Artikel teilen! „Dönermord“ ist kein Gewinner!: Auch wenn dieser Begriff zum „Unwort des Jahres 2011“ gekürt worden ist. Ein ...
Auch wenn dieser Begriff zum „Unwort des Jahres 2011“ gekürt worden ist.
Ein Unwort ist kein umgangssprachlich "vertretbares" Wort, sondern eine nicht mehr vertretbare Wortschöpfung, die im
wahrsten Sinne des Wortes die Würde von Menschen verletzt.
Dieses Jahr ist das Unwort "Dönermorde", das in unhinnehmbarer Weise verharmlost, indem es das Leben
ermordeter Menschen mit Lebensmitteln gleichsetzt.
Für mich ein widerliches Wort, das einen Zeitgeist offenbart, der mich schaudern lässt.
Das zweite vorgeschlagene Wort war "Gutmensch", womit - laut der Jury - das ethische Ideal des guten
Menschen in hämischer Weise aufgegriffen wird.
Auch dieses Wort zeigt den Werteverfall unserer Gesellschaft in eindeutiger Weise.
Erstaunlich, wie leicht auch dieser Begriff angeblich gebildeten Menschen über die Lippen geht.
Dazu passt auch der dritte vorgeschlagenen Begriff, der von unserer Bundeskanzlerin Merkel kreiert wurde,
"marktkonforme Demokratie".
Da weiß man doch gleich, an welcher Stelle der Mensch und seine wirklichen Bedürfnisse in der Politik noch vorkommt –
offenbar gar nicht mehr!
Wessen Steigbügelhalter Angela Merkel ist, wird mit "marktkonforme Demokratie" überdeutlich; offenbar würde
unsere Kanzlerin notfalls bereitwillig die demokratischen Rechte den wirtschaftlichen Notwendigkeiten opfern - ob wir das
möchten oder nicht!
Aber Scham über die fortschreitende Verrohung, die sich durch diese Unworte dokmentiert, findet man kaum.
So stellt sich unsere Gesellschaft in regelmäßigen Abständen ihr eigenes Armutszeugnis aus.
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