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Ver-dichtete Gedanken

Mittwoch, 2. september 2009
Aber nicht der Oskar, sondern lediglich die sog. Arbeiterpartei!
Hier mal ein Liedlein zur Wahl....dunnemals. Wer weiß noch, wann genau das war???:


"Es kann doch nicht die Macht allein
ein Privileg der Anderen sein!"
So hört man laut, oh weh, oh weh,
das Klagelied der SPD.
"Ganz Deutschland trägt an Hoffnung schwer,
drum muss ein Hoffnungsträger her!
Wie ich mich nach ihm sehne,
dem Oskar Lafontaine!"

Es sprach der Oskar Lafontaine:
"Es muss ans Eingemachte gehn!
Denn Arbeit gibt's für Jedermann,
wenn alles geht nach meinem Plan.
Von jedem hoheren Salaire
gebt ihr ein Stückchen an mich her,
dann lös' ich tout de suite die Probleme,
ich, Oskar Lafontaine!"

Doch der Gewerkschaft, au contraire,
der fällt darob das Lachen schwer,
"Wo hat der Mann denn den Verstand?
Der ist doch nichts für unser Land!
Nach seinem Plan verdient nur gut,
wer in der Zukunft gar nichts tut.
Dem zeigen wir die Zähne,
dem Oskar Lafontaine!"

Die SPD voll Strenge spricht:
"Vermies uns unseren Oskar nicht.
Gewerkschaft sei ein liebes Kind
Nimm nicht die Segel so voll Wind,
denn uns're Hoffnung ganz allein,
kann doch nicht nur Björn Engholm sein!
Wir haben große Pläne mit Oskar Lafontaine!"
©mf

Der Oskar hat immer noch die gleichen Ideen im Kopf, aber die SPD drängte es jedoch ab in die Mitte, weg von der Basis und somit von der arbeitenden Bevölkerung.

Den Salat haben wir jetzt!
Die Linke, wenn es viele gerne hätten, ist nicht vergleichbar mit SED oder DKP, sie ist schlicht das, was die SPD mal sein wollte.

Somit hat die SPD sich die Linke verdient.

Ich bin übrigens ein Protestwähler, werde keine der etablierten Parteien wählen, aber auch keine, die die Demokratie abschaffen möchte.

Wählen gehen war und ist für mich Ehrensache, wenn man schon die Freiheit dazu hat!
Wer nicht wählt, hat Demokratie nicht verdient!
von madame federkiel
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Montag, 20. april 2009
wie sie schon Erich Kästner kannte...
...haufenweise


Es ist nicht leicht, sie ohne Haß zu schildern...

Das ganze Gedicht finden Sie  HIER

Erich Kästner hat diese lebenden Systemfehler im sozialen Miteinander, an der unsere Gesellschaft gerade mächtig krankt, sehr treffend beschrieben. 

Madame Federkiel hingegen hütet sich, den Kästner-Clan zu ärgern.
von madame federkiel
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Samstag, 14. märz 2009



Es war einmal - alle Märchen fangen so an!

Also, es war einmal, da fiel den Leuten mit dem größten Minderwertigkeitsgefühl ein, dass sie sich mal kräftig aufwerten müssten.

Sie dachten sich, dass man den anderen Leuten nur recht kräftig und lange genug auf den Kopf hauen müsse, dann hätten jene die Schnauze davon voll und würden machen, was man von ihnen verlangt.

So geschah es, und tatsächlich erschien es den meisten Leuten alsbald völlig normal, dass sie tagtäglich drangsaliert und klein gemacht wurden, dass man sie als "Besitz" der Herrschaften "da oben" bezeichnete und ihnen die Früchte ihrer Arbeit wegnahm.

Es war also selbstverständlich geworden, dass "die da oben" mit den "Kleinen Leuten da unten" machen konnten, was sie wollten.

Die paar Leute, die diese Entwicklung nicht hinnehmen wollten, stellte man einfach als "nicht normal" hin und erklärte sie für "vogelfrei" was bedeutete, dass JEDER sie hauen durfte - zur Not auch tot - ohne dafür bestraft zu werden.

Hei, wie es die Leute freute, dass sie endlich ihren Ärger, der sich in ihnen durch die tägliche Drangsalierung aufgebaut hatte, an anderen ablassen durften, denn sie fühlten sich dadurch einen Moment lang groß und mächtig.


Nun ist es ja so, dass solche Märchen in die Zeit passen, in denen das Raubrittertum mit Billigung der Kirche entstand.

Was aber bringt Menschen dazu, diese Art von Wertung in unserer heutigen Demokratie, in deren Grundgesetz festgeschrieben steht, dass ALLE MENSCHEN GLEICH sind, vorzunehmen.
Ein Kastensystem verstößt gegen unsere Gesetze!

Dennoch hört und liest man immer wieder in den Medien von den "Kleinen Leuten" oder dem "Kleinen Mann  auf der Straße".

Immer noch flutschen derart abwertenden Bezeichnungen denen locker über die Lippen, die ernsthaft meinen, ihre gesellschaftliche Stellung und ihr Besitz berechtige sie dazu.

Menschlicher Wert bemisst sich zum Glück an anderen Kriterien!

Wie klein sie doch sind - jene die das immer noch nötig haben - die "Kleinen da oben"!
von madame federkiel
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Mittwoch, 7. januar 2009

Das Internetforum hatte heute Sand im Getriebe!

Wieder einmal habe ich heute über Stunden hinweg immer wieder mal versucht, in das Internet-Forum zu gelangen. Aber statt Internettigkeiten austauschen zu können, erzählte mir das System irgendetwas von "failed" und "Error"....

Zeit genug, sich Gedanken zu machen über das seltsame Verhalten erwachsener Menschen, die sich unter einem Decknamen mit wildfremden Menschen mehr oder weniger regelmäßig schriftlich unterhalten - oder beschimpfen.

Menschen, von denen man in der Regel nicht weiß, ob auch nur ein Quäntchen von dem wahr ist, was sie über sich erzählen.
Und doch tun alle so, als ob sie wüssten, wen sie da vor sich haben und erzählen hier schon mal, was man eigentlich nur seiner besten Freundin, seinem besten Freund erzählt.

Heute habe ich mir vorgestellt, wie es wohl wäre, wenn via Bildschirm - ohne Vorankündigung, plötzlich der Mensch vor unseren Augen auftaucht, dem wir gerade schreiben.

Plötzlich werden die Bilder im Kopf mit der Wirklichkeit konfrontiert!
Wäre schon interessant zu sehen, was unsere Fantasie für Purzelbäume schlägt?
Und natürlich wäre es noch interessanter zu wissen, wer bezüglich seiner Daten, seines Alters u.s.w. hemmungslos geschummelt hat?

"Lügen haben kurze Beine!" heißt es, und das bedeutet letztlich, dass Schummler sich NIE leibhaftig über den Weg laufen dürfen, weil sonst die Tarnung auffliegt.

Camouflage!.....Wie im Agententhriller.

Sich die Chance nehmen, Menschen, die man evtl. interessant findet, nicht in sein reales Leben mitnehmen zu dürfen?
Sich selbst zur Unbeweglichkeit verurteilen, Spontaneität unmöglich?
Seltsam eigentlich diese Handlungsweise für Leute, die doch offenbar Kontakte suchen!?

Das verstehe, wer kann, ich nicht.

Oder ist es vielleicht die einzige und letzte Chance, einmal das zu sein und zu tun, was man schon immer wollte - und nie konnte/war?........Wer weiß das schon?

So Gedanken halt, die kommen wenn das Internet-Forum Sand im Getriebe hat.
Gut, dass mein reales Leben mich fordert - wer weiß, was mir sonst noch alles durch den Kopf geistern würde.

Zum Schluss hätte ich vielleicht auch - Sand im Getriebe.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen sonnigen Tag!

 

von madame federkiel
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Dienstag, 30. dezember 2008

Das Jahr
ob's für uns nun ein
gutes oder schlechtes war,
neigt unausweichlich sich dem Ende zu.
Legt sich's zur Ruh'
folgt stets das neue.
Ob dieses gut, ob schlecht,
und ob ich mich drauf freue?
Ich weiß nicht recht,
hab' ich denn eine Wahl?
Na, sehn wir mal....
Auf alle Fälle stossen wir drauf an,
das Schlechtes
nur noch besser werden kann!

madame federkiel wünscht allen,
die feucht ins neue Jahr rein rutschen,

und
'n Lütten aus der Buddel lutschen,
dass sie nicht auf die Nase fallen! 
©mf
;o))
Hier 
zur Feier des Tages ein Lied
und
HAMBURG, meine Perle.
Na dann feiert man schön!

von madame federkiel
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Freitag, 14. november 2008

2. November 1988, der Computerwissenschaftler Robert Morris, damals Student, lässt den später nach ihm benannten „Morris-Wurm“ auf die damals ca. 60.000 (!) Rechner des Internets los.
Somit feiert der gemeine Internet - WURM dieser Tage seinen 20. Geburtstag.

Morris wollte eigentlich mit dem vom "Massachusetts Institute of Technology (MIT)" aus gestarteten Wurm nach eigenen Angaben nur die Größe des damaligen Internets abschätzen, doch löste er einen totalen Crash bei den angeschlossenen Computern aus.
Wie der Besen im "Zauberlehrling" geriet sein „Geschöpf“ aber außer Kontrolle. Tausende von Computern, waren ausschließlich mit der Verbreitung neuer Wurmkopien beschäftigt und damit "lahmgelegt". Als erster Mensch wurde Morris, der dennoch danach zum außerordentlichen Professor am MIT aufgestiegen ist, 1990 nach dem US-amerikanischen Anti-Hacker-Gesetz verurteilt.

Seit damals gab es unzählige Wurm-Attacken. Der neueste Wurm-Weg auf die Rechner ist auch schon vorgezeichnet - setzen sich Betriebssysteme wie iPhone oder Googles Android auf dem Markt durch, könnten Handys bald im Mittelpunkt von Wurm-Angriffen stehen.
Wenn es dann "diese Nummer ist ewig besetzt" heißt, könnte es sich dabei um eine Wurmkrankheit handeln.
von madame federkiel
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Freitag, 10. oktober 2008
Hätten Sie das gedacht!
Allen Herabwürdigungen der SPD zum Trotz fand eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin heraus, dass "DIE LINKE" in den vergangenen Jahren Rückhalt in ALLEN sozialen Schichten der Bundesrepublik gewonnen hat.

Anders als oft unterstellt, kommen die Anhänger der Partei eben nicht ausschließlich aus den einkommensschwachen Bevölkerungsteilen!

Während sie im Osten Deutschland überwiegend gut situierte und gebildete Unterstützer haben, kommen auch im Westen die Anhänger aus allen Einkommensgruppen.

Hängt das vielleicht mit der Anatomie zusammen, fragt sich die unparteiische madame federkiel?
Das Herz schlägt meistens links, so man noch eines hat.


von madame federkiel
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Mittwoch, 24. september 2008

Unsere Persönlichkeit ist die Summe unserer Erfahrungen und wie/ob wir diese umsetzen.

Herzensbildung wird meines Erachtens viel zu sehr unterschätzt und ist für's  "Miteinander" und die Charakterbildung fast noch wichtiger, als Schulbildung.
Viele Menschen haben diese Art Zuwendung und Lebenshilfe ihrer Familie aber nicht erfahren dürfen.

Ein Mensch ist klug, wenn er seine Grenzen erkennt, akzeptiert und im Rahmen seiner Möglichkeiten optimal handelt.
 
Viele unsichere Menschen handeln jedoch nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" und gehen ständig davon aus, dass man ihnen ans Leder will, weil sie offenbar unfähig sind zu realisieren, weshalb sie immer wieder Wind von vorne kriegen.
Sie sind lernunfähig und deshalb ist leider auch jede Diskussion mit ihnen über ihr Verhalten zwecklos. 

Aber wenn die einzige Erkenntnis, die Leute aus ihren Erfahrungen ziehen die ist, dass man erst dann aufhören muss (oft tun sie es nicht einmal dann!), wenn es richtig weh tut, welche Persönlichkeit sollen sie dann entwickeln?


Deshalb ist ihre Verhaltensweise auch nicht einfach so zu verurteilen, sondern sie sind eher zu bemitleiden, ob ihrer Unfähigkeit und Intoleranz.

Früher habe ich meine Wortwaffen geschliffen und habe diese Leute ausgezählt! Aber wenn man merkt, dass sie eigentlich keine Gegner sind und gar nicht anders können, ist das Zeit- und Energieverschwendung und macht nur schlechte Laune.

Zu dieser Erkenntnis u.a. hat mir die Summe meiner Erfahrungen verholfen.
von madame federkiel
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Montag, 25. august 2008
Der Begriff  FREIHEIT hat in den verschiedenen Kulturkreisen sehr unterschiedliche Bedeutung, wird reichlich überstrapaziert  und muss für vieles herhalten, was eigentlich eher unter die Begriffe Individualismus und Egoismus fällt.

Die Ressourcen werden knapper, wir müssen uns dringend einschränken, ABER wo bleibt da unsere FREIHEIT?

Freiheit bedeutet für die meisten Menschen unseres Kulturkreises in erster Linie Konsum - ohne Wenn und Aber.

Es geht nicht darum, ob sie das was sie kaufen wirklich brauchen, sondern ob sie "Lust" darauf haben.

Was interessiert da, dass für Herstellung und Vertrieb z.B. eines "Schokoladenspringbrunnens", der nach 3 x Benutzen in irgend einer Ecke vergammelt, Material und Energie verbraucht wurde, die uns bald für Wichtigeres fehlen werden.

Es interessiert auch nicht, dass von dem Geld, das man für überflüssigen "Spaß" ausgegeben hat, am anderen Ende der Welt viele Menschen hätten leben können, die jetzt verhungern müssen.

Das Auto gar ist die heilige Kuh, das Statussymbol, ohne dass viele "völlig bewegungsunfähig" und nackt im Wind stünden.

Was interessiert da schon, dass man aus Öl Wichtigeres als Brennstoff machen könnte? Dass die Zahl der Asthma-Kranken und Pseudo-Krupp-Kinder in den Städten heftig ansteigt? Was bedeutet schon saubere Luft gegen SPAß
?

Man kauft und kauft und.....wundert sich,
wie Generationen vor uns ohne diese riesige Ansammlung von Kinkerlitzchen und Wohlstands-Müll leben konnten?! 
Ganz einfach;
sie hatten SICH, die
Familie, viel Natur und das gesellige Beisammensein mit Freunden.

Und wir, was haben wir, wenn man mal unsere ganzen
Frustkäufe und Image-Pflegeartikel weglässt????
Wir haben tausend Entschuldigungen für unsere Bequemlichkeit, Rücksichtslosigkeit und Verantwortungslosigkeit, für die wir den Begriff FREIHEIT missbrauchen!

Dazu mal diese kleine Geschichte, die mir irgendwann im
wild wabernden web zugelaufen ist  - so als kleine Nachdenk-Hilfe:

 
Der Fischer und sein Boot

Es war einmal ein Fischer, der neben seinem Fischerboot seine Siesta hielt. Er schaute aufs tiefblaue Meer, hörte dem leisen Rauschen der Wellen zu und schlief dann friedlich im schützenden Schatten seines Bootes ein.

Nach einiger Zeit kam in der heißen Mittagszeit ein Tourist vorbei, bewaffnet mit einer Kamera, und bestaunte den Fischer. Er zückte seine Kamera und begann, den Fischer von allen Seiten zu fotografieren. Von dem Klicken der Kamera wachte der Fischer auf und öffnete langsam seine Augen, um zu sehen, wer ihn denn bei seiner wohlverdienten Siesta störte. Als er den Touristen erblickte, bot er ihm eine Zigarette an und fragte ihn mit einem Lächeln, warum er ihn denn so oft fotografiert habe.

Der Tourist antwortete:
„Ich habe mich gefragt, woher Sie die Ruhe nehmen, sich mitten am Tag hier auszuruhen. Warum fahren Sie nicht hinaus, um Fische zu fangen? Sie müssen doch auch Geld verdienen, um Ihre Familie zu ernähren!“

Der Fischer zuckte nur mit den Schultern und antwortete:
„Ich bin heute morgen schon hinausgefahren und habe einen guten Fang gemacht.“

Doch der Tourist ließ nicht locker:
„Aber wenn ich Sie wäre, dann würde ich noch einmal rausfahren. Sie könnten dann noch mehr Fische fangen und diese vielleicht für schlechtere Zeiten einfrieren ...“


Der Fischer lächelte noch einmal, und bevor er antworten konnte, fuhr der Tourist fort:
„Stellen Sie sich doch einmal vor: Wenn Sie öfter am Tag rausfahren würden, könnten Sie die ganzen Fische, die Sie fangen, verkaufen und sich schon bald ein zweites Fischerboot zulegen. Und die Fische, die Sie dann mit beiden Fischerbooten fangen, könnten Sie wieder für gutes Geld verkaufen. Auf das zweite Boot würden ein drittes, ein viertes und noch viele mehr folgen. Auf diese Weise könnten Sie dann schon bald eine ganze Fischerflotte aufs Meer schicken. Und in ein bis zwei Jahren, wenn Ihnen dann vielleicht alle Boote hier auf der Insel gehören, kaufen Sie sich einen Hubschrauber und kontrollieren dann nur noch Ihre Fischerboote, die auf dem Meer die Arbeit für Sie erledigen. So bräuchten Sie bald fast gar nicht mehr zu arbeiten und könnten sich ausruhen und Ihr Leben genießen ...“

Der Fischer hob seine Augenbrauen, lächelte und antwortete gelassen:
„Aber das tue ich doch jetzt schon ...“

In diesem Sinne wünscht madame federkiel ihren Lesern viel Freude an der Natur mit Familie und/oder Freunden.

von madame federkiel
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Samstag, 19. juli 2008

Neben der Ausstellung eines populären Künstlers, die ich im letzten Jahr besuchte, lief im gleichen Haus eine Ausstellung geistig und psychisch eingeschränkter Künstler.

Ich fand diese Kombination sehr gut, denn sonst hätten wohl nicht so viele Menschen diese erstaunlichen, meines Erachtens teilweise außerordentlich guten Werke gesehen.

Ein "Kunstwerk" blieb mir besonders im Gedächtnis, das mich einerseits erst zum Rätseln, dann zum Lachen brachte.

In der Ecke eines Raumes waren kleine Papierschnipsel - hauptsächlich aus zerrissenem Zeitungspapier bis zu einer Höhe von ca. 1,50 m kegelförmig aufgeschichtet.

Eigentlich blieb jeder davor stehen und fragte sich, was das wohl darstellen sollte?

Auf einem kleinen Schild, das darüber angebracht war, stand:

EIN HAUFEN ARBEIT!

Ich habe selten so viele Menschen schmunzelnd von dannen ziehen sehen, wie bei diesem "Kunstwerk".

Allein die Idee, die Art der Umsetzung, die Mühe, die für diese Künstler unzweifelhaft darin steckte, und der Humor, der daraus sprach, fand ich super!

Das Kunst nicht immer gefällig ist, ist eine andere Sache. Aber ein Spiegel der Zeit ist Kunst immer und eine eigene Form, sich mitzuteilen. Kunst sollte berühren, Fantasie wecken, zum Nachdenken und Diskutieren einladen.


Dass mir dieser "HAUFEN ARBEIT" bis heute nicht aus dem Sinn geht und ich immer wieder Schmunzeln muss, wenn ich daran denke, zeigt mir, dass dieses kleine, einfache Kunstwerk genau das hatte, was Kunst ausmacht!

von madame federkiel
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