirtschaftselite eher ihrem Habitus und ihrer gesellschaftlichen Herkunft verdanken, als individueller,
quantifizierbarer Leistung.
Wie man am Beispiel der USA sieht, wird die bereits bestehende Tendenz, dass sich die Elite selbst reproduziert, dadurch verstärkt, dass man Studiengebühren erhebt.
Nicht nur, dass sich viele Menschen ein Studium so nicht mehr leisten können, der Gesellschaft fehlen dadurch viele kluge und innovative Köpfe und Ideen, was sie sich auf Sicht nicht leisten kann.
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