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Sex'n Crime - Aktuelles aus Politik u. Wirtschaft

Donnerstag, 12. november 2009

Laut Stiftung Warentest sind die Daten der Postbank-Kunden sicher wie ein offenes Buch und wurden durch deren Mitarbeiter auf Anweisung schamlos missbraucht.

Die Postbank-Vertriebsgesellschaft hat ihre Mitarbeiter angehalten, die Kontodaten der Kunden ganz gezielt für den Verkauf von Postbank-Produkten durchzusehen. Laut internen Anweisungen sollen die Vermittler vor einem Kundenkontakt die Kontoumsätze der letzten 100 Tage sichten und dabei auf „Geldeingänge, Versicherungen, Steuererstattungen, Überweisungen an andere Banken“ achten.

Gesehen haben die Berater auch alle Kontoumsätze. Sie konnten erkennen, wie hoch das monatliche Einkommen des Kunden ist, welche monatlichen Beiträge er für Versicherungen zahlt, welche Summe auf seinem Sparkonto liegt und was für Umsätze er mit seinem Anlagekonto macht.
All das sind Informationen, die ein Vermittler im Beratungsgespräch gut gebrauchen kann und die einen tiefen Einblick in das Leben der Kunden ermöglichen. Wer ins Girokonto sehen kann, der weiß über intime Sachverhalte Bescheid. So lässt sich leicht erkennen, ob ein Kunde Ware in einem Sexshop bestellt hat oder ob ein Ehemann seiner Freundin die Miete überweist.

Sieht ein Berater, dass der Kunde einen Bausparvertrag der zur Postbank gehörenden BHW-Bausparkasse bespart, kann er sich den Vertrag ohne weiteres online bei der BHW unter dem Stichwort „Cockpit“ ansehen – inklusive des Schriftwechsels, den der Kunde mit seiner Bausparkasse geführt hat.

Neben der Einsicht in die bundesweite Datenbank erhält jeder Berater für seine Arbeit von seinem Vertriebsdirektor oder Gebietsdirektor Girokontodaten von Kunden aus seinem Vertriebsgebiet. Je nach Gebietsgröße handelt es sich um 800 bis 1.000 Kundendaten. Die Datensätze dieser Kunden werden für die Mitarbeiter in ein sogenanntes Kampagnentool eingespeist.

System macht auf größere Geldbeträge aufmerksam
Dieses Kampagnentool filtert größere Geldbeträge heraus, die auf einem Kundenkonto eingehen. Zudem unterscheidet es zwischen Select-Premium-Kunden, Stamm- und Nichtstammkunden. Für den Berater sind sie mit gelben, grünen und blass-grünen Männchen kenntlich gemacht. Stammkunden wiederum sind in BHW- und Postbank-Stammkunden sowie in „Überschneider“ eingeteilt. Überschneider sind Kunden, die BHW- und Postbankprodukte abgeschlossen haben.

Schnelle Bearbeitung der Kundendaten wird kontrolliert
Geht auf einem Kundenkonto ein größerer Betrag ein, sind die Berater angehalten, sich umgehend beim Kunden zu melden und einen Beratungstermin zu vereinbaren. Der Bearbeitungsstand der Kundendateien werde durch einen Vorgesetzten des Vertriebs ständig kontrolliert, erklärte ein Postbank-Berater aus Leipzig.

Hellgrünes Kästchen steht für „Vertrag verkauft“
Die Kontrolle der Arbeit der Berater funktioniere über ein Kästchensystem, deren Farben von dunkelrot über gelb bis hellgrün reichten. Dunkelrot stehe für „nicht bearbeitet“, gelb für „Kunde nicht erreicht“, hellgrün für „Vertrag verkauft“.
Ändert sich die Farbe des Kästchens nach dem Eingang einer Nachricht über den Eingang eines Geldbetrags nicht binnen fünf Tagen, bekommen die Berater Ärger mit ihren Vorgesetzten.

Um diesem Ärger zu entgehen, hätten viele Vermittler das Bearbeitungs-Kreuzchen einfach gesetzt, ohne wirklich etwas getan zu haben, berichten Postbankvermittler. Einige berichten sogar von regelrechtem Mobbing. Berater, die nicht genügend Verträge verkauften, würden als „Schwachmaten“ beschimpft.

Dagegen würden Berater gelobt, die Kunden viele Verträge aufschwatzten – egal, ob der Kunde diese braucht. Das Motto laute „Verkaufen, verkaufen, verkaufen“, um möglichst viele Provisionen für Vertragsabschlüsse zu verdienen. Weil die Vorgesetzten im Vertrieb von jeder Provision eines untergeordneten Beraters einen Teil abbekommen, sei der Verkaufsdruck von oben nach unten enorm, berichten Postbank-Finanzberater.
Quelle: Orgenda Verlags und Financial Times

Madame Federkiel meint, die MADE ist ganz schön drin in Germany!
Den Rest Vertrauen werden wir auch noch kaputt kriegen! Spargelder werden verbrannt, Bankkunden ausspioniert und übers Ohr gehauen, die Politik kommt mit Beruhigen,  Lügen und wieder Verwerfen nicht nach.
Alles vertrauensbildende Maßnahmen!

von madame federkiel
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Samstag, 24. oktober 2009

Ein Schattenhaushalt ist ein Haushalt, der z. B. vom Bund oder den Ländern neben dem eigentlichen zentralen Haushalt geführt wird.

Deshalb heißt er auch Nebenhaushalt. Für ihn gelten besondere Regelungen, sodass er praktisch ungesehen
(????) im Schatten des regulären Haushalts stehen kann. :o(

Im konkreten Fall spricht man von einem Schattenhaushalt, wenn z. B. der Bund Sondervermögen bildet, um bestimmten Aufgaben gerecht werden zu können.

Das Geld fließt entweder aus dem Bundesetat
(da ist noch was???!!!) oder es kommt aus dem Kapitalmark (wohl eher, denn da ist ja jetzt unser Geld hingewandert).

Für Sondervermögen besteht eine vom Zentralhaushalt unabhängige Finanz- und Haushaltshoheit. Kredite, die zur Finanzierung des Schattenhaushalts benötigt werden, tauchen im Bundeshaushalt gar nicht auf.

Sie kommen auch bei der Berechnung der Neuverschuldung nicht zum Tragen
(Wie praktisch! Das sollten wir bei uns zu Hause auch mal einführen!)

Deshalb werfen Kritiker der neuen Regierung vor, sie wolle mit dem Schattenhaushalt zum Ausgleich der erwarteten Finanzlöcher in den Sozialversicherungen die ab 2011 greifende Schuldenbremse umgehen.

Das sind bekannte Schattenhaushalte:

Der Sonderfonds „Deutsche Einheit“ oder in jüngster Zeit das Sondervermögen zum Ausbau der Kinderbetreuung, der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung zur Bankenrettung oder der Investitions- und Tilgungsfonds. Auf letzteren könnte die zukünftige Koalition übrigens zurückgreifen, ohne z. B. einen neuen Sonderfonds für die krisenbedingten Mehrausgaben im Gesundheitswesen bilden zu müssen.

Am Rande: Erst im Januar 2009 hatte die FDP-Fraktion die Bundesregierung aufgefordert, auf den Grundsatz der Haushaltswahrheit zu achten und daher auf die geplante Bildung eines Sondervermögens "Investitions- und Tilgungsfonds" zu verzichten. In einem Antrag (16/11743) schrieben die Liberalen, der Fonds (...) sei bedenklich, weil es sich dabei um einen Schattenhaushalt handele. Das verstoße gegen die Regeln der ordnungsgemäßen Haushaltsführung.

(Quelle: Deutscher Bundestag)

Mit anderen Worten, Mutti Merkels Haushaltsgeld reicht für ChiChi nicht und des halb bestellt sie bargeldlos was im Versandhaus auf Pump (z.B. bei Quelle und hofft, dass die Pleite gehen, bevor sie das bezahlen muss).

Schattenhaushalt, weil alles ganz im Dunkeln gemauschelt wird und das Licht der (öffentlichen) Welt lieber nicht erblicken sollte!

Wenn man mich fragt, das hört sich nach gaaanz viel Ärger und Schwierigkeiten an!!!

von madame federkiel
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Donnerstag, 22. oktober 2009

Warum ich auch mal etwas kopiert habe?
Weil nachfolgendes Interview das bestätigt, was ich schon immer über diese Art Machtgier und Besitzanhäufung dachte - es  ist ziemlich krank und erfüllt alle Kriterien des Suchtverhaltens! Zu wissen, dass ein Großteil der Macht in Wirtschaft und Politik in Händen solcher Verhaltensgestörten liegt, finde ich nicht gerade beruhigend.

Sozialpsychologe Matthias Sutter spricht im Interview über Gier, Zockerei, Sucht - und die Gründe, warum erwachsene Männer manchmal wie Kinder sind.

Zumwinkel, Madoff und jetzt der Hedgefondsmilliardär Rajaratnam: Warum setzen Reiche für ein bisschen mehr Geld Freiheit und Karriere aufs Spiel?

SPIEGEL ONLINE: Herr Sutter, der Hedgefondsgründer Raj Rajaratnam hat ein geschätztes Privatvermögen von 1,3 Milliarden Dollar. Trotzdem hat er offenbar mit Insider-Geschäften im Wert von gerade mal 20 Millionen Dollar sein gesamtes Lebenswerk aufs Spiel gesetzt. Wahrscheinlich landet er sogar im Gefängnis. Warum ist er ein solches Risiko eingegangen?

Sutter: Auch wenn ich Herrn Rajaratnam natürlich nicht kenne, hat er wahrscheinlich ein ähnliches Problem wie jenes, mit dem auch Ex-Post-Chef Klaus Zumwinkel und der Anlagebetrüger Bernard Madoff zu tun gehabt haben dürften: Er hat einfach den Hals nicht voll gekriegt - koste es, was es wolle.

SPIEGEL ONLINE: Klingt fast nach Zockerei.

Sutter: Sein Verhalten ähnelt zumindest dem einer Spielernatur.

SPIEGEL ONLINE: Ist Rajaratnam damit auch ein Süchtiger?

Sutter: In gewisser Weise schon, denn er konnte ja offenbar nicht von seiner Spielerei loslassen, weil er wohl von seinem Job besessen war und immer mehr aus sich herausholen wollte.

"Wer von einer Sache besessen ist, schaltet im Zweifel das Gehirn aus"

SPIEGEL ONLINE: Woher kommt diese fast krankhafte Besessenheit?

Sutter: Menschen, die an Spielsucht leiden, sind auch ständig auf der Suche nach einer neuen Belohnung. Denn es reicht ihnen nicht, ab und zu mal eine zu bekommen, da ihr Belohnungszentrum im Gehirn nicht ausreichend ausschlägt. Deshalb brauchen sie immer neue Kicks.

SPIEGEL ONLINE:
Und Zumwinkel oder Rajaratnam bedenken die Konsequenzen ihres Handelns genauso wenig wie süchtige Kasinospieler?

Sutter:
Ihnen fällt es im Zweifel noch schwerer als dem einsamen Mann am Roulettetisch. Denn Menschen, die im Berufsleben überdurchschnittlichen Erfolg haben, gewinnen fast automatisch Einfluss. Und weil sie dann gewissermaßen über den Normalsterblichen stehen, denken sie, dass auch ein paar Fehltritte drin sind. Es kann ja nichts passieren.

SPIEGEL ONLINE:
Wird schon irgendwie gut gehen - das klingt nach einem kleinen Kind, das eine Dummheit gemacht hat und glaubt, das fliege ohnehin nicht auf.

Sutter:
Auch wenn jeder in der Kindheit gelernt hat, dass es in der Regel anders läuft - vor dem Trugschluss sind auch Erwachsene nicht gefeit.

SPIEGEL ONLINE: Selbst dann, wenn sie hochintelligente Menschen sind, die im Berufsalltag in der Regel ganz rationale Entscheidungen treffen?

Sutter:
Das Problem einer Sucht ist der Anfang: Schauen Sie sich Madoff an. Der hat irgendwann mit seiner Betrügerei losgelegt und gemerkt, dass er damit durchkommt. Und je länger es funktioniert hat, desto sicherer wird er sich gefühlt haben. Irgendwann kommt dann der Punkt, wo man Risiken falsch einschätzt oder sogar komplett ausblendet. Was man nie vergessen darf: Die Zumwinkels, Madoffs und Rajaratnams sind ja mit einer absoluten Leidenschaft bei der Sache - deshalb sind sie so erfolgreich, aber auch zu unvorsichtig.

SPIEGEL ONLINE:
Leidenschaft kann im Job - genau wie in der Liebe - blind machen?

Sutter:
Ja, so merkwürdig es klingt. Wer von einem Menschen oder einer Sache besessen ist, tut verdammt viel dafür - und schaltet im Zweifel das Gehirn aus. Dann ist man blind für Gefahren.

SPIEGEL ONLINE:
Allerdings hat man im Beruf in der Regel mehr Mitwisser als in der Liebe - was das Risiko des Auffliegens erhöht.

Sutter:
Klar, je mehr Leute dabei sind, desto gefährlicher ist das Ganze. Deshalb muss man die Mitwisser gut bedienen, damit sie auch Vorteile haben. Die größte Gefahr ist es, jemanden vor den Kopf zu stoßen - der könnte dann aus Neid oder gekränktem Stolz Rache üben und auspacken.

SPIEGEL ONLINE: Gibt es diese Machenschaften eigentlich nur unter Männern?

Sutter:
Männer neigen eher als Frauen dazu, sich selbst und ihre Fähigkeiten zu überschätzen. Wohl deshalb hat man bislang von weiblichen Betrügern so wenig gehört.

SPIEGEL ONLINE:
Ist ein Milliardär wie Rajaratnam eigentlich zufriedener als der Pförtner seiner Firma?

Sutter:
Rajaratnam hat natürlich weniger finanzielle Probleme - doch das heißt noch lange nicht, dass er glücklicher ist. Die Forschung zeigt: Wer heute dreimal mehr verdient als vor zehn Jahren, fühlt sich nicht zwangsläufig besser.

SPIEGEL ONLINE:
Weil seine Ansprüche mit steigendem Einkommen zunehmen?

Sutter:
Ja, Menschen vergleichen sich immer mit ihrer Umgebung. Das heißt, Rajaratnam misst sich an anderen Milliardären und der Pförtner an Menschen, die irgendwie durchkommen müssen. Und wenn Rajaratnam dann einen anderen Hedgefondsmanager trifft, der zwei Yachten hat - und er nur eine -, dann kann ihn das unglücklich machen.

Das Interview führte Sven Böll.

Im Original nachzulesen in Spiegel-online


von madame federkiel
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Dienstag, 13. oktober 2009

Alter Mist im neuen Kleid - Finanztest warnt vor "neuen" Finanzprodukten.

Verständlichere Zertifikate und Anleihen – das haben die Banken in der heißen Phase der Finanzkrise versprochen.

Doch jetzt stellt die Stiftung Warentest fest, dass sie weiter mit den gleichen Tricks arbeiten, um für den Kunden ungünstige Finanzprodukte in neuer Verpackung zu verkaufen.

Außerdem bringen sie weiterhin Papiere auf den Markt, die so kompliziert gestrickt sind, dass weder die Anleger noch die Berater in den Banken sie verstehen.
Die Finanztest-Experten haben Wertpapiere gefunden, deren Zins- und Rückzahlung von 50 oder gar 210 Bedingungen abhängt – absolut unverständlich und für Otto Normalanleger kaum zu verstehen.
Nach Einschätzung von Finanztest sind bereits Papiere mit mehr als fünf Bedingungen schwer zu durchschauen – und normale Anleger sollten ihre Finger davon lassen.

Ein weiterer Trick der Banken: Sie benennen das Produkt um. Statt Zertifikat – nach dem Desaster mit den Lehman-Zertifikaten ein Begriff mit schlechtem Image – heißen die Finanzprodukte nun Anleihe.
Gelogen ist das zwar nicht, weil Zertifikate rechtlich Anleihen sind. Trotzdem sollten Anleger nicht auf dieses Ablenkungsmanöver hereinfallen. Von welchen Finanzprodukten der Banken Anleger besser ihre Finger lassen sollten steht in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift  Finanztest
Diese Information fand ich beim Orgenda-Verlag

von madame federkiel
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Sonntag, 27. september 2009

Herbeigeeilt! Herbeigeeilt!
Hier wird heute die Macht verteilt!

Wer sie dann hat, der tut sich schwer

und gibt sie ungern wieder her.

Doch ist sie ein korruptes Kind

und orientiert sich um geschwind,

kommt ein solventer Freier her....

Wer bietet mehr! Wer bietet mehr!

Die SPD ist kampferprobt

und wird von allen sehr gelobt,

solang' sie oppositionell.

Im Bett der Macht erschlafft sie schnell.

Die Waffen ham zuviel Gewicht.

Das interessiert die Macht nur nicht,

und diese ist dann wohlfeil sehr....

Wer bietet mehr! Wer bietet mehr!

Die FDP glaubt opportun

sich gegen Machtverlust immun.

Sie hägt ihr Fähnchen in den Wind,

so als Dessous für's schöne Kind.

Doch kommt es wirklich darauf an,

so steht auch sie nicht ihren Mann!

D'rum juckt die Macht das Fell gar sehr...

Wer bietet mehr! Wer bietet mehr!

Die Macht, die ist stets scharf auf's Geld

denn Geld regiert nun mal die Welt.

D'rum wendet sie der CDU

sich ungeniert und offen zu,

denn diese hat die Sympathie

der Banken und der Industrie.

Die Macht, die treibt Berufsverkehr!

Die bieten mehr! Die bieten mehr!

©mf


von madame federkiel
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Dienstag, 22. september 2009

Es hat Goldmann Sachs einen Anruf gekostet - schon bekamen einige Herren im Vorstand von der HSH-Nordbank bleiche Gesichter und überwiesen blitzartig 45 Mio Euschis von unserem Steuergeld an
Goldmann Sachs!

Welche Leiche müssen die Herrschaften im Keller haben, dass sie sich so geschwind spendabel zeigten?!!!!!

Zahlen hätte die HSH ja nicht müssen sollen, so alle Rechtsberater, die sich damit auskennen.

Hintergrund:
Goldman Sachs hatte sich bei der HSH gegen Kreditausfälle von Lehman Brothers versichert. Nach dem globalen Spielbank-Unfall war das der (Aus) Fall.

Nach der Lehman-Pleite im September 2008 hätte die Landesbank "eigentlich" zahlen müssen. Doch Goldman Sachs verpasste die Frist zur Schadensmeldung um mehr als drei Wochen.
Damit war der Anspruch verwirkt.

Aber dann kam jener Anruf und der Krimi begann!????

Die Erklärung, warum man sogar das Votum des eigenen Hausjuristen ignorierte:
(ehrlich gesagt kann ich das nur als Satire sehen)
„Ob der Anspruch tatsächlich verwirkt war“, so Bankensprecher Hoffmann, „hätte juristisch geklärt werden müssen. Bis dahin hätten Marktgerüchte, die Bank würde CDS-Ansprüche nicht bedienen, schweren Schaden für die Reputation und für die Refinanzierung der Bank haben können. Dieses Risiko sollte vermieden werden.“

Ich meine, das Gegenteil ist der Fall:
"Ist der Ruf erst ruiniert, lebt's sich völlig ungeniert!"

Und der Ruf der HSH-Nordbank hatte sich ja nun schon längst verabschiedet....

Nachzulesen u. a.
  HIER
von madame federkiel
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Samstag, 12. september 2009


Das große Fernseh-Duell der Kanzler-Anwärter!

Ich bin notorischer Radiohörer, weil man  das so schön mit den öden Tätigkeiten im Hause verbinden kann. Jeden Raum habe ich deshalb damit beschallt.

Am gestrigen Morgen lernte ich also als fleißige Hausfrau so nebenbei in einer ausführlichen Sendung des NDR, dass und WIE sich unsere beiden Kampfhähnchen für ihr TV-Duell fit machen lassen.

Eine Heerschaar von Beratern, Medienprofis und persönlichen Assistenten bereitet sie auf den Auftritt vor, Statements zu den einzelnen Themen werden auswendig gelernt, Körpersprache und Stimmvolumen trainiert.

Man zeigt ihnen sogar, wie man das Ansehen des Gegners durch suggestive, scheinbar harmlose aber ständig wieder eingeflochtene Bemerkungen, untergräbt.

Ich glaube zwar nicht, dass es bei diesem Kampf zu wirklicher Spannung reicht, dafür sind die Gladiatoren denn doch etwas zu uncharismatisch, ein Schau-Kampf wird es dennoch, denn es ist Dank der vorgenannten Kriterien alles nur Show.

Das Einzige was uns ein eventueller Sieger nach dieser professionellen Vorbereitung demonstrieren wird ist, dass er einem Eskimo besser 'n Kühlschrank verkaufen kann, als sein Kontrahent.

Aber will ich das wirklich?

Ob ich meine Zeit für dieses zweifelhafte Spektakel opfere, muss ich mir noch stark überlegen.

Lieber gehe ich noch mal auf die Suche nach Hintergrundinformationen zu allen Parteien, die sich dieses Mal zur Wahl stellen. Denn Wählen gehe ich - das ist Ehrensache!

Vielleicht findet sich ja doch noch eine, die man ohne schlechtes Gewissen und ohne Gefahr für unsere Demokratie wählen kann? Von Polit-Profis mit parteipolitischer Berufskarriere habe ich jedenfalls die Schnauze voll.

Unterhaltsam wird es, wenn man sich folgenden Beitrag bei "Spreeblick" anschaut, denn deren Beschreibung der Parteien ist, wenn auch nicht unbedingt entscheidungsfördernd, dafür wenigstens sehr unterhaltsam:


"Am 27. September 2009 ist Bundestagswahl. Doch Wer blickt noch durch das Dickicht der Wahlplakate? Wofür stehen die Parteien im Detail?

Spreeblick, Deutschlands wählerischster Blog, hat die (satirische) Wahrheit über Deutschlands Parteien zusammengetragen."
Da gehen die Mundwinkel nach oben - garantiert!

Und hier noch etwas für diejenigen, die noch ein bisschen Nachhilfe in Politikunterricht brauchen: kids.t-online


von madame federkiel
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Dienstag, 11. august 2009

Seit Samstag, dem 8.8.2009, fährt sie durch Berlin, die U-Bahn U55, die nur drei Bahnhöfe anfährt und deren Fahrt für die gesamte Strecke gerade mal 3 Minuten dauert.
Sie hat keine Verbindung zum übrigen Streckennetz; vom Hauptbahnhof kommend hält sie am Bundestag und endet am Brandenburger Tor.

Unwahrscheinlich, dass jemals ein Kanzler sie benutzen wird - außer vielleicht zu besonderen Anlässsen - hat die U55 dennoch den Namen "Kanzler U-Bahn".

Helmut Kohl hatte während seiner Amtszeit als Kanzler beschlossen, die Idee dieser Linie 55, die bereits 1920 entstanden war, und die durch das 3. Reich und die anschließende Teilung Berlins ad acta gelegt wurde, in die Tat umzusetzen. "Kohl-U-Bahn" konnte man sie schlecht schimpfen, und so wurde sie eben die "Kanzler U-Bahn"genannt.

Baubeginn der U55 war 1995 und zur Fußball-WM 2006 sollte sie fertig sein.

Doch es kam anders; durch die Nähe der Spree kam es u. a. immer wieder zu Wassereinbrüchen und auch viele andere widrige Umstände ließen den U-Bahn-Bau immer wieder ins Stocken geraten.

Nach 14 Jahren endlich und mit weitaus höheren Kosten als geplant, wurde diese 320 Mio. Euro teure und kürzeste U-Bahn-Strecke der Republik  jetzt endlich fertig.

Noch weitere 8 Jahre wird es dauern, bis diese "Stummellinie" - wie die U55 auch genannt wird - 2017 mit dem übrigen Streckennetz der Berliner U-Bahn verbunden sein wird.....wenn denn alles so klappt wie vorgesehen und nicht wieder widrige Umstände dazwischenkommen.

Bis dahin wird sie wohl hauptsächlich für die Touristen interessant sein, die ihre müden Füße von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten etwas schonen möchten.
Mehr zur U-Bahn-Eröffnung HIER
Mehr Berliner Sehenswürdigkeiten schauen Sie HIER


von madame federkiel
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Montag, 27. juli 2009

Der Krimi von Piëchs Opa ist nichts gegen den, wie der Papa von der jetzt plötzlich verarmten Madeleine Schickedanz, der Firmen-Patriarch Gustav Schickedanz zu seinem Vermögen gekommen ist!

Seit 1932 Mitglied der NSDAP mit besten Kontakten zur Gauleitung Franken, hat er Firmen und Immobilien für'n Appel und 'n Ei gekauft, die im Zuge der "Arisierung" vorher den Juden abgenommen worden waren.

Natürlich hatte Gustav Schickedanz nach Ende des Krieges totalen Gedächtnisschwund und wusste von Judenverfolgung, deren Enteignungen oder gar Ermordung rein gar nichts.

Die Amerikaner glaubten ihm allerdings nicht und belegten ihn mit Berufsverbot. Allerdings nahmen sie der Familie ihre ergaunerten Besitztümer nicht ganz wieder ab - die treuhänderische Verwaltung lag u.a. in den Händen seiner Schwester Liesl Kießling -  und später übernahm offiziell Oma Grete Schickedanz das Firmen-Imperium.


1949 wurde Gustav Schickedanz freigesprochen, denn Erfolg heiligt in unserem Staat offenbar jedes Mittel.

1952 wurde er  von der Stadt Fürth geehrt, wurde 1959 sogar Fürther "Ehrenbürger".
Sicher ein Ehrenbürger nach F.J.S.- Geschmack!
1961 wurde er mit dem "Bayrischen Verdienstorden" ausgezeichnet.


Nachzulesen ist die ganze Story

HIER:  http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/print/politik/270955.html
und HIER


Und nun quengelt Tochter Matteleine, dass sie das ererbte Spielgeld, an dem Blut und Tränen klebt, verdaddelt hat?!
Ich bin mir sicher, dass sie noch ein kleines Vermögen in der Socke hat - bei den Genen!


Alles schrecklich nette Leute....

diese "Feine Gesellschaft"!

von madame federkiel
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Freitag, 24. juli 2009

 

 

Die Geschichte des VW-Käfers, ein Krimi von dem Mimi nicht träumt und von dem auch in der Regenbogenpresse kaum etwas zu lesen ist.

Es ist die Legende vom angeblichen Käfer-Konstrukteur Porsche, die seit Jahrzehnten durch die deutschen Presse geistert.

Wahr ist jedoch, dass es sich bei ihr um reine Imagepflege des Porsche/Piëch-Clans handelt, an der kein Wort wahr ist.

Diese Lüge geht auf ein Ganovenstück von Piëchs Großvater zurück. Er hatte die Konstruktions-Idee für den legendären Käfer vielmehr einem wirklichen Automobil-Genie gestohlen und als sein geistiges Eigentum ausgegeben.

Als Hitler ein billiges fahrbares Vehikel fürs Volk haben wollte, war Porsche zur Stelle, um ihm die Konstruktionsunterlagen "seines" Volkswagens anzudienen. Er hatte die Konstruktionspläne im Jahre 1932 von dem jungen Ingenieur Bela Barényi bekommen, der sich bei Ferdinand Porsche vorgestellt hatte, aber keine Anstellung von ihm bekam.


Hitler war begeistert vom Käfer-Konzept, herstellbar für angeblich
999 Reichs­mark.

 

Nachzulesen ist die ganze Story HIER


Allerdings ist die Chuzpe, mit der Piëchs Opa zu Ruhm, Ehren und Vermögen gekommen ist, vergleichsweise harmlos, wenn man bedenkt, dass andere im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen gingen, um an Vermögen und Macht zu kommen.


Alles schrecklich nette Leute, diese "Feine Gesellschaft"!

Der "Käfer" des Herrn Barényi aber ist eine saubere Leistung! Immer noch fährt und fährt er...

von madame federkiel
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