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  • : Klar-Text von "madame federkiel"
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  • : Auf diesem Gedanken-Strich treibt Madame "federkiel" Gedankenjonglage und Wortartistik, sagt ganz subjektiv ihre Meinung, gibt Tipps, kess, vorlaut, besinnlich, liebenswert aber immer heiter bis.... bissig!
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Kurz Und Knapp Profiliert

  • madame federkiel
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Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg
Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune.
Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. 
Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.
  • madame federkiel Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune. Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.

Wo Finde Ich...

24. September 2008 3 24 /09 /September /2008 01:25

Unsere Persönlichkeit ist die Summe unserer Erfahrungen und wie/ob wir diese umsetzen.

Herzensbildung wird meines Erachtens viel zu sehr unterschätzt und ist für's  "Miteinander" und die Charakterbildung fast noch wichtiger, als Schulbildung.
Viele Menschen haben diese Art Zuwendung und Lebenshilfe ihrer Familie aber nicht erfahren dürfen.

Ein Mensch ist klug, wenn er seine Grenzen erkennt, akzeptiert und im Rahmen seiner Möglichkeiten optimal handelt.
 
Viele unsichere Menschen handeln jedoch nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" und gehen ständig davon aus, dass man ihnen ans Leder will, weil sie offenbar unfähig sind zu realisieren, weshalb sie immer wieder Wind von vorne kriegen.
Sie sind lernunfähig und deshalb ist leider auch jede Diskussion mit ihnen über ihr Verhalten zwecklos. 

Aber wenn die einzige Erkenntnis, die Leute aus ihren Erfahrungen ziehen die ist, dass man erst dann aufhören muss (oft tun sie es nicht einmal dann!), wenn es richtig weh tut, welche Persönlichkeit sollen sie dann entwickeln?


Deshalb ist ihre Verhaltensweise auch nicht einfach so zu verurteilen, sondern sie sind eher zu bemitleiden, ob ihrer Unfähigkeit und Intoleranz.

Früher habe ich meine Wortwaffen geschliffen und habe diese Leute ausgezählt! Aber wenn man merkt, dass sie eigentlich keine Gegner sind und gar nicht anders können, ist das Zeit- und Energieverschwendung und macht nur schlechte Laune.

Zu dieser Erkenntnis u.a. hat mir die Summe meiner Erfahrungen verholfen.
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25. August 2008 1 25 /08 /August /2008 16:04

Der Begriff  FREIHEIT hat in den verschiedenen Kulturkreisen sehr unterschiedliche Bedeutung, wird reichlich überstrapaziert  und muss für vieles herhalten, was eigentlich eher unter die Begriffe Individualismus und Egoismus fällt.

Die Ressourcen werden knapper, wir müssen uns dringend einschränken, ABER wo bleibt da unsere FREIHEIT?

Freiheit bedeutet für die meisten Menschen unseres Kulturkreises in erster Linie Konsum - ohne Wenn und Aber.

Es geht nicht darum, ob sie das was sie kaufen wirklich brauchen, sondern ob sie "Lust" darauf haben.

Was interessiert da, dass für Herstellung und Vertrieb z.B. eines "Schokoladenspringbrunnens", der nach 3 x Benutzen in irgend einer Ecke vergammelt, Material und Energie verbraucht wurde, die uns bald für Wichtigeres fehlen werden.

Es interessiert auch nicht, dass von dem Geld, das man für überflüssigen "Spaß" ausgegeben hat, am anderen Ende der Welt viele Menschen hätten leben können, die jetzt verhungern müssen.

Das Auto gar ist die heilige Kuh, das Statussymbol, ohne das viele "völlig bewegungsunfähig" und nackt im Wind stünden.

Was interessiert da schon, dass man aus Öl Wichtigeres als Brennstoff machen könnte? Dass die Zahl der Asthma-Kranken und Pseudo-Krupp-Kinder in den Städten heftig ansteigt? Was bedeutet schon saubere Luft gegen SPAß?

Man kauft und kauft und.....wundert sich, wie Generationen vor uns ohne diese riesige Ansammlung von Kinkerlitzchen und Wohlstands-Müll leben konnten?! 
Ganz einfach; sie hatten SICH, die
Familie, viel Natur und das gesellige Beisammensein mit Freunden.

Und wir, was haben wir, wenn man mal unsere ganzen Frustkäufe und Image-Pflegeartikel weglässt????
Wir haben tausend Entschuldigungen für unsere Bequemlichkeit, Rücksichtslosigkeit und Verantwortungslosigkeit, für die wir den Begriff FREIHEIT missbrauchen!

Dazu mal diese kleine Geschichte, die mir irgendwann im wild wabernden web zugelaufen ist  - so als kleine Nachdenk-Hilfe:

 
Der Fischer und sein Boot

Es war einmal ein Fischer, der neben seinem Fischerboot seine Siesta hielt. Er schaute aufs tiefblaue Meer, hörte dem leisen Rauschen der Wellen zu und schlief dann friedlich im schützenden Schatten seines Bootes ein.

Nach einiger Zeit kam in der heißen Mittagszeit ein Tourist vorbei, bewaffnet mit einer Kamera, und bestaunte den Fischer. Er zückte seine Kamera und begann, den Fischer von allen Seiten zu fotografieren. Von dem Klicken der Kamera wachte der Fischer auf und öffnete langsam seine Augen, um zu sehen, wer ihn denn bei seiner wohlverdienten Siesta störte. Als er den Touristen erblickte, bot er ihm eine Zigarette an und fragte ihn mit einem Lächeln, warum er ihn denn so oft fotografiert habe.

Der Tourist antwortete:
„Ich habe mich gefragt, woher Sie die Ruhe nehmen, sich mitten am Tag hier auszuruhen. Warum fahren Sie nicht hinaus, um Fische zu fangen? Sie müssen doch auch Geld verdienen, um Ihre Familie zu ernähren!“

Der Fischer zuckte nur mit den Schultern und antwortete:
„Ich bin heute morgen schon hinausgefahren und habe einen guten Fang gemacht.“

Doch der Tourist ließ nicht locker:
„Aber wenn ich Sie wäre, dann würde ich noch einmal rausfahren. Sie könnten dann noch mehr Fische fangen und diese vielleicht für schlechtere Zeiten einfrieren ...“


Der Fischer lächelte noch einmal, und bevor er antworten konnte, fuhr der Tourist fort:
„Stellen Sie sich doch einmal vor: Wenn Sie öfter am Tag rausfahren würden, könnten Sie die ganzen Fische, die Sie fangen, verkaufen und sich schon bald ein zweites Fischerboot zulegen. Und die Fische, die Sie dann mit beiden Fischerbooten fangen, könnten Sie wieder für gutes Geld verkaufen. Auf das zweite Boot würden ein drittes, ein viertes und noch viele mehr folgen. Auf diese Weise könnten Sie dann schon bald eine ganze Fischerflotte aufs Meer schicken. Und in ein bis zwei Jahren, wenn Ihnen dann vielleicht alle Boote hier auf der Insel gehören, kaufen Sie sich einen Hubschrauber und kontrollieren dann nur noch Ihre Fischerboote, die auf dem Meer die Arbeit für Sie erledigen. So bräuchten Sie bald fast gar nicht mehr zu arbeiten und könnten sich ausruhen und Ihr Leben genießen ...“

Der Fischer hob seine Augenbrauen, lächelte und antwortete gelassen:

„Aber das tue ich doch jetzt schon ...“

In diesem Sinne wünscht madame federkiel ihren Lesern viel Freude an der Natur mit Familie und/oder Freunden.

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19. Juli 2008 6 19 /07 /Juli /2008 21:12

Neben der Ausstellung eines populären Künstlers, die ich im letzten Jahr besuchte, lief im gleichen Haus eine Ausstellung geistig und psychisch eingeschränkter Künstler.

Ich fand diese Kombination sehr gut, denn sonst hätten wohl nicht so viele Menschen diese erstaunlichen, meines Erachtens teilweise außerordentlich guten Werke gesehen.

Ein "Kunstwerk" blieb mir besonders im Gedächtnis, das mich einerseits erst zum Rätseln, dann zum Lachen brachte.

In der Ecke eines Raumes waren kleine Papierschnipsel - hauptsächlich aus zerrissenem Zeitungspapier bis zu einer Höhe von ca. 1,50 m kegelförmig aufgeschichtet.

Eigentlich blieb jeder davor stehen und fragte sich, was das wohl darstellen sollte?

Auf einem kleinen Schild, das darüber angebracht war, stand:

EIN HAUFEN ARBEIT!

Ich habe selten so viele Menschen schmunzelnd von dannen ziehen sehen, wie bei diesem "Kunstwerk".

Allein die Idee, die Art der Umsetzung, die Mühe, die für diese Künstler unzweifelhaft darin steckte, und der Humor, der daraus sprach, fand ich super!

Das Kunst nicht immer gefällig ist, ist eine andere Sache. Aber ein Spiegel der Zeit ist Kunst immer und eine eigene Form, sich mitzuteilen. Kunst sollte berühren, Fantasie wecken, zum Nachdenken und Diskutieren einladen.


Dass mir dieser "HAUFEN ARBEIT" bis heute nicht aus dem Sinn geht und ich immer wieder Schmunzeln muss, wenn ich daran denke, zeigt mir, dass dieses kleine, einfache Kunstwerk genau das hatte, was Kunst ausmacht!

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25. Mai 2008 7 25 /05 /Mai /2008 22:34

Er war ca. 17 Jahre jung, der gepflegte junge Mann, der  mir  auf der Straße entgegen kam und  vergnügt lachte. Dann schaute er nach oben zum Himmel und lachte noch mehr. Als er direkt vor mir stand, zeigte er lachend  und auffordernd nach oben, bis ich den Kopf hob und wissen wollte, was ihn so fröhlich machte.

Als ich den Blick hob, gab er mir mit dem Zeigefinger einen kleinen Stups ans Kinn und wollte sich schier kugeln, weil ich auf seinen kleinen Trick hereingefallen war.

 
Wir lachten gemeinsam, denn seine Fröhlichkeit war wirklich ansteckend.

 
Irgend etwas an seiner Art machte mich so besonders vergnügt und ich überlegte, was es war, als ich meinen Spaziergang fortsetzte.

 
Er hatte eine verkrüppelte linke Hand gehabt und auch sonst war seine Motorik etwas gestört,  aber das schien ihn nicht weiter zu bekümmern. Ob er geistig auf voller Höhe war, konnte ich nicht erkennen. Es war keine Schadenfreude in seinem Gesicht gewesen darüber, dass er mich "hereingelegt" hatte, sondern Freunde darüber, dass er mich zum Lachen gebracht hat.

 
Eines zumindest hatte er vielen Menschen voraus, er war offensichtlich ganz ohne Arg und Häme.

 
Immer wieder ist mir in meinem Leben aufgefallen, dass Menschen, die wir als "geistig minderbemittelt, aber harmlos" bezeichnen, wie z.B. die Menschen mit Down-Syndrom, voller Vertrauen sind, und es nicht nötig haben, andere Menschen niederzumachen. Sie müssen sich nicht messen und haben nicht den Anspruch, sie zu besiegen.

 
Damit sind sie außerordentlich seltene Exemplare in einer Gesellschaft, die offensichtlich nur noch Spaß daran hat,, wenn andere versagen, überlistet  und reingelegt werden; wenn es anderen schlechter geht, als ihnen selbst, dann fühlen sie sich endlich ein bisschen überlegen.

Ein trauriges Zeugnis dafür, wie es um das Selbstwertgefühl der Menschen heutzutage bestellt ist.

 
Ich möchte mich bei dem jungen Mann dafür bedanken, dass er mir sein Lachen geschenkt hat, einfach so, und die Sonne an diesem Frühlingstag noch ein bisschen wärmer scheinen ließ.

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13. Mai 2008 2 13 /05 /Mai /2008 19:36

Sex ist eine der archaischsten Formen von Befriedigung.

 
Erotik hingegen ist die sinnlichste.

 
Erotik erfordert Fantasie und drückt sich so vielfältig aus, dass sie nicht einmal praktizierten Sex benötigt.

 
Erotisch, das kann ein Essen sein, ein Gemälde, Musik, Mimik, Geruch, eine Geste....

 
Während Sex total egoistisch und unter Missachtung des Partners ablaufen kann, setzt die erotische Liebe zwingend das Zusammenspiel der Akteure voraus, ist ohne Vertrauen und Achtung nicht möglich.

 
Sex ist Einfalt, Erotik Genuss!

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11. Mai 2008 7 11 /05 /Mai /2008 14:24

Mutter, warum liebst du dieses Kind?

Es gab dir alles, was es konnte, doch die Zeit hatte es gelehrt, wie all die anderen zu werden -

stets ein wenig hektisch,

konzentriert auf der Suche nach ganz persönlichem Erfolg,
 

nach Freundschaften, die sich auf Oberfläche beschränken,

nach materiellem Glück, welches Liebe ersetzen muss,

nach  Abenteuern, die in Langeweile enden.

 
Die Zeit, die es nur zu nehmen gelehrt hat, ließ dein Kind oft vergessen, dass der Kuchen von dir extra für dieses Kind gebacken wurde - auf dass es sich bei dir wohlfühle. ©mf/76

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2. Mai 2008 5 02 /05 /Mai /2008 19:25
Wir wurden vor der Erfindung des Fernsehens, des Penicillins, der Schluckimpfung, der Tiefkühlkost und des Kunststoffes geboren - und kannten Kontaktlinsen und die Pille noch nicht.
Wir waren sicher noch nicht dabei, als man entdeckte, dass es einen Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt, aber wir haben die erste Geschlechtsumwandlung noch miterlebt.
Wir sind die letzte Generation die so dumm war zu glauben, dass eine Frau heiraten muss, um ein Baby zu bekommen.
Wir haben erst geheiratet und dann zusammengelebt. Und "mit jemandem gehen", das hieß fast verlobt zu sein.

Wir kauften Mehl und Zucker noch in Tüten beim Krämer und nicht abgepackt im Supermarkt. Wir waren schon da, bevor Kreditkarten, Telefax, Computer und Kugelschreiber zum täglichen Gebrauch zur Verfügung standen. Es gab noch keine Geschirrspüler, Wäschetrockner, Klimaanlagen - und der Mensch war auch noch nicht auf dem Mond gelandet.

Wir liefen schon auf der Straße herum, als man noch für fünf Pfennige ein Eis, einen Beutel Studentenfutter oder vier Brötchen für einen Groschen kaufen konnte. Wir haben Briefe mit 12-Pfennig-Marken frankiert und konnten für zehn Pfennige mit der Straßenbahn von einem Ende der Stadt bis zum anderen fahren.

Wir dachten nicht daran, dass der Wiener Wald etwas mit Brathähnchen zu tun haben könnte und Arbeitslosigkeit war eine Drohung und noch kein Versicherungsfall.
Wir mussten fast alles selber tun und mit dem auskommen, was wir hatten. Zu glauben, dass der Staat uns schließlich doch versorgen wird, wenn wir vorher über unsere Verhältnisse gelebt hätten, wäre undenkbar gewesen. Wer mehr ausgab als er einnahm, war schlichtweg ein Bankrotteur.

Wir waren da, bevor es den Hausmann, die Emanzipation, Pampers, Aussteiger und computergesteuerte Heiratsvermittlung gab. Zu unserer Zeit kannte man noch keine Gruppentherapie, Weight Watchers, Sonnenstudios, das Kindererziehungsjahr für Väter und Zweitwagen.

Wir haben damals noch keine Musik vom Tonband oder die New Yorker Symphoniker via Satellit gehört. Es gab auch keine künstliche Herzen und Gelenke, lebende Organe von "Hirntoten" und die künstliche Verlängerung individuellen Lebens auf Intensivstationen.
 
Diese und noch viele andere Entwicklungen haben wir erlebt, mehr als je in der Menschheitsgeschichte eine Generation erleben konnte. Ist es da ein Wunder, wenn wir manchmal konfus erscheinen?
So ist wohl auch die Kluft zwischen den Generationen entstanden.
Wir haben aber alles überlebt und sind der Statistik zufolge die gesündere Generation. Das ist vielleicht auch ein Beweis für unsere "überholte" Lebensweise. Darum haben wir allen Grund zum Feiern und wir freuen uns, dass wir das auch noch können!

*Anmerkung: Dieser Text wurde nicht von der Vorleserin selber verfasst. Er kursierte im Bekanntenkreis und spiegelt nach Ansicht der Vorleserin treffend die Gedanken jener Generation.

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29. April 2008 2 29 /04 /April /2008 21:21

Offen gestanden kotzt es mich an: dieses dumme Gerede der derzeitigen "Generation Z", die 70er - 80er Jahre wären langweilig gewesen und wir verstünden nix vom Leben, aber sie selbst wären im Besitz der einzig wahren Wahrheit. Totaler Bockmist!


Hört genau zu, Ihr zungengepiercten Techno-hoppler mit Arschgeweih auf dem Hintern: Ihr wart nicht dabei!

 
Wir haben sie live erlebt: die Geburt des Synthesizers und den wahren Soundtrack, der von Bands wie den Stones, den Beatles bis Depeche Mode,Cure und Yazoo geschrieben wurde.


Wir haben noch mit Midischleifen und Oszillographen gekämpft!
Wir haben Euer "Tekkno" erfunden, bei uns nannte sich das aber noch "Wave" und war tatsächlich Musik. (Übrigens verwursten Eure DJ`s die Dinger noch heute zu einer Art musikalischer Canneloni mit schwülstiger Computerbass-Sauce).


Wir mußten noch keine Angst haben, daß uns Tina Turner mit dem klassischen Seniorenoberschenkelhalsbruch von der Bühne purzelt und wir haben Madonna noch mit festen Brüsten und ohne Baby-Pause gekannt, Ihr Nasen!


Wir verbinden "Kraftwerk" noch nicht mit der Solarenergie und wir hatten noch Angst, dass Joschka Fischer von Holger Börner mit der Dachlatte verprügelt wird. Wir erinnern uns noch an Terroristenfahndungsplakate, auf denen hin und wieder ein Gesicht liebevoll mit Kulli von einem Staatsbediensteten durchgestrichen wurde.....

Die Bundeswehr machte noch Spaß, wir kannten ja die Richtung, aus der der Feind kam...


Zu unserer Zeit fielen Break-Dancer auf den Fussgängerzonen noch hin und wieder richtig auf die Fresse und Peter Maffay wurde beim Stones-Konzert noch ordentlich von der Bühne gepfiffen.


Wir hatten noch die Qual der Wahl zwischen Pop, Rock, Metal und Italo-Disco und mußten nicht den wöchentlich ändernden Cross-over Trends nachjapsen.


Wir hatten noch Plattenspieler (auf 33" und 45") und richtig geile Plattencover, auf denen man die Namen der MUSIKER (und nicht der Programmierer) ohne Lupe erkennen konnte und die tatsächlich Kunst
waren, keine tempotaschentuchgroßen, einfarbigen Booklets auf denen gerade noch "nice price" lesbar ist.


Für uns war eine LP etwas Heiliges, das gepflegt und geliebt werden mußte und keine CD-Plastik-Wegwerfware, die so robust ist, daß man sie durchaus auch als Bierglasuntersetzer verwenden kann. Bei uns erkannte jeder sein Eigentum noch an den individuellen Kratzern.


Wir haben kein Big-Brother geschaut sondern "Formel 1", wo es eine ganze fette Stunde wirklich gute Musikvideos zu sehen gab, die das Lied untermalten, wir hatten kein MTV mit degenerierten CD-Werbespots und eingebildeten VJ-Flaschen nötig.


Wir haben uns "Magnum" reingezogen, haben uns die Sakkoärmel hinauf geschoben und ließen uns die Haare seitlich ins Gesicht fallen, ohne diese beknackten, umgedrehten Baseballmützen oder Wollhauben.


In unseren Hosen konnte man noch sehen, ob eine(r) einen Hintern hatte, heute hängt der Arsch ja bei jedem von Euch in der Kniekehle der ach so tollen Addidas-Jogginghose.Die Weiber hatten dicke Möpse und schmale Hüften und nicht andersrum.Und Bauchfrei machte nur, wer es sich leisten konnte.


Man konnte erkennen ob jemand "männlich" oder "weiblich" war. Heute verschlabbert alles unter kunstvoll vergammelter Bekleidung.

Bei uns haben sich keine Neonazis mit Türken geschlagen, sondern Punks mit Mods, Mods mit Poppern, Popper mit Rockern und alle gemeinsam gegen die Polizei....


Bei uns gab es noch Mofas, Kraftis und 80er bei denen durchgängig die Betriebserlaubnis erloschen war, denn das Wort "frisieren" hatte damals noch seine eigentliche Bedeutung, was ihr kahlgeschorenen Pfeifen nie verstehen werdet. Und wer einen Führerschein hatte, fuhr als erstes Käfer oder einen Döschovo, bei dem Dellen von Individualismus zeugten, ihr Opel-Corsa-Popel.


Und weil ihr gerade im Leistungskurs für Informatik sitzt: die AC/DC Einritzungen auf den Tischen sind von UNS - und es geschieht Euch nur recht, wenn ihr glaubt, daß die Dinger aus dem Physiksaal kommen, wo irgendein findiger Schüler seinerzeit die Abkürzung für "Welchselstrom/Gleichstrom" in die Bank gemeisselt hat!


Also erzählt uns nichts über "unsere Zeit!! Ach ja, hiermit entschuldige ich mich, auch im Namen meiner Altersgenossen, für Modern Talking. DAS haben wir wirklich nicht gewollt......


Ach ja, ich lebe auch wenn ich nach 1945 geboren bin - u.a.auch mit vielen Freunden von vor 1945 - die sind mir doch in vielen Dingen lieber als die ganz jungen Besserwisser.


Viel Spaß und nehmt euch mal nicht ganz so wichtig!

Dieser Text ist mir irgendwann ohne Urheberangabe im wild wabernden Web über den Weg gelaufen, von mir etwas überarbeitet worden und gibt genau das wieder, was ich über die Spaß-Gesellschaft denke, die sich gerade das Hirn zudröhnt und natürlich - im Gegensatz zu uns - den vollen Durchblick hat!
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4. April 2008 5 04 /04 /April /2008 00:13

Erst wenn dem Menschen im Zuge der  Evolution am Allerwertesten Räder gewachsen sind, wird er merken, wie schön und praktisch Beine waren, da bin ich mir sicher!

Wenn etwas Gutes, Vertrautes gefährdet ist, denken die meisten Menschen: "Ach, so schlimm wird es schon nicht kommen!"


Wenn das Ableben dann zu beklagen ist, bedauern alle, dass sie nicht früher reagiert  und etwas unternommen haben.


Die Tante-Emma-Läden in den Wohnstraßen mit den riesengroßen Eimern für unseren täglichen Seelenmüll - weg sind sie! 


Die kleinen Kinos, zum Teil noch mit richtigem Theater-Ambiente, gehen kaputt, weil es die Massen in die kleinen miefigen Wabenkinos zieht. Günstig ist der Eintrittspreis dort auch nicht.
Nix mehr mit stilvollem Kuscheln in der letzten Reihe!


Alles was klein, persönlich und vertraut ist, wird langsam aus unserem Leben verdrängt - weil wir nicht gegensteuern...

Und dann sind es immer die anderen gewesen - die Supermarktkette z.B., aber das stimmt nur bedingt. Die Tante-Emma-Läden sind in einer Zeit verblichen, als wir uns durchaus etwas mehr Geld für gute Lebensmittel leisten konnten; sie sind eingegangen wegen unserer Faulheit!

 
Es ist nicht nur der günstigere Preis, es ist auch die Bequemlichkeit, die uns im Supermarkt einkaufen lässt, wo wir alles an einem
Platz finden, damit wir eher in unsere Alleinsamkeit kommen - vors Puschenkino.   

Es ist auch dem Hausbesitzer zu verdanken, der die Ladenmiete in die Höhe getrieben hat, bis die Läden jetzt endlich leer stehen, weil die Miete keiner mehr bezahlen kann.

 
Wo ist das Schlachterei-Geschäft, der Fischladen geblieben, die uns  noch beraten haben und denen wir noch vertrauen konnten, weil sie die Verantwortung für die Ware trugen, die sie uns verkauften.  Heute  fressen wir jeden Mist.


Die Entwicklung geht nicht nur zu Lasten der Qualität von Ware, wir verzichten vor allem auf Lebensqualität.

Und dabei behaupten wir, wir wären anspruchsvoll!!!

Man hat ja so seine Ansprüche!

Du arbeitest wie besessen dafür.

Das Schicksal sitzt in der Ecke..... und lacht sich tot!

 

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30. März 2008 7 30 /03 /März /2008 18:29

Bei dem Wetter, was wir heute in Hamburg hatten, blieb mir echt nichts anderes übrig, als über den Frühling zu schreiben.

Die Frühlingsblumen fangen
endlich richtig an zu blühen, und es sprießt auch wieder der gemeine Straßenbau - überall werden Fahrbahnen gesperrt, die Straßendecke aufgerissen und sie hacken, graben und lärmen, dass es nur so eine Freude ist!

 
Die ersten Frühlingstage, meistens noch zu kalt, haben Menschen schon immer beflügelt, seltsame Verhaltensweisen an den Tag zu legen.


Beispielsweise sind die Außendraußenplätze von Cafés, Restaurants und anderen gastronomischen Betrieben bei Temperaturen, die im Sommer niemanden vor die Tür locken würden, restlos besetzt!

Selbst nach Sonnenuntergang bei uns an der Ecke in dem großen Gartenlokal.

Bis zur Dunkelheit hat sich die Gemeinde der Sonnenanbeter schon warmgetrunken, und so sitzen sie so lange, bis sie völlig unterkühlt sind.

Zumal der Betreiber dieser Gaststätte die perfide Idee hatte, beim ersten Frühlings-Sonnenstrahl sofort auf die Tafel draußen schreiben zu lassen: "Bier, im Freien genossen, preisermäßigt!" 

(natürlich nur so lange die Außentemperatur unter 15° bleibt).

 
Auch werden beim ersten Frühlingslüftchen sofort die Röcke und Jacken kürzer - die Farben
heller


Man(n) fährt, auch wenn ihm die Ohren vor Kälte beim Fahren abfallen, im Wagen "oben ohne", mit aufröhrendem Motor bei jedem Halt an der Kreuzung! Die Auto-Stereoanlage beglückt
die Umwelt mit sattem Sound.

 
Das alles bedingen die "Frühlingsgefühle"! Wenn im Frühjahr die Tage länger werden, stellt der Körper den Hormonhaushalt um. Es werden verstärkt Endorphin, Testosteron und Östrogen ausgeschüttet. Die Sonne scheint, die Temperaturen werden wärmer, die Kleidung luftiger und das Gehirn schaltet sich offenbar dann automatisch ab!


Ein paar Tage nach diesen ersten, frühlingshaften Sonnenstrahlen folgt dann jedes Mal die nächste, unabwendbare "Grippewelle", die nix anderes ist, als 'ne anständige Erkältung in Folge der Unterkühlung.

 
Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell so'n bisschen Sonne, gepaart mit ermäßigtem Bierpreis zum Gedächtnisverlust führt.

"Nie wieder setz' ich mich bei der Kälte da draußen hin!" - diese Erkenntnis unterm Schniefen und Husten kundgetan ist beim nächsten Frühling garantiert vergessen!

 
Aber nun mal im Ernst und bevor ich es vergesse:

Nur einen Katzensprung von Hamburg entfernt, an der Elbe zwischen Buxtehude und Stade liegt das "Alte Land", dieses außergewöhnliche Naturparadies, das für sich in Anspruch nehmen kann, das größte geschlossene Obstanbaugebiet Deutschlands zu sein.

 
Das bedeutet, dass das Alte Land nicht nur im Frühling etwas zu bieten hat, die Obstblüte, sondern dass wir Hanseaten frisches Obst ohne lange Anfahrtswege, vor Ort gereift, auf unsere Märkte bekommen.

Übrigens lässt die Kirsch- und Apfelblüte dieses Jahr noch etwas auf sich warten, nur die wilde Pflaume blüht bereits im Alten Land. Wann dieses wunderschöne Naturerlebnis der Obstblüte zu genießen ist, können Sie rechtzeitig hier im Blütenbarometer sehen.

 
Wer einen Ausflug ins Alte Land unternehmen möchte (man kann dort u.a. auch gut Kaffee trinken gehen und den selbstgebackenen Kuchen genießen), der findet hier Informationen dazu.


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