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Meine unmaßgebliche Meinung

Mittwoch, 18. november 2009

Horrormeldung in den Nachrichten:

"Im Jahr 2050 ist ein Drittel unserer Bevölkerung älter als 60 Jahre. Im gleichen Zeitraum reduziert sich die Bevölkerung um knapp 10 Millionen."

HILFE! WIR STERBEN AUS! Oder doch nicht?

Der Historiker Thomas Etzemüller, Juniorprofessor für Zeitgeschichte in Oldenburg, macht deutlich, wie alt das Horrorszenario eigentlich ist:

aufgrund der höheren Lebenserwartung weitet sich die Spitze der Bevölkerungspyramide aus.

Etzemüller kritisiert, dass der demographische Diskurs "eine Wissenschaft der Angst" sei, in der die Apokalypse der Welt gepredigt werde, ohne jemals wahr geworden zu sein.

Nach Prognosen aus dem Jahre 1919 hätte die Bevölkerung schon im Jahre 1975 überaltert sein müssen. Großstädte wie Berlin, so hieß es damals, seien buchstäblich vom Aussterben bedroht.

Etzemüller macht deutlich, dass das Bild vom Bevölkerungsaufbau als Pyramide jedoch keine natürliche Begebenheit ist, sie werde nur immer wieder als Idealzustand von den Bevölkerungswissenschaftlern dargestellt. In Wirklichkeit ist nach Auffassung von Etzemüller die Pyramide aber eine Ausnahmeform des 19. Jahrhunderts, als die Kindersterblichkeit rapide gesunken war. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich der Bevölkerungsaufbau jedoch immer wieder gewandelt.

Schon früher hat es berühmte Fehleinschätzungen gegeben. Adenauers "Kinder kriegen die Leute immer" oder Blüms "Die Rente ist sicher" gehören dazu.

Auch heutige Parolen wie "Die Deutschen sterben aus" oder "Rente gibt es bald nicht mehr" greifen zu kurz. Professor Bomsdorf, Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik an der Universität Köln: "Jede Elterngeneration reproduziert sich zu zwei Dritteln. Es wird weniger Menschen in Deutschland geben, aber die Deutschen sterben nicht aus."

Die Prognose der Angst; Kinder, die heute nicht geboren werden, fehlen morgen als Arbeitskräfte. Und wer soll dann all die Menschen versorgen, die spätestens ab 2030 scharenweise in Rente gehen werden?

Professor Gerd Bosbach, Wirtschafts- und Sozialstatistiker an der Fachhochschule Remagen widerspricht: "Die Meldung ist eine glatte Lüge. Erstens haben allein zehn europäische Länder eine niedrigere Geburtenrate als Deutschland, und zweitens ist diese Zahl bei weitem nicht neu. Bereits seit 1970 stagniert die Geburtenrate in Deutschland." Die Berechnung der zukünftigen Belastungen hält er zudem für falsch oder zumindest ungenau: "Dabei wird häufig übersehen, dass nicht nur Alte sondern auch Arbeitslose und Kinder versorgt werden müssen. Wenn es zukünftig aber weniger Kinder und weniger Arbeitslose gibt, ist die Belastung durch mehr Rentner nur noch halb so dramatisch."

"Wenn die Renten- und Gesundheitskassen zukünftig leer sein werden, dann nicht deshalb, weil wir zu wenig Kinder haben, sondern weil die, die wir haben, nicht gut genug ausgebildet sind und dann keine Arbeit finden."

Und genau darum geht es; die Demografen können zwar die Daten auswerten, die sie haben, doch damit sind längst nicht alle Aspekte abgedeckt, Hellsehen können sie nicht, die Bildungspolitik beeinflussen auch nicht.

Nehmen wir einmal die Tatsache, dass heute bereits viele Kinder übergewichtig sind, unsere Essgewohnheiten und die Art unserer Ernährung sich innerhalb der letzten 30 Jahre enorm gewandelt haben und weiter im Wandel sind, ist völlig unklar, wie viele der heute 20-jährigen überhaupt das Rentenalter erreichen?

Genauso gut kann es aber sein, dass sich der Trend  zum gesünderen Leben und zu mehr Bewegung durchsetzt.

Die Folge kommentiert Professor Bomsdorf so: " Wenn die Menschen länger leben, länger arbeiten und auch mehr Frauen ins Erwerbsleben einsteigen, droht weder ein Arbeitskräftemangel noch ein Kollabieren der sozialen Sicherungssysteme. "Wenn es ein Drittel zu wenig Kinder gibt, um die gesetzliche Rente zu finanzieren, muss eben ein Drittel der Altersvorsorge privat oder betrieblich finanziert werden."


Geld uneffizient an potenzielle Eltern zu verteilen in der Hoffnung, das wirkt erotisierend genug, die Geburtenzahl in die Höhe zu treiben, anstatt erst einmal in Bildung und Ausbildung bereits existierender Kinder zu investieren, löst bestehende und kommende Probleme sicher nicht.

Unter dem Gesichtspunkt, dass auch unser gesamtes Rentensystem nur auf wackeligen statistischen Erhebungen basiert, war und ist es meines Erachtens unseriös, überhaupt Renten über einen längeren Zeitraum zu garantieren.

Eine menschenwürdige Grundsicherung für ALLE anzustreben, für die jeder arbeitsfähige Bürger unserer Republik anhand Einkommen prozentual die gleiche Leistung bringen muss, unabhängig davon, ob angestellt oder selbständig, wäre ehrlicher.


Verwendete Quellen: ARD und  WDR   

auch lesenswert: SWR und SPIEGEL


von madame federkiel
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Montag, 12. oktober 2009



Auf dem Ohlsdorfer Friedhof gibt es von der Geschwister-Scholl-Stiftung einen Obelisken, der zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus dort errichtet worden ist.

Dort sind die Gräber der Verstorbenen, die die Konzentrationslager überlebt haben.

Es finden sich die Gräber von Sintis, Homosexuellen, Juden, Sozialdemokraten und Kommunisten - alles Menschen, die das Pech hatten, anders zu sein und zu denken, als das faschistische Regime es idealisierte.

Es sind genau diese Menschen, die auch heute noch für viele Leute gerne als "Feindbild" herhalten müssen.

In letzter Zeit lese und höre ich immer öfter eine "Denke" von Leuten, die fatal an das faschistoid-nationalistische Gedankengut des Dritten Reiches erinnert.

Je mehr die Leute fürchten, vom Futtertrog getrennt zu werden, um so leichter sind sie bereit, auf anderen rumzuhacken, anstatt sich die Verursacher von Fehlentwicklungen zu greifen. Zu Letzterem gehört ja auch Zivilcourage und ein Rückgrat.


Da ist es doch viel einfacher, in bester Stammtischpolitikmanier Arbeitslose unisono als Faulpelze zu diffamieren. "Die Ausländer" sind ebenfalls nur hierher gekommen, um unseren Staat auszuplündern und irgendwann ganz zu übernehmen. Den Rest des Elends haben "die Linken" zu verantworten und alle Schwulen sind pervers.


Menschen, die ein solch undifferenziertes "Abnormitäten-Szenario" als Feindbild in ihren Köpfen tragen, machen nicht nur mir angst.

Es scheint, dass die Zeit in diesen alten Köpfen stehen geblieben ist und Demokratie und Toleranz nach wie vor Fremdworte in diesem Land - jedenfalls für immer noch viel zu viele Leute. Leute, die Demokratie weder verstehen, noch sie verdient haben. Schade, dass ausgerechnet die laut und öffentlich rücksichtslos alles niedermachen dürfen, was in ihr beschränktes Weltbild nicht passt!

Der Deutsche Schäferhund ist ein Angstbeißer, und was er nicht einschätzen und nachvollziehen  kann, dass macht ihm angst und wird fortgebissen! Daran hat sich offenbar noch nicht genug geändert.


Was dieses Land dringend braucht, sind Menschen mit Visionen, Menschen die sich trauen, alte Wege zu hinterfragen und neue zu gehen - lauter kleine Obamas....
von madame federkiel
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Dienstag, 29. september 2009

32 Jahren hat er damit kokettiert, offen seine Schuld eingestanden, es aber akribisch vermieden, Verantwortung für seine Tat übernehmen zu müssen.

Nun hat es ihn erwischt. Die Mühlen der Schweiz mahlen zwar langsam, aber......

Ein Aufjaulen von Promi-Kollegen und sogar Politikern ging durch die Medien, die sich dafür einsetzten, dass der kleine Roman weiter "klein" bleiben darf , weil er doch so genial und deshalb nicht mit normalem Maß zu messen sei!

Ich wette, dass die Herren Außenminister von Polen und Frankreich, Radek Sikorski und Bernard Kouchner, der französische Kulturminister Frédéric Mitterand, sowie die Schauspieler Costas Gawras oder Monica Bellucci, der polnische, Oscar-prämierte Regisseur Andrzej Wajda, die in einer Petition mit zahlreichen anderen Promis die Freilassung Roman Polanskis fordern, etwas anders denken würden, hätte das Genie sich an ihrem Kind vergriffen!

Was hätte sein Opfer denn anderes tun sollen, als eine Erklärung für sein Verhalten zu finden um nicht verrückt zu werden oder zu verzweifeln?

Wie muss es sich für sie angefühlt haben, ständig sehen zu müssen, wie dieser Mann einen Preis nach dem anderen einheimst und sich als genialer Filmemacher feiern ließ, anstatt ordnungsgemäß bestraft zu werden.

Zwar hat die heute 35-jährige Samantha Geimer von ihm in einer Zivilklage eine Entschädigung erstritten, und ihm öffentlich verziehen, aber ist das alles ein Grund, ihn nicht zur Verantwortung zu ziehen?


Ich finde es gut, dass Herr Polanski jetzt Nachhilfe im Erwachsenwerden bekommt und die Verantwortung tragen muss für sein unverzeihliches Verhalten.


Aus meinem Berufsleben weiß ich zur Genüge, dass Künstler oft nicht "normal" ticken, weil zu ihrer Kreativität wohl auch eine große Portion Hemmungslosigkeit gehört.


Wer aber glaubt, dass für ihn überhaupt keine Grenzen gelten und sein Ruhm ihn unantastbar macht, hat sich schmerzhaften Nachhilfeunterricht in Sozialverhalten verdient.


Ein paar Jahre Knast für Roman Polanski würden ihn nicht nur auf den Boden zurückholen, sondern sicher auch guten Stoff für einen neuen Film liefern, denn seine Filme haben selten ein Happy-End.

von madame federkiel
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Sonntag, 13. september 2009


Wählen gehen ist für mich Ehrensache!

Man muss sie ja nicht wählen, die etablierten, ignoranten Berufspolitiker-Parteien.

Damit man sich schon mal eine Alternative dazu ausgucken kann, habe ich eine Galerie mit Kurzbeschreibung aller anderen Parteien gefunden, die zur Wahl stehen, durch die man sich blättern kann.

Es ist erstaunlich, was alles in diesem Land an unterschwelligen Sehnsüchten wächst, blüht und zum Teil auch gedeiht. Von einigen Parteien wissen wir ja, dass sie kackbraun sind; die Dummdreisten sind ja meistens auch die Lautesten.
Aber es gibt auch Parteien, die wollen mit uns mindestens ins Mittelalter zurück oder zumindest ins Kaiserreich!

Ich hatte ja gehofft, dass man aus Spaß die Piratenpartei wählen kann, aber da die Herr- und Damenschaften nicht von ihrem Jörg Tauss lassen wollen?!?
Tauss, bei dem laut Spiegel-Bericht im  März insgesamt 356 kinderpornografische Bilddateien und 59 kinderpornografische Videodateien sichergestellt wurden, angeblich zum Zwecke der Recherche??? Entweder ist er ein Lügner (davon haben wir in der Politik eh' schon genug), dazu noch kriminell, oder er ist dümmer als die Polizei erlaubt. Da hört für mich der Spaß schlagartig auf!

Es gibt aber sicher auch ein paar Parteien, die man wählen kann ohne gleich die Demokratie auszuhebeln, und damit seinen Unmut mit den Langzeit-Volksvertröstern auszudrücken.

Bei einigen lohnt es sich sogar, etwas näher zu schauen, wofür sie stehen und ihre Webseiten zu besuchen.

Besser als das Fernsehprogramm heute ist das allemal!
Hier die Galerie!


Seine Stimme allerdings in den Gully zu schmeißen und nicht zur Wahl zu gehen, ist was für Rückgratlose. Die haben Demokratie auch nicht verdient!
Besser wir zeigen den selbstgefälligen Po-Sitz-Ions-Verteidigern, was wir von ihnen halten...

von madame federkiel
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Donnerstag, 3. september 2009

Ab September 2009 beginnt in Europa der Ausstieg aus der Glühlampen-Technologie, der sich in mehreren Stufen bis ins Jahr 2012 hinziehen wird.
Dagegen habe ich nichts einzuwenden, denn ich habe bereits Ende der 80ger Jahre einen Teil der Beleuchtung meiner Firma mit den damals noch 30 DM teuren Energiesparleuchten umgerüstet und das hat sich wohltuend auf meine Stromrechnung ausgewirkt.

Auch als ich dann vor ein paar Jahren alle Glühlampen in meinem Haushalt auswechselte und dadurch 200 Euschis von Vattenfall am Vertragsjahresende zurückbekam, war ich positiv überrascht.

Das Licht ist mir auch nicht unangenehm oder "hart", weil entsprechende Lampenschirme für milden Schein sorgen.

Was mich aber an dem gesetzlich verordneten Stromsparakt gewaltig stört, ist die Art, wie Politiker sich für diese Sparmaßnahme loben und die gute alte Glühlampe verteufeln, während gleichzeitig jede Menge neue stromfressende Produkte entstehen, die wir nicht zwingend brauchen.

Nach einem Bericht der Internationalen Energieagentur
IEA wird geschätzt, dass sich bis zum Jahr 2030 der Energiebedarf durch Unterhaltungselektronik und Bürogeräte verdreifachen wird.

Am Verkauf dieser Produkte wird erheblich verdient und deshalb sind sie gut.

Der Schein der Scheine leuchtet und lockt so, da geht einem direkt ein Licht auf.

Die alte Glühbirne hingegen ist böse, weil man keinen vergleichsweise guten Reibach mit ihr machen kann, und weil man ihr Ableben gut gebrauchen kann, um sein Umweltbewusstsein nachdrücklich demonstrieren zu können.

Soviel zum Heiligenschein der Scheinheiligen!

von madame federkiel
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Sonntag, 19. juli 2009

Die Schöpfungsgeschichte und nachfolgende persönliche Interpretation (HIER nachzulesen) eines Religionslehrers, den ich sehr schätze, veranlasste mich zu folgendem Kommentar:


Da ist dem Schöpfer wohl kein großer Wurf gelungen!
Er hat etwas Entscheidendes vergessen; nicht nur die Gerätschaften zur Fortpflanzung zu verteilen, sondern dazu auch die nötige Portion Verantwortungsbewusstsein und den Weitblick.

Ein Wesen zu schaffen, dass seinen eigenen Wert nicht im Zusammenhang eines Ganzen sehen kann, an chronischer Selbstüberschätzung und Egoismus leidet, von Habsucht getrieben wird und sich dennoch über andere Lebewesen erhebt, ist gewiss keine Glanzleistung!
Z. B. über Lebewesen, deren Intelligenz durchaus unserer entspricht (z.B. Rabenvögel u. Delfine), die aber nicht über genug negatives Potential verfügen, sich über andere Lebewesen erheben zu wollen.

Alle Frauen kriegen auch nicht zwangsläufig mütterliche Gefühle, nur weil sie gebärfähig sind. Sexuelle Bedürfnisse sind aber auch ihnen von der Schöpfung in die Wiege gelegt worden, wie allen Menschen und fast allen Tieren.

Wie wenig familienfreundliche Gefühle bei zeugungsfähigen Männern vorhanden sind, zeigen die Zahlen von zahlungsunwilligen "Samenspendern", misshandelten Kindern und Frauen, Seitensprüngen und Bordellbesuchern.

"Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen."


Da hat die Schöpfung ja mächtig "Weitblick" bewiesen, als sie ein so unfähiges Wesen derart legitimiert hat! Die Welt platzt Dank unserer Zeugungsfähigkeit fast aus den Nähten!
Es sind Menschen, die allen anderen Lebewesen und sich selbst den Lebensraum zerstören, die Welt "ausplündern" und Massenmord jeglicher Art  technisch so ermöglicht haben, dass kaum einer mehr das Töten als eigene Tat erleben muss, also sich verantwortlich fühlen.

Da war jemandem seine "schöpferische Ruhepause" offenbar wichtiger, als "sein Werk" noch einmal zu überprüfen.

Wenn folgender Satz stimmen sollte, macht das wenig Hoffnung für die Zukunft der Menschheit, taugt aber als Entschuldigung für alles!

"Gott schuf also den Menschen als sein Abbild;
als Abbild Gottes schuf er ihn."

Da ethische Reife, soziale Kompetenz und Verantwortungsgefühl mit Machtgier und Geltungstrieb nicht vereinbar sind, wird sich an den üblen Zuständen dieser Welt in Zukunft also kaum etwas ändern.

Ich genieße jeden Tag meines Lebens, versuche sorgsam mit mir und meinem Mikrokosmos umzugehen, wissend, dass es ein sehr große Glück ist, einen Augenblick der Zeit in einem sehr angenehmen Umfeld ohne Krieg und Hunger erleben zu dürfen.

Mein Credo als Wikinger-Nachfahrin mit allergrößtem Respekt vor der Natur:

UNTERTAN geht gar nicht, nur Respekt und Partnerschaft machen dauerhaftes Leben auf der Erde möglich.
Der Sinn menschlichen Strebens kann nur sein, sich in seiner Haut wohl zu fühlen, die Seele und ihr Haus - den Körper - gleichermaßen zu pflegen und so zufrieden zu sein. Nur wer sich selber mag, kann auch anderen Menschen Nähe und Wärme geben und  bekommt auch etwas zurück.

Das kann man nicht kaufen und das kann auch keine Religion und keine Kirche leisten.

von madame federkiel
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Samstag, 4. juli 2009

In den letzten Tagen fiel in der Diskussion über Steuersenkungen und Steuererhöhungen mehrfach der Begriff "Leistungsträger". Zum Beispiel möchte unsere Kanzlerin die Leistungsträger, die in der Regel sehr gut verdienende Bürger dieses Landes sind, nicht durch Erhöhung der Steuern vergrätzen. 

Für Menschen, die trotz Leistung immer mehr überlegen müssen, wofür sie ihr sauer verdientes Geld ausgeben dürfen, ist kaum nachzuvollziehen, was die sog. Leistungsträger von dem Rest der arbeitenden Bevölkerung so unterscheidet, dass sie mit Samthandschuhen angefasst werden müssen.

Was also sind "Leistungsträger"?

In der politischen Debatte werden die Mitglieder von Leistungseliten derart bezeichnet; eigentlich die Gruppe, die sich durch hervorragende berufliche oder Schul- und Universitätsleistungen auszeichnet.


Zunehmend fallen allerdings auch die Leute darunter, die ihre Karriere in der Wirtschaftselite eher ihrem Habitus und ihrer gesellschaftlichen Herkunft verdanken, als individueller, quantifizierbarer Leistung.


Wie man am Beispiel der USA sieht, wird die bereits bestehende Tendenz, dass sich die Elite selbst reproduziert, dadurch verstärkt, dass man Studiengebühren erhebt.

Nicht nur, dass sich viele Menschen ein Studium so nicht mehr leisten können, der Gesellschaft fehlen dadurch viele kluge und innovative Köpfe und Ideen, was sie sich auf Sicht nicht leisten kann.


Die "Inzucht" der sogenannten Leistungselite führt außerdem dazu, sich hauptsächlich damit zu beschäftigen, ihren Status zu sichern.
Die Leistung dieser "Elite" für die Gesellschaft wird immer fragwürdiger, wie die Skandale der letzten Zeit und die aktuellen Auswirkungen der Wirtschaftskrise zeigen.

Ich frage mich allerdings, was unsere politischen "Leistungsträger" in der Führungselite sich - wenn überhaupt - gedacht hat, öffentlich zu verkünden, dass sie von dem Wohlwollen einer solchen Clique abhängig ist?

Anscheinend will man die Wahlen abschaffen oder glaubt ernsthaft, dass wir ein Volk von Masochisten oder Nixmerkern sind! Dazu passt auch, wie zur Zeit über das Thema "Überhangmandate" diskutiert wird. Aber dazu demnächst mehr von mir.
Zunächst einmal werde ich noch genauer hinschauen, wo die tragenden Leistungen bleiben, auf die unsere elitären Politiker so schwer verzichten können.
Ich hoffe doch, dass die nicht verpackt in Koffern daherkommen!

von madame federkiel
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Freitag, 3. juli 2009

Moratorium = beschlossen, verkündet und....aufgeschoben!

In seiner Ankündigung für das ARD-Politikmagazin MONITOR am gestrigen Abend schrieb der WDR zum Thema „elektronische Gesundheitskarte“:  forderte gestern, der Deutsche Bundestag müsse ein Moratorium zur elektronischen Gesundheitskarte beschließen.
„Regierungsberater fordert Moratorium.“ Auch der Bundesvorsitzende des Verbandes der niedergelassenen Ärzte Deutschlands
Sagt Ihnen dieser Begriff etwas? Ich jedenfalls musste erst einmal nachlesen, was mit Moratorium gemeint ist.
Lesen Sie selbst!:

Das Wort leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet soviel wie „auf Eis legen", wörtlich übersetzt „Aufschub, Verzögerung“. In der Wirtschafts- bzw. Finanzpolitik ist Moratorium eine Stillhalteübereinkunft zwischen Gläubiger und Schuldner bzw. eine befristete Stundung von Schulden (vgl. Duden).

Was die elektronische Gesundheitskarte betrifft, so wurde die Einführung im Jahr 2006 schon einmal verschoben.
Vorgestern lief die zweijährige Testphase in der Region Bochum-Essen aus. Während des Tests fielen schwerwiegende Mängel bei der technischen Anwendung auf. Die teilnehmenden Ärzte beklagten, das elektronische Rezept benötige doppelt so viel Zeit wie das handschriftliche Ausstellen. Auch die digitale Kommunikation zwischen den Ärzten stehe nicht zur Verfügung. Die Eintragung von Notfalldaten sei zu kompliziert und zeitaufwändig, berichtete der WDR.

Regierungsberater Prof. Jürgen Wasem, Vorsitzender des Bewertungsausschusses für ärztliche Leistungen und des „Wissenschaftlichen Beirats“ zum Risikostrukturausgleich, findet, es solle auf den geplanten Start zunächst verzichtet werden, da die Karte nicht alle Leistungen erbringe.
Kritiker weisen überdies darauf hin, dass die letztendlichen Kosten die geplanten bei weitem übersteigen würden. Doch bisher hält das Bundesgesundheitsministerium an der geplanten Einführung am 1. Oktober 2009 fest. (Orgenda-Verlag)

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Da komplexes Denken bei Erfindern solcher elektronischen Netzwerke offenbar unterentwickelt ist, haben wir noch eine Galgenfrist bis zum nächsten Schritt der Kontrolle, die unserer Wirtschaft und unserem Staat die Einteilung der Bürger in "Humanressource" und "zu vernachlässigende Kostenfaktoren" erleichtern wird.

Eine Bestimmung, dass der Arzt des Vertrauens automatisch alle Befunde und Unterlagen anderer behandelnder Stellen zur Verfügung hat und auch zur Verfügung stellen muss, hätte völlig gereicht.
Es wäre auch elektronisch machbar, erfordert keinen großen Aufwand und wäre sicher kostengünstiger für alle Beteiligten.
von madame federkiel
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Sonntag, 14. juni 2009

" Cosma Shiva Hagen, Hamburger Schauspielerin, lädt am Sonnabend um 20 Uhr zur Vernissage der Ausstellung "Frauengesichter" in ihre Bar "sichtbar" im Elbrausch (Fischmarkt 5-9). (ccj)"

Da muss uns wohl der Teufel geritten haben.
"Frauengesichter" heißt das Motto der Ausstellung, in der hauptsächlich Portraits gemalt von Eva-Maria Hagen,  aber auch von Ekaterina Moré, Gisela G. und Fotos von Jim Rakete sich ein Stelldichein gaben.

Ich war von einer Bekannten darauf aufmerksam gemacht worden; sie wollte Eva-Maria Hagen wiedertreffen, die sie seit langem kannte.


Ich bin immer sehr spontan, wenn es etwas Neues zu entdecken gibt, und eine halbe Stunde später stand ich bei ihr auf der Matte und ab ging es Richtung Fischmarkt, wo seit kurzem Cosma Shiva eine Bar in einem Teil der "Elbrausch"-Räume betreibt.


Die Vernissage war im Hamburger Abendblatt angekündigt worden, nur hatte man vergessen zu erwähnen, dass sie 10 Euro Eintritt p. P. kostet. Allerdings beinhaltete dieser Preis auch einen roten, sehr süßen Cocktail und es kam auch ein Häppchen vorbei, aber deshalb waren wir nicht gekommen.

Cosma Shiva war überall präsent, angenehm und erfrischend unpretentiös.

Ihre Oma Eva-Maria fanden wir auch gleich; in ein ausgeblichenes Blumenkinder-Gewand gehüllt, mit seltsam entrücktem Gesichtsausdruck begrüßte sie uns aufasiatisch Art mit aneinandergelegten Händen. Sie meinte das ganz enrst! Ich musste mich wieder mal zusammenreißen, damit ich nicht anfange zu lachen. Offensichtlich hat diese Frau den Grundstein für die Verhaltensweise ihrer "außerordentlichen" Tochter Nina gelegt. Im Gegensatz zu ihrer Tochter strahlte Oma Eva-Maria so überhaupt keine Energie aus.


Da ich selber schon Ausstellungen für Maler und Fotografen in eigenen Räumen organisiert habe, bin ich immer neugierig.

Es wird mir jedoch ein ewiges Rätsel bleiben, was einen Profi wie Jim Rakete dazu getrieben hat, sich mit den reichlich in Essig und Öl gemalten Bildchen der Eva-Maria Hagen, die sicher jedes Kinderzimmer von 3 - 6-jährigen ungemein schmücken würden, in eine gemeinsame Ausstellung zu wagen. Seine Fotografien waren - wie immer - hervorragend.


Bei den ausgestellten "Malereien" der Eva-Maria Hagen stellt sich mir die Frage, ob man die Figürchen, die alle die gleichen Münder und Augen haben, sich an den Kindergesichtern von Tochter und Enkelin zu orientieren scheinen, irgendwie geklont wirken, als künstlerisch wertvoll bezeichnen sollte.


Die H-Pop Acrylbilder der Ekaterina Moré sind eine immer wiederkehrende Mischung aus Selbstdarstellung und der Darstellungstechnik der von dieser Künstlerin bewunderten Tamara de Lempicka. Diese Werke sind sehr dekorativ.


Einen Ausstellungsführer gab es leider nicht, aber dafür eine Musikeinlage über Frauenrechte, mit viel Herzblut vorgetragen von einer internationalen Frauengruppe.

Die "Modenschau", die auch angekündigt war, haben wir offenbar verpasst, oder nicht als solche wahrgenommen.

Als wir nach einer guten Stunde die arg verqualmten Räume wieder verließen,  bekamen wir eine "Wegzehrung" in die Hand gedrückt, wie ich es bisher auch nicht kannte; eine Papiertüte mit Proben einer Hautpflegeserie, Schnaps, und zur Krönung "Lümmeltüten", was auch bitter nötig ist, denn meine Begleiterin wird demnächst 80 Jahre jung, und das wollen wir mit Sex, Drugs und Rock'n Roll ordnungsgemäß feiern.


Was die besuchte Ausstellung betrifft, so schien das überwiegend anwesende, sehr junge Publikum eher weniger an Kunst und eher mehr an der Chefin Cosma Shiva interessiert zu sein.

Was sollst, Stefan Persch, der sonst nur Stars fürs ZDF fotografiert, hat uns abgelichtet und wir Cosma Shiva und Eva-Maria.

Das muss für einen Tag reichen, oder?


von madame federkiel
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Donnerstag, 4. juni 2009
Bei dieser Überschrift im Portal des Ministeriums für Inneres, in dem man für das "Bürgerportal" wirbt, musste ich schmunzeln und habe sie deshalb mit einem Fragezeichen versehen.

Wenn man bedenkt, was alles mit unserer Papierpost schon geschehen ist und geschieht, können wir uns auf einiges gefasst machen!

Das Innenministerium verspricht, dass eine Übertragung wichtiger Dokumente mit dem System De-Mail absolut sicher ist, sie weder ausspioniert oder manipuliert werden können.

Seit wann entspricht staatlich genehmigte Technik dem neuesten Standard? Die Polizei z. B. schaut nicht umsonst seit ewiger Zeit neidvoll und oft in die Röhre bei der Ganovenjagd, weil sie mit der technischen Aus-Rüstung der Gangster nicht mithalten kann.

Jetzt will also unser Staat etwas innovatives bieten, was selbst die Banken bis dato nicht geschafft haben?!?
R e s p e k t ! ....Wer's glaubt, wird selig...

Schon allein die Tatsache, dass die "wichtigen" Mails mit "hoher Beweiskraft" aus Ämtern, Firmen, Banken und Versicherungen ab 2010 hübsch getrennt von der unwichtigen E-Post über diesen Weg geht, lässt Spione, Trojaner und andere Malwarespezialitäten aufhorchen.

Diese Herausforderung wird mit Sicherheit gerne angenommen!

Bisher ist es Hackern noch immer gelungen, in "totsichere",  von Menschen gemachte Systeme, einzudringen und sie zu manipulieren. Das "Bürgerportal" ist für alle da -  nicht nur für liebe, anständige Mit-Bürger.
Mehr Infos zur De-Mail HIER  
von madame federkiel
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