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Nun mal im Ernst!

Freitag, 6. november 2009

Zwei Frauen mit völlig unterschiedlichem kulturellen Hintergrund - eine afghanische Ex-Politikerin und eine deutsche Armee-Ärztin -  erzählen, wie sie die Situation in Afghanistan erlebt haben.


Malalai Dschoja (Joya), afghanische Ex-Politikerin zur Lage ihres Landes
Ein Interview mit der Demokratieaktivistin Malalai Dschoja, die sich nicht fürchtet - trotz Drohungen - die US-Besatzung und lokale Kriegsherren herauszufordern.

Malalai Dschoja ist eine der führenden demokratischen Aktivistinnen Afghanistans. 2005 wurde sie ins Afghanische Parlament gewählt. Sie war die jüngste Person, die je in das Afghanisches Parlament gewählt wurde. 2007 wurde sie aus dem Parlament verbannt, nachdem sie die Warlords und deren Verbündete in der Regierung angegriffen hatte.
Nachzulesen HIER


Bundeswehrärztin u. Afghanistan-Rückkehrerin Heike Groos

im Gespräch mit Roger Willemsen
"Wir haben es verpasst, rechtzeitig aus Afghanistan rauszugehen"


Heike Groos ist Notärztin. Sie diente monatelang als Oberstabsärztin der Bundeswehr in Afghanistan.
Als sie 2002 zu ihrem ersten Einsatz in Afghanistan weilt, kommt sich Heike Groos noch vor wie in einem Pfadfinderlager. Die Kameradschaft ist einmalig, die deutschen Soldaten sind gern gesehen, ihr Einsatz auf einem militärischen Notarztwagen Routine und sie hat engen Kontakt zu Krankenhäusern und Arztpraxen.
Ein Jahr später ist alles anders: Im Juni 2003 sprengt ein Selbstmordattentäter sich und einen Bus mit Bundeswehrsoldaten in die Luft. Sie muss die Verletzten versorgen und die Toten bergen. Von da an ist alles anders und für sie steht fest: "Es herrscht Krieg." Die Gefahr, erschossen zu werden oder in die Luft zu fliegen, ist allgegenwärtig. Wie dieses Attentat die Soldaten, ihren Einsatz als Ärztin, ihr Leben und das ihrer Familie verändert hat, schildert Heike Groos eindringlich und anschaulich.
Und sie fordert einen angemessenen Umgang mit den traumatisierten Soldaten, den deutschen Veteranen aus Afghanistan.

2007 quittiert sie den Dienst. Sie schrieb ein Buch über ihre Erlebnisse am Hindukusch:
"Ein schöner Tag zum Sterben. Als Bundeswehrärztin in Afghanistan"
Heute lebt sie mit ihren Kindern in Neuseeland.

Wie Heike Groos die Situation vor Ort in Afghanistan erlebt hat, was sie von den Medienberichten hält ist nachzulesen HIER


 

von madame federkiel
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Freitag, 30. oktober 2009

Morgen ist mal wieder Reformationstag. Martin Luther soll am 31.Oktober 1517 seine 95 Thesen an die Wittenberger Kirche geschlagen haben und bekam damit reichlich Ärger mit der katholischen Kirche.

Auslöser für Luthers Unmut aber war, dass die Kirche Geld für den Bau des Petersdoms brauchte und sich das Geld mit einer ungewöhnlichen und bei den frommen Männern sehr beliebten Geschäftsidee beschaffte, bei der man NICHTS verkaufte, und dafür viel einnahm - also die ultimative Krönung kapitalistischen Handelns.


Das Ganze nannte sich "Ablasshandel" und funktionierte nur dadurch, dass Leute sich unmoralisch verhielten, also "sündigten".

Je nach schwere des Vergehens drückten sie dann entsprechende Summen an den Klerus ab und wurden daraufhin von ihren Sünden freigesprochen.


Genau dadurch  kam mir die zündende Idee, wie wir aus der augenblicklichen Wirtschaftskrise herauskommen, denn in schweren Zeiten muss man zu ungewöhnlichen Mitteln greifen!

Reiche Sünder haben wir doch nun wirklich genug und unsere herrlichen und dämlichen Politiker haben zu große Skrupel, es sich mit dieser Klientel zu verderben, da die wechselseitige Abhängigkeit wohl unbestritten sein dürfte.


Bieten unsere Staatsbediensteten aus der oberen Regierungs-Etage den "vom Wege des Anstands abgekommenen" Managern doch einfach an, sich von der Schwere der aufgeladenen Schuld FREIZUKAUFEN!

Da es den Sündern ganz offensichtlich nur um den Spaß der Zockerei geht und sie nicht die blanke Not getrieben hat, wäre so ein "Ablasshandel" ein gutes Geschäft für den Staat, denn Knete ist reichlich vorhanden.


Geläutert wird sowieso keiner der Verursacher dieser Wirtschaftskrise, die Zockerei geht ja schon fröhlich weiter. Aber dieses Gewürm müsste sich nicht mehr drehen und winden und könnte erhobenen Hauptes an ihr schmutziges Handwerk gehen.


Schauen wir zurück in die deutsche Geschichte, so sehen wir, dass Martin Luther der Kamm hauptsächlich wegen des schmutzigen Ablasshandels der Kirche geschwollen ist.

Ich glaube nicht, dass Luther - lebte er  heute - viele Freude an den heuchlerischen "Herrschaften" und Leistungsträgern in Politik und Wirtschaft hätte....
von madame federkiel
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Sonntag, 20. september 2009


Nicht nur in der Geschäftswelt, auch im täglichen Leben begegnen mir immer mehr seltsame Buchstabenformationen - Kürzel - mit denen ich nichts anfangen kann.

Zwar weiß ich mittlerweile, dass es nicht unbedingt neue Berufe sein müssen, wenn mir irgendwelche anglophilen Berufsbezeichnungen serviert werden und wenn mich das nicht gerade nervt, verleitet mich dieser hilflose Versuch, Weltgewandtheit zu demonstrieren, zum Schmunzeln.


Aber Kurzformen wie ASAP = as soon as possible/ so schnell wie möglich,
FYI = For Your Interest/Information /Zur Information oder
T2DU
= Things To Do Urgently /muss dringend erledigt werden, empfinde ich gelinde gesagt als Respektlosigkeit.


Es ist eine Binsenweisheit, dass ein Geschäftsbrief so lang wie nötig und so kurz wie möglich sein soll.

Aber zu erwarten, dass mein Gegenüber nicht nur des Englischen mächtig zu sein hat, sondern sich auch noch das Lesen/Sprechen ganzer Sätze abgewöhnen soll, um mich zu verstehen, ist ganz schlechter Stil und bei wirklich seriösen Firmen auch verpönt.


Der erwähnte Aküfi = Abkürzungsfimmel macht die Korrespondenz nicht einfacher, sondern stiehlt dem Empfänger sogar Zeit, weil es ihm Kopfzerbrechen bereitet und er erst auf die Suche nach Übersetzung gehen muss.

Nun kann man ja meinen, dass ich vielleicht nicht auf der Höhe der Zeit bin und nicht aufgeschlossen genug!?

Man zeige mir jene Menschen in Deutschland, die ihre Zeit damit totgeschlagen haben, die 40.000 Abkürzungen (!!!), die der DUDEN zur Zeit aufgelistet hat, auswendig zu lernen!!!
Zu viele und ähnliche Kürzel machen die Verständigung nicht einfacher, sondern komplizierter.


Was man im firmeninternen Schriftverkehr macht, ist die eine Sache; in Geschäftsbriefen ist es nicht nur unhöflich, es führt oft auch zu Missverständnissen.


Es erschließt sich mir auch nicht, was der Vorteil dabei ist, z. B. das Kürzel "T2DU" zu verwenden, wenn es ein "EILT!" bisher auch getan hat?


MfG
ist in Geschäftskorrespondenz absolut tabu und ich freue mich weiterhin über einen "Lieben Gruß", weil das für mich immer noch persönlicher rüberkommt als "LG".


Und zu ASAP und Co. sage ich nur eines: G2G = Got To Go / das muss weg!


In diesem Sinne wünsche ich noch einen schönen, sonnigen Tag.

Mehr gängige Abkürzungen HIER
und ein Kürzel-Entschlüssel-Schlüssel HIER
von madame federkiel
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Donnerstag, 10. september 2009

Die fünf Grundpfeiler der Freimaurerei sind bis heute:
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität.
Im Gegensatz zu den tollen Parteiprogrammen unserer etablierten Parteien (z.B. das Ahlener Programm von 1947 der Christlichen Union) leben die Freimaurer auch seit Entstehung ihrer Logen im 14. Jahrhundert nach ihren Grundsätzen.
Und das trotz Repressalien und über die Grenzen aller Religionen und gesellschaftlichen und kulturellen Unterschiede hinweg.

Für mich ein Grund, mich ein wenig genauer mit den Freimaurern zu beschäftigen.
Folgende Kurzbeschreibung fand ich beim Orgenda-Verlag

Wer sind die Freimaurer?

Die heute noch existierenden Freimaurer gingen aus den Steinmetz-Bruderschaften und Bauhütten des Mittelalters hervor, aus Zusammenschlüssen von Menschen aus Bau-Berufen. Freimaurer wollen „das Gute in der Welt vorantreiben“. Ihre Mitglieder streben nach menschlicher Vervollkommnung. Sie orientieren sich an den Idealen der Aufklärung. Ihnen sind Werte wie Brüderlichkeit, Gleichheit, Toleranz und Hilfsbereitschaft sehr wichtig.

Damit lagen die Freimaurer zum Beispiel zu Mozarts Lebzeiten (1756-1791) im Trend: Zwischen Adel, Klerus und Bürgertum gab es Spannungen, die Gesellschaftsstruktur stand in der Kritik. Viele, die sich für Veränderung einsetzten, waren mit ihren Zielen denen der Freimaurer nahe. Gerade in Wien, wo Mozart lebte, konnte es sogar klug sein, einer Loge beizutreten, um gesellschaftliches Ansehen zu genießen. Heute erhoffen sich viele durch die Aufnahme in eine Loge das gesellige Beisammensein in einer Bruderschaft – Freimaurer nennen sich gegenseitig „Brüder“. Im 19. Jahrhundert war das wohltätige Engagement der Freimaurer sehr bedeutend. Spenden an karitative Einrichtungen sind noch üblich.

Die Freimaurer bezeichnen sich als weltweite humanitäre Initiationsgemeinschaft. Der Begriff Initiation kommt aus dem Lateinischen. Die Gemeinschaft setzt ihn mit „Eingang“ oder „in etwas hineingehen“ gleich. Das bedeutet, dass die Freimaurer einen Außenstehenden durch einen rituellen Akt aufnehmen.

Ansonsten sind Freimaurer-Logen wie Vereine aufgestellt, in Dachverbänden – Großlogen – schließen sich mehrere Gemeinschaften zusammen. Der Begriff Loge (französisch für: abgeschlossener Raum) bezeichnet Vereinigungen, die sich nach außen hin in gewissem Maße abgrenzen. Denn: Die Treffen der Freimaurer-Gemeinschaften finden hinter verschlossenen Türen statt – das vermittelt den Anschein eines Geheimbundes. Als solcher sahen ihn die Menschen im 18. Jahrhundert auch an. Ein Freimaurer ist zur Verschwiegenheit verpflichtet und darf nichts über Rituale oder Erkennungszeichen nach draußen tragen. Nur so sei es möglich, innerhalb der Gemeinschaft Ideen und Meinungen frei auszutauschen. Heutzutage präsentieren sich Freimaurerlogen im Internet und laden Gäste zu ihren Zeremonien ein.

Mehr Informationen zur Freimaurerei findet man HIER


Leider dürfen Freimaurer keine Politik machen. Der Grund; in allen Lehrarten sind Streitgespräche über Parteipolitik oder Religion (besonders konfessionelle) verboten. Dieses Verbot wurde erstmals in den Alten Pflichten schriftlich manifestiert. Die Alten Pflichten  wurden im Auftrag der "Ersten Großloge von England" von Prediger James Anderson verfasst, 1723 veröffentlicht und gelten bis heute als freimaurerisches Grundgesetz für alle Freimaurerlogen. In den Alten Pflichten heißt es:

"Auch sollt ihr nichts tun oder sagen, das verletzen oder eine ungezwungene und freie Unterhaltung unmöglich machen könnte. Denn das würde sich nachteilig auf unsere Eintracht auswirken und den guten Zweck vereiteln, den wir verfolgen. Deswegen dürfen keine persönlichen Sticheleien und Auseinandersetzungen und erst recht keine Streitgespräche über Religion, Nation oder Politik in die Loge getragen werden."

Ach ja....seufz...das Leben könnte so schön sein, gäbe es mehr solcher Männer.


von madame federkiel
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Donnerstag, 20. august 2009


Immer wenn es auf Wahlen zugeht in diesem Lande, kommen Begriffe hoch, zu denen unserer derzeitigen Gesellschaft ganz offensichtlich der Bezug fehlt. Da fallen dann schon mal Begriffe wie "Arbeiterpartei", "Solidarität", "Arbeiterklasse", "Klassenkampf".

Sonst scheint es so, als ob das vergangene Jahrhundert, was die gesellschaftliche Entwicklung betrifft, so schnell wie möglich vergessen werden soll.

Lediglich die Zeit des Dritten Reiches, nach Kriegsende gezielt ignoriert und nie wirklich aufgearbeitet, findet zur Zeit rückblickend im TV statt - so distanziert, als wenn es nicht ein wichtiger Teil unserer eigenen Geschichte wäre. Irgendwie war das ein anderes Volk....damals.


Mit "Solidarität" können zumindest Papas Kinder noch was anfangen, Opas Enkel, die mit "Geiz ist Geil" aufwachsen, schon nicht mehr.

"Arbeiterklasse" und "Klassenkampf"?!  Das sind Fremdwörter geworden in einer Zeit, wo der überwiegende Teil der Bevölkerung zwar nicht alles gutheißt, was dreiste Rahmabschöpfer wie Zumwinkel und Co. in Politik und Wirtschaft anstellen um sich die Taschen zu füllen, aber fast alle an deren Stelle sein möchten. Neidkultur statt Solidarität.

Spätestens damals, als auch Handwerker endlich ihren Lohn monatlich statt wöchentlich ausgezahlt bekamen und sich ab dann wie Angestellte fühlten, hatte sich für die meisten von ihnen das Thema Klassenkampf erledigt.
Angestellte hatten schon vorher Probleme damit, sich der Arbeiterklasse zugehörig zu fühlen. Dabei ist Arbeit Arbeit, egal ob auf dem Bau oder im Büro.

Was will man mit Menschen machen, die sich krumm legen, nur um DINGE zu kaufen, mit denen sie andere Menschen beeindrucken können? Die sich selber zu Humanressourcen und Konsumenten degradieren lassen ohne zu murren? Solange sie von morgens bis abends um das goldene Kalb tanzen, stehen sie wohl kaum für solidarische Aktionen zur Verfügung.

Gnadenloser Individualismus und rücksichtslose freie Entfaltung der Persönlichkeit stehen Werten wie Verantwortung, Anstand und Gemeinwohl entgegen.

Arbeiterklasse? Ohnehin gibt es für mich nur Menschen, die fähig sind, sozial zu handeln und solche, denen das Wohl anderer Menschen egal ist. Leider gibt es von letzteren zu viele, und das quer durch alle Bevölkerungsgruppen.

Arbeiterklasse? Klassenkampf? Relikte aus einer anderen Zeit. Heutzutage reicht es gerade noch zum Jammern und Meckern!

von madame federkiel
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Dienstag, 21. juli 2009
21.07.2009 | 17:05 Uhr
Nachterstedt (dpa) - Wegen der Gefahr weiterer Erdrutsche kann das Unglücksgebiet in Nachterstedt (Sachsen-Anhalt) vermutlich nie mehr bewohnt werden.

Zwei Nachrichten nach diesem schrecklichen Ereignis empören mich! Da ist zum Einen  der Selbstlob der LMBV, die sich offenbar sehr großartig vorkommt, dass sie für die Opfer der unbewohnbaren Häuser die Mietzahlungen erst einmal übernimmt!

"Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), die den Tagebausee flutet, bekräftigte, dass es schnelle Hilfe für die Bevölkerung geben werde. Im Rathaus seien erste Bargeldbeträge an die Betroffenen ausgezahlt worden, sagte Mathias Siebert von der LMBV. Über die Höhe sei Stillschweigen vereinbart worden. In der Übergangszeit will das Unternehmen auch die Mietzahlungen übernehmen."

Zum Anderen die Aussage eines Mitarbeiters des Vorbesitzers, der im Fernsehen sinngemäß tönte, dass "Sie" (Firma? Gesellschaft?) zwar noch Inhaber dieser Anlage seien, aber nicht mehr die Besitzer und deshalb nicht mehr für Pflege und Kontrolle verantwortlich.

Man kann nur hoffen, dass das aus dem Verkaufsvertrag auch deutlich hervorgeht und nicht letztlich keiner mehr verantwortlich ist.

Ich glaube, dass viele Menschen, die über ehemaligen Bergbauanlagen wohnen, das nackte Grauen packt, beim Anblick dieser Bilder von Nachterstedt. Auch viel Vertrauen darin, dass das Wohl der in solchen Gegenden lebenden Menschen auch dann noch von Interesse ist, wenn man kein Geld mehr mit solchen Anlagen verdienen kann, ist den Berg runter gegangen.


von madame federkiel
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Samstag, 18. juli 2009

dieses Landes, aber nicht für die Menschen!


Mit Blick auf die Wahl sprechen die Politiker gerade in letzter Zeit - allen voran unsere Bundeskanzlerin - zu den Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes und versprechen, für deren Wohlergehen zu sorgen.

Warum das bei jeder Wahl so ist, und dass nicht das Wohlergehen der Bevölkerung gemeint ist, sondern lediglich das einer bestimmten Gruppe, sollten wir uns vergegenwärtigen, bevor wir zur Wahl gehen.

Auch wenn wir dem Gesetz nach "Staatsbürger" dieses Landes sind, hat das mit dem, was der Begriff "Bürger" meint, nichts zu tun.

Der gemeine Staatsbürger wird lediglich ruhiggestellt, damit er den Bürgern nicht ins Handwerk pfuscht.

Nicht nur unsere "bürgerlichen" Gesetze, auch sämtliche staatlichen "sozialen" Leistungen sind unter diesem Aspekt zu betrachten und werden dadurch nachvollziehbar.


Dass diese Staatspolitik früher oder später zu solchen Krisen führt, wie wir sie gerade erleben und deren Folgen dann der "gemeine Staatsbürger" gerne tragen darf, ist die logische Folge und ökonomisch vorprogrammiert. Früher oder später muss eine derartige Politik zum Zusammenbruch des ganzen Systems führen.

Warum eine solche Politik infrage gestellt werden muss und in hohem Maße unökonomisch ist, darüber werde ich mich demnächst auslassen.

Falls jemand meint, dass meine Auslegung des Begriffes Bürger sehr subjektiv ist, dem möchte ich die Definition der Bundeszentrale für politische Bildung empfehlen.
Diese definiert den Begriff Bürger wie folgt:

Bürger/Bürgertum

In der Antike eine durch Geburt erworbene Zugehörigkeit zu den mit politischer Entscheidungsgewalt ausgestatteten Personen; im Mittelalter die freien, vollberechtigten Bewohner einer Stadt (zunächst Gewerbetreibende, Kaufleute), die (neben Adel und Klerus) einen eigenen sozialen und politischen Stand bildeten.

Die Zugehörigkeit zum B. war mit bestimmten Privilegien verbunden, das B.-Recht war erblich (keine B.-Rechte besaßen z.B. Juden, Arme, Gesinde).
Während des Absolutismus wandelte sich der Begriff des Bs., das nun u.a. auch Verleger, Bankiers und Angehörige gelehrter Berufe einschloss und zum Träger der technischen und wirtschaftlichen Entwicklung wurde.

Mit der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika, der Französischen Revolution und der Anerkennung der allgemeinen Menschen- und Bürgerrechte begann das klassische Zeitalter des Bürgertums.
Die Entwicklung der Nationalstaaten und der Niedergang des Bürgertums als sozialem Stand führten zur schrittweisen Ablösung des Begriffes B. durch die Bezeichnung Staatsbürger.
Ugs. verweist der Begriff auch heute noch auf die soziale Mittelschicht.
!
Nachzulesen HIER


Das Gros unserer Gesellschaft aber sind Menschen.
Ohne sie gäbe es weder diese Mittelschicht noch deren Mittel, auch keine Steuern für den Staat.

Bei Wahlen zu zeigen, was man von der politischen Leitung unserer angeblichen "Leistungsträger" hält, dazu haben wir die Demokratie. Ihre Möglichkeiten zu nutzen,
braucht Selbstbewußtsein und Flexibilität!
Menschen, die sich aus dieser Verantwortung stehlen, haben selber Schuld und irgendwann nicht einmal mehr das Recht und die Möglichkeit zu meckern!


von madame federkiel
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Dienstag, 30. juni 2009
einen guten Freund...
unsere wunderschöne Erde?
von madame federkiel
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Dienstag, 23. juni 2009
Ein interessanter Kommentar eines Israelis aus der Ha'aretz!

Auch wir "satten" Europäer sollten angesichts der Situation im Iran nachdenklich werden und endlich realisieren, dass man Demokratie schätzen und pflegen muss, damit sie Bestand hat.

Die Art unserer Bevölkerung, sich zurückzulehnen, ab und zu etwas zu meckern, aber aus Feigheit und/oder Bequemlichkeit unsere Rechte nicht einzufordern und damit zu sichern, ist erschreckend und naiv zugleich.


von madame federkiel
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Donnerstag, 11. juni 2009
In seiner Grundsatzrede an die muslimische Welt macht Präsident Obama klar, dass er eine neue Art der Beziehung anstrebt. Die Zeit der politischen Blankoschecks an Israel ist vorbei. Er forderte einen wirklichen Stopp des israelischen Siedlungsbaus auf palästinensischem Boden.

Obama bedarf der Unterstützung der Weltöffentlichkeit, um den Widerstand in Israel und Washington zu brechen. Unterstützen Sie Obamas Forderung nach einer Abkehr der expansiven Siedlungspolitik.

Unterzeichnen Sie HIER diese Petition und schließen Sie sich Obamas Worten an.
von madame federkiel
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