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FRAU DICH!

Samstag, 14. november 2009
"Was heißt schon für uns Frauen,
mit 'Anstand' alt zu werden?
Lieber unanständig jung bleiben!"

Ausspruch der offenbar sehr emanzipierten
Schauspielerin Olga Tschechowa (1897-1980)
Dem kann sich Madame Federkiel nur anschließen
und wünscht ein freudvolles Wochenende!

von madame federkiel
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Sonntag, 25. oktober 2009


Mal ehrlich, können Sie sich vorstellen, dass sich eine Frau über so ein Angebot freut?! Dennoch scheinen viele Männer zu denken, dass sie den Damen damit ein tolles Geschenk machen!

Da hat sich ein Mann das ganze Leben lang geweigert, sich und seine wahren Befindlichkeiten wahrzunehmen. Er hat sich jedes Ratschlags bezüglich seiner Gesundheit verweigert, hat alles, was ihm nicht gut tut möglichst bis zum Exzess betrieben, geraucht, getrunken bis er den Verstand verlor und/oder völlig verfettet war.

 

Er hat nicht geruht, bis er auch die Frauen davon überzeugt hat, dass Bindungsfähigkeit nicht Männersache ist und Frauenversteher für ihn Weichlinge sind.

Zu allem Überfluss beschloss er für sich, dass Empfängnisverhütung Frauensache ist, riskierte dabei nicht nur Leib und Leben von sich und setze auf diese Weise auch noch Kinder in die Welt.

Damit konnte er zwar vor seiner Umwelt seine Zeugungsfähigkeit demonstrieren, bereit dazu, ein guter Vater zu sein war er deshalb noch lange nicht.

Triebgesteuert ließ er seine Seele hungern und mottete seinen Verstand ein.

Als Maß aller Dinge war es ihm wurscht, wenn Frauen ihm rieten, mal innezuhalten und in sich zu gehen. Ich glaube solche Männschen haben auch berechtigte Angst vor dem, was sie in sich vorfinden.
Damit meine ich nicht Gunter Gabriel, obwohl das Meiste wohl auf ihn zutrifft. Ich meine einen Großteil der Männer.


Was mich schon als junge Frau wunderte war, welche Vorstellung Männer von Frauen haben? Ich meine nicht, wie sie Frauen SEHEN, sondern was sie glauben, was Mädels wünschen! Und auch, was Frauen unter "einem Kerl, ein ganzer Mann!" verstehen.

Das vorgenannte sicher nicht Jungs, soviel kann ich euch schon verraten.


Ich weiß bis heute nicht, ob Männer sich das alles nur einreden, damit sie eine Entschuldigung dafür haben, keine Verantwortung übernehmen zu müssen, aus ihren Beziehungen ausbrechen zu dürfen und den nächsten weiblichen Herausforderungen hinterher hecheln zu können?

Wenn Männer lebensmittig angeblich noch einmal die "GROßE LIEBE" in Form einer mindestens zwanzig Jahre jüngeren Frau finden, ignorieren sie konsequent, dass sie für die Dame nur den Papi geben dürfen, aber gewiss nicht mehr die Jugendfrische vergangener Tage zurückerlangen.


Mit Glück stoppt sie gerade noch rechtzeitig vorm Abnippeln ein einschneidendes Ereignis wie z. B. Herzinfarkt, ein kleiner Schlaganfall oder die Ankündigung eines Arztes, dass sie jetzt wählen dürfen, ob sie mit ihrem Raubbau an sich selber direkt aufhören und noch ein paar Jahre leben wollen, oder so weitermachen und innerhalb des nächsten halben Jahres endgültig den Löffel abgeben?


Dann kommt er, der Moment!

Dann geht ihm durch den Kopf, dass er nicht alleine sein möchte, wenn ihn die Zipperlein plagen, dass er wieder zu Mutti zurück will und umsorgt werden.

Und dann macht Mann der Frau das unseriöse Angebot, offeriert ihr seine Reste und wundert sich, wenn er an Frauen gerät, die sich unter Umständen nur für seine Rente interessieren und ihm dann wirklich "den Rest" geben.

Es gibt übrigens Männer, die sich nicht geweigert haben, erwachsen zu werden. Männer, die Verantwortung für sich, ihr Leben und ihre Lieben übernehmen und fähig sind, nicht nur ihr Ego zu polieren. Männer, für die partnerschaftliches Verhalten kein Fremdwort ist.

Solche Männer fühlen sich meistens wohl in ihrer Haut und werden von Frauen gehegt und gepflegt, damit sie möglichst lange Leben.

Ich finde es schade um jede(n), der sich nicht wohl fühlt in seiner Haut, sich ununterbrochen etwas beweisen muss und irgendwann konstatiert, dass es in seinem Leben nicht sehr viele schöne, berührende, liebevolle Momente gab, sondern ihn eigentlich immer die Angst umtrieb, vor der Gesellschaft (Gesellschaft - sind das nur Männer!?) als Versager dazustehen.


Mann sollte sich gemeinsam emanzipieren, dann sehen Frauen auch keine Notwendigkeit darin, sich vom Mann emanzipieren zu müssen!

Gunter Gabriel, der gerade mittels Lebensbeichte in Platten- und Buchform Bilanz zieht, wird sicher demnächst nicht mehr singeln gehen müssen, da er wieder im Rampenlicht steht und damit den begehrten Heiligenschein hat.


Ob er sich aber sicher sein kann, dass die Damen seine angebotenen männlichen Reste wollen, oder doch nur Popularität und evtl. Knete, darüber muss er sich schon selbst Gedanken machen. Alt und gebrechlich genug ist er ja jetzt.

© mf 25.10.2009
von madame federkiel
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Samstag, 8. august 2009


Das Geheimnis des Abnehmens - der ultimative Weg zum Idealgewicht!

Figurprobleme sind sehr beliebt, zumindest bei den Herstellern von Pülverchen, Tropfen und Pillen zum Abnehmen.
Auch bei Gurus die verkünden, sie hätten die ultimative Formel zum dauerhaften Abnehmen gefunden.

Bücher über DIE neueste DIÄT gehen weg wie geschnitten Brot - natürlich ganz ohne Kalorien.
Das Thema ABNEHMEN ist eine Gelddruckmaschine, an der fett verdient wird!

 

Wer Bewegung scheut, seinem Körper über einen längeren Zeitraum statt hochwertige Lebensmittel jede Menge mit Geschmacksverstärkern aufgepeppten fettigen Fertig-Schweinkram zumutet, die entstehenden Defizite dann mit teuren Nahrungsergänzungspulvern und sog. Smoothies auszugleichen trachtet, muss sich nicht wundern, wenn das System schlappmacht oder einschläft.

 

Schließlich ist unser System seit Jahrtausenden darauf programmiert, dass natürliche Nahrungsmittel beschafft werden müssen,  sie zu "knacken" - aus Obst und Gemüse die Wertstoffe zu er- und verarbeiten, die unseren Motor am Laufen halten. Diese Vorgänge kosten Energie = Kalorien, halten unser Betriebssystem aber auch fit.

 

Wird unser Betriebssystem also nicht ausreichend gefordert, geht es kaputt - wie der Motor des supergepflegten Oldtimers, der seit Jahren nur in der Garage steht.

 

Aber Genau wie Kranke, die solange gegen eigene Vernunft und Wohlbefinden gehandelt haben, bis Körper und Seele rebellieren, jetzt aber vom Arzt erwarten, dass mit Medikamenten die Auswirkungen ihres Treibens bekämpft werden können und alles wieder gut wird, geht man auch an die Beseitigung seiner Figurprobleme.

 

Von Appetithemmern in Pillenform über hochkonzentrierte, langweilig schmeckende Proteinpülverchen bis hin zu reiner Zellulose (Sägespäne) als Magenfüller, wird seit Jahren für viel Geld alles runtergewürgt, was Männschen/Mädels ihrer Traumfigur näher bringen könnte.
Funktioniert ja oft auch - wenn auch nur vorübergehend!

 

Allerdings sind es nicht Pillen, Pülverchen, Diät oder Trennkost, die das Fett temporär schmelzen lassen, sondern die Tatsache dass man gleichzeitig kontrolliert und ausgewogen isst - etwas, was man normalerweise strickt ablehnt.


Auf eines ist jedoch Verlass - wer die Ursache eines Problems ignoriert, dem bleibt es auch erhalten.

Das Geheimnis eines dauerhaften weil gesunden Wohlfühlgewichtes ist allein, dass Körper und Seele das bekommen, was man wirklich braucht. Dann hört der Organismus auf zu betteln, was sich in Appetit und ähnlichem Frustverhalten äußert.

Dauernder Appetit oder Heißhunger signalisiert, dass irgend etwas Wichtiges fehlt.

Nicht die Menge des Essens zu erhöhen macht dann zufrieden, sondern nur der Ausgleich dieses Mangels.

Welcher Mangel vorliegt, muss jeder für sich herausfinden (lassen?), dafür gibt es keine Formel.

Dem einem Menschen fehlen Kohlehydrate (damit ist nicht Schokolade und Kuchen gemeint!), dem anderen Vitamine oder andere Vitalstoffe, dem dritten das seelische Gleichgewicht und menschliche Zuwendung.
Sich in seiner Haut wohl zu fühlen ist nicht nur sehr wichtig, es ist auch gut für die Figur.

Die Crux ist - um den Mangel herauszufinden, muss man sich erst einmal mit sich selbst befassen, sich wahrnehmen, was für viele so schwer ist, wie das Erlernen einer exotischen Fremdsprache.

Ob man zuwenig, zuviel und vor allem das Falsche isst, oder ob man andere permanente Frustverhalten entwickelt - meist ist negativer Stress die Ursache.
Unzufriedenheit/Stress, zuwenig Bewegung, Alkohol und Fertiggerichte sind die schlimmsten Feinde einer guten Figur.

 

Ich selbst habe mit zunehmendem Alter Pölsterchen angesetzt, obwohl ich mich ausgewogen, lecker und gesund ernähre, selbst bekoche und nie zuviel gegessen habe. Kohlehydrate verwandeln sich bei mir blitzartig in Fett, weshalb sie bei mir nur am Rande stattfinden.

Meine eigene Abnehmformel habe ich eher durch Zufall gefunden.
Wenn ich zusätzlich zu meinen normalen Mahlzeiten eine große Extraportion Salat aus rohem Gemüse (Kohlrabi, Paprika, Tomaten Radieschen Zwiebeln etc., angemacht mit einem Esslöffel Zaziki) esse, nehme ich rapide ab. Zwei Kilo in den ersten vier Tagen, vier Kilo insgesamt in einem Monat. Offenbar fehlte meinem Betriebssystem Wasser in genau dieser "gebundenen" Form.
Positive Nebenwirkung; ich habe überhaupt keine Heißhungerattacken mehr.

Auch die ärztlich attestierte angebliche Muskelschwäche meines Magens, die dazu führte, dass ich nachts Sodbrennen bekam, weil die Magensäure in die Speiseröhre zurückfloss (Reflux), habe ich nie wieder gespürt. Entweder ist mein Magen in Ordnung, oder/und nicht mehr sauer auf mich.

Im Moment verzichte ich auf diese meine spezielle Nahrungsergänzung, weil gerade so viel tolles Obst aus unserer Region auf dem Markt ist und ich darin schwelge. Damit ist mein Motor sehr zufrieden; ich nehme zwar nicht ab, aber auch nicht zu und im Spätherbst gehe ich dann die fünf überflüssigen Kilos an, die ich noch loswerden möchte.

 

Dass der Mensch halt ein Unikat mit all seinen Eigenheiten und Eigenarten ist, zeigt sich auch am Beispiel einer Freundin, die regelrecht aggressiv wird, wenn sie nicht genug Kohlehydrate bekommt (Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis), aber kaum Fett essen darf.

Sie hat mit vitamin- und kohlehydratreicher Kost und wenig Eiweiß in einem Jahr 30 Kilo abgenommen, bei allerbester Laune und Leistungsfähigkeit. Sie hat Lust bekommen auf Bewegung und macht seit Neuestem Sport.

 

Es gibt sie offenbar nicht, DIE eine allgemeingültige Abnehm-Formel!
Aber den Weg, sich selbst zu entdecken und sein Wohlfühlgewicht dabei zu finden, diesen Weg gibt es.

Kostet weniger als teure Mittelchen, macht zufriedener und hat garantiert Langzeitwirkung!

 

von madame federkiel
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Montag, 1. juni 2009


Diesen wunderschönen roten Hut hat "Helga" gemalt und noch viel mehr, was man HIER beäugen kann.

Wer Helga ist, weiß ich nicht und ein Impressum stand auch nicht bei ihren Bildern.
Der Hut passt so wunderschön zu  meinem Beitrag, dass ich Ihn  meiner geneigten Leserschaft dennoch nicht vorenthalten möchte.


Nicht nur für Frauen, auch für Männer, die versuchen wollen, Frauen zu verstehen, ist die folgende hübsche Bildergeschichte:

The Bright Red Hat!

von madame federkiel
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Sonntag, 29. märz 2009

Gegen diese Frau ist Alice Schwarzer ein zaghaftes Lämmchen.

Als Hulda Caroline Emilie Helene Stöcker (1869–1943) am 13. November 1869 in Elberfeld (heute ein Stadtteil von Wuppertal) als ältestes von acht Kindern zur Welt kam, ahnten weder ihre Eltern noch die Welt, was auf sie zukommen würde.

Nach der Ausbildung zur Lehrerin bei Helene Lange (1848–1930) in Berlin setzte Helene Stöcker bei ihren Eltern ein Studium der Nationalökonomie, Germanistik und Philosophie in Berlin, Glasgow und Bern durch.
1901/1902 promovierte sie in Bern mit der Dissertation „Von Winckelmann bis Wackenroder, zum Kunstverständnis der Romantik“ zum „Doktor der Philosophie“. Mit den Romantikern und ihrer Einstellung zu Liebe und Ehe beschäftigte sie sich auch später immer wieder publizistisch.


Im Alter von 24 Jahren veröffentlichte Helene Stöcker ihren ersten Aufsatz über „Die moderne Frau“, in dem sie die Auffassung vertrat, pekuniäre Unabhängigkeit sei die erste Vorbedingung für jede Art von Freiheit. Außerdem meinte sie, es müsse die Frage gelöst werden, wie die in der Ehe durch Küche und Kinderstube belastete Frau diese Freiheit nicht wieder verliert.


Die deutsche Frauenrechtlerin, Publizistin und Pazifistin machte sich als Gründerin des „Bundes für Mutterschutz und Sexualreform“ verdient. Außerdem hob sie die „Deutsche Friedensgesellschaft“, den „Verband fortschrittlicher Frauenvereine“, den deutschen „Verein für Frauenstimmrecht“ und die „Internationale der Kriegsgegner“ mit aus der Taufe. Sie setzte sich vehement für eine „neue Ethik“, das Frauenstimmrecht und den Frieden ein.


Dabei hatte sie durchaus nichts gegen Männer und hielt sich auch dabei nicht an die zu der Zeit üblichen Konventionen.
Weil sie seit 1905 ohne standesamtliche Trauung mit dem Rechtsanwalt und Notar Dr. Brunold Springer (1873–1931) zusammenlebte, wurde Helene Stöcker 1910 von einigen ihrer Mitarbeiterinnen in der Öffentlichkeit heftig angegriffen. Man erhob gegen sie den Vorwurf, der Kampf für eine Reform der Geschlechtsmoral werde entwertet, wenn man selbst davon profitiere. Die Verbindung mit Springer, die zu Helenes Leidwesen kinderlos blieb, währte bis zum Tod ihres Lebensgefährten.


Das Leben der Madame Stöcker war sicher niemals langweilig, wie man
HIER nachlesen kann.
von madame federkiel
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Sonntag, 8. märz 2009

Gerne schreibe ich anlässlich des Weltfrauentages mal auf, was ich und meine Freundinnen sich wünschen würden.
In erster Linie, mit einigen Irrglauben aufzuräumen.

Zum Beispiel den, dass Frauen die Rolle der Männer übernehmen möchten;  das halten die wenigsten von uns für erstrebenswert.

Wir haben genug eigenes Potential, um alle Aufgaben, die das Leben stellt auf unsere Art zu bewältigen und wir können auch gut darauf verzichten, uns mit den Männern messen zu müssen.

Frauen brauchen keinen Kerl, der ihnen zeigt, wo's lang geht, sondern wünschen sich Partnerschaft auf gleicher Augenhöhe.

Wir sind überzeugt davon, dass "Eigenartigkeit" für beide Seiten bereichernd sein kann.

Es liegt weder an unseren Genen noch an unserer Gebärfähigkeit, gute Putzfrauen, Köchinnen und Mütter zu werden; das müssen wir genauso lernen, wie es Männer müssten.

Auch die Begabungen von Frauen sind genauso unterschiedlich und vielfältig wie die der Männer.

Die Gehirne von Frauen sind zwar etwas anders strukturiert als die der Männer, aber qualitativ kann das Denkvermögen von  Frauen mit dem der Männer durchaus mithalten.
Wie sich in den letzte Jahren an den Universitäten gezeigt hat, ist unser Lernvermögen und die Bereitschaft zum Lernen sogar besser, als bei Männern.

Das Verlangen nach Sex haben Frauen genauso (je nach Temperament) wie Männer, nur haben wir im Zuge der Evolution lernen müssen, verantwortungsvoller und kontrollierter damit umzugehen.

Wir geben nicht einzelne Körperteilen Namen und gestehen ihnen ein Eigenleben zu, sondern sind der festen Überzeugung, dass die Kontrollstation im Kopf sitzt - bei Frauen wie auch bei Männern.

Kondome für Männer sind nicht ungesünder als die Anti-Baby-Pille (Hormone) für Frauen und die Pille schützt auch nicht automatisch vor Aids und Geschlechtskrankheiten und entlässt Männer aus jeglicher Verantwortung.

Es macht einen erheblichen Unterschied, ob eine Frau ihre Zustimmung zum Sex gibt, oder nicht!

Für Männer, die anderer Ansicht sind empfehle ich, sich von einem wesentlich stärkeren Mann vergewaltigen zu lassen.

Betrunkene Männer sind nicht intelligenter, schöner und erotischer als betrunkene Frauen; beide sind widerlich und/oder bedauernswert.

Kein Mensch - auch ein muskelbepackter Mann nicht - hat das Recht, über das Leben eines anderen Menschen zu bestimmen und ihn als seinen Besitz zu betrachten.
Für Männschen die glauben, dass vorgenannter Hinweis bereits überflüssig wäre, empfehle ich das HIER zu lesen!

Frauen sind in der Lage, eigene Entscheidungen zu treffen.

Frauen mögen selbstbewusste Männer und empfinden sie nicht als "Weicheier",  wenn sie Frauen mit Respekt behandeln.

Noch Fragen? Ich helfe gerne weiter.

von madame federkiel
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Montag, 19. januar 2009
Frankreichs Sexsymbol der 1950-er Jahre
Eine der attraktivsten Frauen in der Geschichte des Films dürfte in ihren jungen Jahren die französische Schauspielerin Simone Signoret (1921–1985), geborene Simone Henriette Charlotte Kaminker, gewesen sein. Dank ihrer feinen Gesichtszüge, ihrer starken Sinnlichkeit und ihres erotischen Mundes galt sie als Frankreichs Sexsymbol der 1950-er Jahre. Später rühmte man ihre Charakterstärke und ihren Mut zur Hässlichkeit. In ihren eindrucksvollsten Rollen spielte sie besessene Liebhaberinnen oder Prostituierte. Ihre Spielweise stand unter Einflüssen des italienischen Neorealismus.

Kaum eine andere Schauspielerin bekannte sich so zu ihrem Älterwerden wie Simone Signoret. In einem ihrer letzten Interviews erklärte sie: „Ich sehe aus, wie viele Frauen in meinem Alter eben aussehen. Und das ist gut so.” Von ihr stammt auch der Spruch: „Viele in der Branche haben zwar einen stammen Busen und Po, dafür aber einen schlaffen Geist.“

Außer in französischen stand Simone Signoret in etlichen Hollywood-Filmen vor der Kamera, bis ihre verwelkende Schönheit sie zu reiferen Charakterrollen zwang. In „Le chat“ („Die Katze“, 1970/1971) spielte sie eine verbitterte Hausfrau. Für diese Rolle nahm sie 1971 bei den „Internationalen Filmfestspielen“ in Berlin den „Silbernen Bären“ entgegen. In „La vie devant soi“ („Madame Rosa“, 1977) verkörperte sie eine gealterte ehemalige Prostituierte, die auf die Kinder ihrer jungen Kolleginnen aufpasste. Für letzteren Streifen bekam sie 1978 einen „César“ und den italienischen Preis „David di Donatello“.

Aus der Feder von Simone Signoret stammen die Autobiographien „La nostalgie n’est plus qu’elle était“ („Ungeteilte Erinnerungen“, 1976) und „Le lendemain, cela étati souriante“ (1979) sowie der Roman „Adieu Volodia“ (1984), die alle Bestseller wurden.

Nach langer Krankheit starb Simone Signoret am 30. September 1985 im Alter von 64 Jahren in Autheuil-Athouillet bei Paris.
Mehr über das Leben von Simone Signoret
HIER
von madame federkiel
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Freitag, 16. januar 2009
Heute die "Queen des Folksongs"

In den 60ger Jahren erlebte ich Joan Baez beim Ostermarsch gegen die Verbreitung von Atomwaffen. Mit Fasia Jansen stand sie auf einem Lastwagen, zwei Gitarren, zwei Stimmen, ein Mikrofon.
Was für eine große Stimme! Wir sangen zusammen voller Inbrunst "We shall overcome"!


Ich stand genau vor'm Lastwagen, und als sie später runterstieg, stand diese kleine Person neben mir und ging mir gerade mal bis zur Schulter.
Ich kann also mit Fug und Recht behaupten, dass ich schon mit Joan Baez gesungen habe, die paar Tausend anderen zwar auch, aber was interessiert mich das schon....
Als „Queen des Folksongs“ genießt die amerikanische Sängerin und Gitarristin Joan Baez weltweit großes Ansehen. Die engagierte Vertreterin der Gewaltlosigkeit sang politische Lieder, nahm innerhalb von drei Jahrzehnten mehr als 50 Langspielplatten auf, beteiligte sich an Demonstrationen, protestierte gegen Atomwaffen, verweigerte Steuern und prangerte Menschenrechtsverletzungen an.

Joan Chandos Baez – so ihr Geburtsname – kam am 9. Januar 1941 als Tochter des mexikanischen Physikers Albert Vinicio Baez und seiner Frau Joan Bridge Baez in Clarence Center auf Staten Island (New York) zur Welt. Ihren Vater hatten Forschungs- und Lehraufträge in die USA geführt. Joan wuchs in Redlands (Kalifornien) auf.

Wegen ihrer dunklen Hautfarbe musste Joan Baez in Redlands unter Rassenvorurteilen leiden: Sie durfte nicht mit weißen Nachbarkindern spielen, und man beschimpfte sie als „Nigger“. Bereits im Alter von zehn Jahren wünschte sich Joan, die Leute sollten aufhören, sich gegenseitig das Gehirn aus dem Schädel zu blasen.

Von Rock’n’Roll in den Bann gezogen, begann Joan Baez als Zwölfjährige auf der Gitarre zu üben. Nach dem Verlassen des Colleges studierte sie kurze Zeit an der „Boston University Fine Arts of Drama“. In Boston wurde Joan von ihrem Vater in die „Coffee Houses“-Szene um den „Harvard-Square“ eingeführt, wo man Folksongs zum Besten gab und sie sich für diese Art von Musik begeisterte.

In der Folgezeit schloss sich Joan Baez verschiedenen Beatnik-Gruppen an, sang in „Coffee Houses“, im „Ballad Room“, „Club 47“ und ab 1958 im „Chicago“. 1959 trat sie ohne Einladung beim „Newport Festival“ auf und feierte dort einen sensationellen Erfolg. Ihr erstes Schallplatten-Album „Joan Baez“ von 1960 wurde zur meistverkauften Folklore-Langspielplatte in den USA. Nun galt die kaum 19-Jährige als Star.

Das amerikanische Nachrichtenmagazin „Time“ schrieb über Joan Baez: „Ihre Stimme ist so klar wie die Luft im Herbst: ein vibrierender, kraftvoller, unerzogener, aufwühlender Sopran“. Auch als Prominente verabscheute Joan weiterhin Make-up. Wenn sie mit ihrem Sportwagen fuhr, saß sie barfuß am Lenkrad. Sie meinte, eigentlich sei sie keine Sängerin, sondern eine Politikerin.

Die musikalische Karriere der „Jeanne d’Arc des Folksongs“ war eng mit der politischen Entwicklung der 1960-er Jahre verbunden. Joan Baez begleitete mit ihren Songs die Studentenbewegung sowie die Bürgerrechts- und Anti-Vietnam-Bewegung. 1963 lehnte sie es ab, in einer Fernsehsendung von ABC aufzutreten, weil der linke Sänger Pete Seeger von den amerikanischen Medien boykottiert wurde. 1964 stiftete sie in Palo Alto (Kalifornien) ein „Institut zum Studium der Gewaltlosigkeit“.

Im August 1969 sang Joan Baez beim legendären Freiluft-Rockfestival in Woodstock bei Bethel (New York), zu dem 300000 bis 500000 Besucher kamen. Das Woodstock-Konzert gilt als Symbol der Jugendbewegung der 1960-er und 1970-er Jahre.

„Weil ein Teil des Geldes für Bomben und Panzer ausgegeben wird“, zahlte Joan Baez keine Steuern, sondern überwies statt dessen die Hälfte ihrer Konzerteinnahmen an pazifistische Organisationen. An der Spitze eines Demonstrationszuges marschierte sie von Selma nach Montgomery, klebte in amerikanischen Städten Plakate gegen die Atomrüstung, blockierte mit Demonstranten mehrfach Armeegebäude und verbüßte dafür Gefängnisstrafen.

Nach ihrer Hochzeit von 1968 mit dem amerikanischen Wehrdienstverweigerer David Harris predigte Joan Baez verstärkt gegen den Vietamkrieg. Im selben Jahr erschien ihr Buch „Daybreak“ („Tagesanbruch“). Im Juli 1969 musste Harris wegen seiner antimilitärischen Haltung ins Gefängnis. Im Dezember dieses Jahres brachte Joan den Sohn Gabriel Earl zur Welt. Im März 1971 wurde ihr Gatte nach 20 Monaten wieder freigelassen. Zusammen mit ihm schrieb sie das Buch „Coming out“ (1971). Ihre Ehe wurde 1973 geschieden.

Trotz ihres starken politischen Engagements lehnte Joan Baez ideologische Bindungen stets ab. Ihre Songs widmete sie Menschen, die Mut bewiesen, wie Lech Walesa in Polen, Corazon Aquino auf den Philippinen, den Müttern der Verschwundenen in Argentinien oder den Opfern des Terrors und der Unterdrückung.

Zwischen 1963 und 1975 machte Joan Baez die Lieder des amerikanischen Rock-Sängers Bob Dylan bekannt und trug so maßgeblich zu dessen Karriere bei. Dylan revanchierte sich damit, dass er Joan 1975 bei seiner „Rolling Thunder Revue“ auftreten ließ und ihr eine Rolle in dem vierstündigen Film „Renaldo and Clara“ (1978) verschaffte.

Die warmherzige Joan Baez und der mürrische Bob Dylan traten in den 1960-er und 1970-er Jahren oft als Duo auf. Sie blieb immer freundlich und offen, während er das Image des „lonsome wolf“ pflegte und sich zum Sänger der großen Bitterkeit entwickelte, zum Außenseiter und Fremden schlechthin.

1972 gehörte Joan Baez zu den Gründern der Sektion von „Amnesty International“ (AI) an der Westküste der USA. 1974 wurde sie Mitglied des „National Advisory Council“ von „Amnesty International“. 1979 hob sie die Menschenrechtsorganisation „Humanitas International Human Rights Commitee“ aus der Taufe. 1979 prangerte sie in einem „Open Letter to Hanoi“ („Offener Brief an Hanoi“) Menschenrechtsverletzungen in Vietnam an.

Nach dem Abebben der Protestwelle gegen den Vietnamkrieg gelangen Joan Baez nur noch wenige Hits, weswegen man sie manchmal bereits totsagte. Bei ihrer Lateinamerika-Tournee 1981 wurde sie von faschistischen Kreisen mit verbalem Terror und Bombendrohungen empfangen.

1986 feierte Joan Baez bei der ersten Tournee für „Amnesty International“ in den USA zusammen mit „U2“, „Police“ und Bob Geldorf ein Comeback. 1987 brachte sie nach siebenjähriger Pause wieder eine Langspielplatte heraus, die den Titel „Recently“ trug. 1988 trat sie bei einer Europatournee zusammen mit der argentinischen Folksängerin Mercedes Sosa und dem deutschen Pianisten Konstantin Wecker auf. Im selben Jahr erschienen auch ihre Memoiren „We shall overcome – Mein Leben“.

Joan Baez erhielt für ihre Lieder acht „Goldene Schallplatten“ und eine „Goldene Single“. Ausgezeichnet wurde sie unter anderem mit dem „Gandhi Memorial Int. Foundation Award“ (1988), „Chevalier Légion d’Honneur“, der Ehrenbürgerschaft von Mailand (1988) und der „Friedensmedaille von Verdun“ (1988).

Im Februar 1993 bekam Joan Baez nach einem Auftritt im Mannheimer „Rosengarten“ die Fremdenfeindlichkeit in Deutschland zu spüren. Als sie zusammen mit einigen der sie begleitenden Musiker in Mannheim tanzen wollte, verwehrte man ihr in zwei Diskotheken den Zutritt. Einer der Türsteher, der den Weltstar offenbar nicht kannte, soll Joan mit den Worten „Das sind mir viel zu viele Ausländer hier“ abgewiesen haben. Die Sängerin kommentierte die Affäre relativ gelassen.

Wie sehr Joan Baez von ihren deutschen Fans geschätzt wird, zeigte wenige Tage später eine Szene nach dem Auftritt in der „Frankfurter Jahrhunderthalle“. Obwohl bereits das Deckenlicht ausgeschaltet und die Kabelstecker herausgezogen waren, weigerte sich das klatschende Publikum beharrlich zu gehen. Daraufhin kam Joan ohne Mikrophon noch einmal zum Bühnenrand und spendete ihre fünfte Zugabe.
Nachzulesen HIER
von madame federkiel
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Mittwoch, 14. januar 2009

Als „Hohepriesterin der Mode“ und „Königin der Haute Couture“ feierte man die französische Modeschöpferin Coco Chanel (1883–1971), die bürgerlich Gabrielle Chanel hieß. Weltweit bekannt wurden Cocos bortengesäumtes Chanel-Kostüm – kombiniert aus kurzem Rock, der eine Handbreit über dem Knie schwebte, Pullover und Jacke –, das „kleine Schwarze“ – ein kurzes Kleid der Charlestone-Epoche – und das herb-süße Parfüm „Chanel Nummer 5“.

Gabrielle Chanel kam am 19. August 1883 als zweite uneheliche Tochter des Hausierers Albert Chanel und seiner Geliebten Jeanne Devolle in dem Sevennen-Dorf Saumur an der Loire zur Welt. Ihr Vater heiratete ihre Mutter am 17. November 1884, als bereits das dritte Mädchen unterwegs war. 1889 und 1891 folgte jeweils ein Junge, wovon letzterer jedoch bald starb.

Nach dem frühen Tod ihrer vermutlich einer Bronchitis erlegenen Mutter am 16. Februar 1895 wurde die elf Jahre alte Gabrielle Chanel, die bis dahin beim Verkauf von Wein und Kurzwaren auf der Straße geholfen hatte, völlig verwahrlost in das Waisenhaus eines Klosters von Obasine gebracht. Da die Schwestern der „Kongregation vom Heiligen Herzen Mariens“ bereits ihr Abendessen eingenommen hatten, boten sie Gabrielle zwei schnell gekochte Eier an.

Mit knapp 18 Jahren wechselte Gabrielle Chanel in das „Pensionat Notre-Dame“ der Stiftsdamen von „Saint Augustin“ in Moulins am Allier. Dort erhielt sie zwei Jahre lang am Internat für minderbemittelte junge Mädchen Unterricht. Hierher kam seit ihrem zehnten Lebensjahr auch ihre etwa gleichaltrige Tante Adrienne Chanel.

Nach dem Verlassen des Pensionats arbeiteten die 20-jährige Gabrielle und Adrienne in der Garnisonsstadt Moulins am Allier als Verkäuferinnen in einem Spezialgeschäft für Aussteuer- und Babyartikel, wo beide bei ihrem Arbeitgeber in einem Zimmer wohnten. Außerdem führten sie für die Damen dieses Ortes Stichelarbeiten aus und fertigten Hüte an.

Zu ihrem Vornamen „Coco“ kam Gabrielle Chanel durch ihre Auftritte in der „Rotonde“ von Moulins, dem Tingeltangel der Hauptstadt des französischen Departements Allier. Dort sang sie das rührende Chanson „Qui qu’a vu Çoco dans l’ Trocadéro?“. Deswegen nannte das Publikum, zu dem schmucke Offiziere des 10. Jägerregiments von Moulins gehörten, sie bald nur noch „la petite Coco“.

Der gesellschaftliche Aufstieg von Gabrielle Chanel begann 1904, als sich Etienne Balsan (1880–1953), der Sohn eines Pariser Industriellen, der als Lehrgangsoffizier in Moulins diente, für sie interessierte. Er brachte ihr bei, wie man sich in der feinen Gesellschaft benimmt, und von ihm wurde sie schwanger, worauf sie eine Abtreibung vornehmen ließ. Coco lebte von 1906 bis 1910 mit Balsan in Royallieu zusammen.

Einem Vorschlag von Etienne Balsan folgend, fertigte Gabrielle Chanel für Freundinnen anmutige Hüte an. Die von ihr kreierten Kopfbedeckungen trugen keine Straußenfedern, Tüll, Samtschleifen oder flatternde Bänder. Diese ungewohnte Schmucklosigkeit wurde von manchen Trägerinnen als Ausdruck einer neuen exzentrischen Modelaune geschätzt.

Durch ihren Liebhaber Etienne Balsan machte Coco Chanel 1909 die Bekanntschaft des britischen Bergwerksbesitzers Arthur („Boy“) Capel (gest. 1919). Einige Tage später erwartete sie den Briten am Bahnhof von Pau. Bei einer Fahrt im Schlafwagen nach Paris wurde sie seine Geliebte. Capel bescheinigte Coco bei morgendlichen Ausritten, sie habe das Zeug zur Geschäftsfrau und gab ihr eine Bürgschaft für einen Bankkredit, mit dem sie 1911 in Paris ihr erstes Modehaus eröffnete. 1914 kam ein Hutgeschäft in Deauville dazu.

Während des Ersten Weltkrieges (1914–1918) blieben fast alle Modehäuser in Paris geschlossen, nur das von Coco Chanel nicht. Sie kaufte ballenweise Baumwolljersey und nähte daraus schlichte geradlinige Kleider ohne Rüschen, die bald die Welt der Mode revolutionieren sollten.

Nach dem Ersten Weltkrieg gelang Coco der eigentliche Durchbruch. Sie kreierte für Frauen den Kurzhaarschnitt („Bubikopf“), Pullover, kurze Röcke und Hosen. In den 1920-er Jahren entwarf sie die berühmten „Cardigan-Jacketts“. Selbstbewusst sagte sie über sich: „Der Stil, das bin ich“.

In Paris mietete Coco Chanel nach dem Ersten Weltkrieg zunächst das Haus Nummer 22 in der „Rue Cambon“, später kamen die Häuser 27 bis 31 dazu. Die Geschäfte liefen bald so gut, dass sie in einem blauen „Rolls-Royce“ fahren und manche ihrer vielen Liebhaber mit Geld unterstützen konnte. Zu den wenigen Männern, die Coco Chanel wirklich geliebt hat, gehörte Hugh Richard Arthur Grosvenor, Herzog von Westminister (1879–1953), mit dem sie von 1924 bis 1933 liiert war. Der Adlige, einer der reichsten Männer Englands, hatte so manchen Spleen: Beispielsweise trank er morgens grünen Chartreuse (Kräuterlikör) und ließ sich von seinem Diener jeden Morgen die Schnürsenkel bügeln. Bei einer gemeinsamen Mittelmeerfahrt schenkte der Herzog Coco ein kostbares Halsgeschmeide, das sie zornig über Bord warf.

Der Herzog von Westminister wünschte sich von Coco Chanel sehnlichst einen Stammhalter. Aus diesem Grund testete die mittlerweile 41-Jährige mit ihrem blaublütigen Geliebten viele ausgefallene Stellungen beim Geschlechtsverkehr, die ihr eine Hebamme als besonders empfängnisfördernd empfohlen hatte. Nach jahrelangen ergebnislosen Versuchen – von Coco als „demütigende Gymnastik“ empfunden – kehrte der Herzog nach England zurück.

1939 zog sich Coco Chanel von der Bühne der Pariser Haute Couture zurück. Sie lebte damals im Pariser Hotel „Ritz“, auf dessen Dach nach der Besetzung Frankreichs durch die Deutschen die Hakenkreuzfahne wehte. Im „Ritz“ war Coco schon vor dem Zweiten Weltkrieg der Deutsche Hans Günther von Dincklage (geb. 1896) begegnet, der ihr Geliebter wurde und dem man später die Kontrolle der französischen Textilindustrie anvertraute.

Während des Zweiten Weltkrieges war das „Modehaus Chanel“ geschlossen. Coco Chanel verdankt ihr Comeback Marie Hélène van Zylen (gest. 1995), die ihr 1953 ihr neuestes Ballkleid vorführte. Coco fand dieses schrecklich, riss den Vorhang aus tiefrotem Taft herunter und machte aus dem Fetzen ein Ersatzkleid. Als Frau van Zylen diese abgeänderte Robe auf einem Ball trug, fragte man sie mehrfach, woher sie diese wunderbare Kreation habe.

Weil die Geschäfte mit Parfüm nicht mehr gut gingen, präsentierte Coco Chanel am 5. Februar 1954 nach 15-jähriger Pause wieder eine Kollektion. Die Kritiker äußerten sich über die unverändert elegante und schlichte Linie enttäuscht, doch die Kundinnen waren hellauf begeistert.

Als der Minirock aufkam, lehnte Coco Chanel dieses Kleidungsstück ab. Sie erklärte, dies sei eine schreckliche Epoche für alle Frauen, die nicht mehr ganz jung seien. Dem später kreierten Midirock sagte sie ein baldiges Ende voraus. Coco war ein auf Erfolg fixierter Workaholic und eine Perfektionistin, die auch noch auf dem Zenit ihrer Karriere jede Naht persönlich überprüfte. Wie viele Reiche, die als Kinder hungern mussten, hatte sie eine fast krankhafte Angst vor Armut.

Am 10. Januar 1971 starb Coco Chanel im Alter von 87 Jahren im Pariser Hotel „Ritz“, wo sie seit Jahrzehnten eine Suite bewohnte. Zuvor hatte sie über Unwohlsein geklagt, worauf ein Zimmermädchen einen Arzt verständigte, der sie tot auffand.

An der Trauerfeier für Coco Chanel in der Pariser „Madelaine-Kirche“ nahmen die Modeschöpfer Yves Saint-Laurent und André Courrèges, ihre Mannequins in Chanel-Kostümen und zahlreiche reiche Kundinnen teil. Der Sarg wurde nach dem Gottesdienst nach Lausanne (Schweiz) gebracht.

Nach Coco Chanels Tod übernahm der deutsche Modeschöpfer Karl Lagerfeld die Führung des Hauses Chanel. Heute werden die exklusiven Modelle von Mademoiselle Chanel weltweit in Boutiquen verkauft. Sie sind inzwischen auch für jene Frauen erschwinglich, die zu ihren Lebzeiten von einem Chanel-Kleid allenfalls zu träumen wagten.
Nachzulesen
HIER
von madame federkiel
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Dienstag, 13. januar 2009

Heute möchte ich darauf hinweisen, dass das Wahlrecht von Frauen in unserer "ach so fortschrittlichen" Republik gerade mal 90 Jahre alt ist. 
Vom Zugestehen dieses Rechts bis zu der Zeit, als Frauen dann auch eine eigene Meinung bei der Wahl haben durften und nicht die Ansichten ihrer Väter oder ihrer Ehemänner vertreten mussten,  vergingen mindestens noch 50 weitere Jahre - ein langer Weg.

Das Wahlrecht für Frauen verdanken wir im Wesentlichen einer Frau -
Louise Otto-Peters, und der Weimarer Räterepublik.
Louise Otto-Peters, eine Frau die ich als meine Schwester im Geiste bezeichnen, und hiermit  auf Ihre Biografie verweisen möchte.

„Der Staat ist männlich“

So empfanden viele Männer und Frauen im 19. Jahrhundert. Klar, denn Leistungen wie Waffendienst und Steuerpflicht, die der Staat forderte, konnten scheinbar nur Männer erfüllen. Die Folge: Frauen hatten keine Pflichten, also bekamen sie auch keine Rechte. Sie durften weder wählen noch Mitglied einer Partei sein noch politische Arbeit machen – die Öffentlichkeit war dem Mann zugedacht.

Frauen lehnen sich auf

Ihre Benachteiligung ließen sich einige Frauen nicht gefallen. In der 1. Hälfte des 19. Jh. forderte
Louise Otto-Peters als 1. deutsche Frau das Recht auf politische Mitwirkung: Sie gründete 1865 den „Allgemeinen Deutschen Frauenverein“ für bessere Mädchenbildung und gleiche Chancen im Beruf. 1873 verlangte die Frauenrechtlerin Hedwig Dohm erstmals das Wahlrecht.

Als Gruppe organisierten sich vor allem arbeitende Frauen (Proletarierinnen) in einer Frauenbewegung, um gegen politische Benachteiligung vorzugehen. Sie traf ihre Rechtlosigkeit mehr als bürgerliche Frauen, deren Welt Haushalt und Familie war und die nicht für Billiglöhne arbeiten mussten. Unter dem Einfluss von Clara Zetkin nahm die SPD 1891 als 1. deutsche Partei die Forderung nach dem Frauenwahlrecht in ihr Programm auf. 

Internationale gebündelte Frauenpower
Nach der Jahrhundertwende rumorte es schließlich in ganz Europa und Amerika. Nachdem friedlicher Protest nichts nutzte, setzten englische Frauenrechtlerinnen ab 1910 militante Mittel ein: Sie warfen Steine in Fensterscheiben von Banken und Ministerien, zündeten Briefkästen und Golfplätze an und legten sogar Bomben. Auf der 2. Internationalen Frauenkonferenz in Kopenhagen beschlossen Teilnehmerinnen aus der ganzen Welt, alljährlich einen Frauentag mit internationalem Charakter zu veranstalten. Seither finden am 8. März weltweit Veranstaltungen statt, die auf die Rechte der Frauen hinweisen.

Der Staat bittet Frauen zur Wahl
1918 war es in Deutschland dann so weit: Der Kaiser hatte abgedankt, der 1. Weltkrieg (1914–1918) war zu Ende. Die Arbeiter- und Soldatenräte, die nun an die Macht kamen, hatten ein offenes Ohr für die Frauen: Der Rat der Volksbeauftragten – die Übergangsregierung des Deutschen Reiches – erkannte den Frauen per Verordnung das Wahlrecht zu. Ab 1919 stand es dann auch schwarz auf weiß in der Weimarer Verfassung. Bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung am 19. Januar 1919 durften 17 Millionen Frauen erstmals ihre Stimme abgeben. Und mehr als 80 % von ihnen gingen damals tatsächlich zur Wahlurne.

Genauso wichtig wie das aktive Wahlrecht war auch das passive: Frauen durften sich von nun an zur Wahl stellen. Zahlreiche Wähler entschieden sich dafür, dass Frauen sie politisch vertreten: Von den 310 Frauen, die kandidiert hatten, zogen 41 in die Nationalversammlung ein – bei 423 Abgeordneten war dies ein Anteil von 9,6 %. Zwischen 1933 und 1945 nahmen die Nationalsozialisten den Frauen jedoch das passive Wahlrecht wieder ab, eine weibliche Beteiligung an der Politik passte nicht ins Frauenbild.

Das habe ich aus dem Archiv von Simplify-Wissen

von madame federkiel
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