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Auf diesem Gedanken-Strich treibt Madame "federkiel" Gedankenjonglage und Wortartistik, sagt ganz subjektiv ihre Meinung, gibt Tipps, kess, vorlaut, besinnlich, liebenswert aber immer heiter bis.... bissig!

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Nepal, eine Monarchie hat abgewirtschaftet, oder das seltsame Demokratieverständnis der USA!

Dieser Beitrag bezieht sich auf einen Artikel in  "Democracy now" von Amy Goodman vom 16.4.2008,
und ist nicht nur ein Armutszeugnis für das Demokratieverständnis Amerikas, sondern auch ein Zeichen für die latente Geografieschwäche der amerikanischen Politiker!

Die Wahl in Nepal gewannen die Maoisten überlegen!

Die maoistischen Rebellen Nepals sprechen vom nahen Ende der Monarchie, nachdem sie in einer nationalen Wahl vergangene Woche einen Überraschungssieg errangen.
Es wird damit gerechnet, dass auf die Kommunistische Partei Nepals (CPN) mehr als die Hälfte der Sitze in der Verfassungsgebenden Versammlung entfallen, wenn das Endergebnis veröffentlicht wird.
Maoisten-Offizielle sagen, ihre erste Handlung im neuen Amt werde die Abschaffung der Monarchie und die Ausrufung einer Republik sein.

Die Wahlen waren das Ergebnis eines Friedensabkommens im Jahr 2006, mit dem die Maoisten ihre Rebellion gegen König Gyanendra beendet hatten. Nach einer gigantischen Woge des Protestes gegen seine Herrschaft sah sich Gyanendra zur Aufgabe der absoluten Macht gezwungen.


Jimmy Carter war - mit Leuten vom Carter Center - einer der internationalen Monitoren der Wahl, eine der Wahlbeobachtergruppen. Zum Schluss, auf seiner Pressekonferenz, erklärte er unter anderem, die Wahl sei außerordentlich frei und fair verlaufen und es sei Zeit, dass die USA ihre Einordnung zurücknähmen.

Denn für die USA ist die CPN Nepals eine "Terrororganisation mit besonderer Zielsetzung"!

Da interessiert es auch nicht, dass Stephen Hadley, amerikanischer "Nationaler Sicherheitsberater" am Wochenende auf ABCs 'This Week with George Stephanopoulos' Tibet und Nepal während des ganzen Gesprächs mehrfach verwechselt.
Was ist schon so eine kleine Geografie-Schwäche für ein so großes Land wie die USA!


Es interessiert die USA auch nicht, dass die Nepalesen, quer durch alle Schichten und Parteien hindurch, eindeutig gewählt haben und in den Straßen Nepals momentan große Erleichterung und sehr, sehr große Freude herrscht.

Demokratie aus amerikanischer Sicht ist offenbar nur, was amerikanischen Interessen entspricht, und nicht, was Menschen für ihren Staat in freier Wahl beschließen.

Bleibt abzuwarten, wann die USA ihren tibetischen Freunden zur Hilfe eilen, und ganz nebenbei Nepal von der Demokratie "befreien"!


Das ganze Interwiev in deutscher Übersetzung nachzulesen hier:
Interwiev von Amy Goodman im Firehouse-Studio in New York

die sich  mit zwei Gästen über die mögliche Bedeutung dieser Wahlen für Nepal unterhielt.


Ein Gast war
Kashish Das Shrestha, freier Journalist, Fotograf, Produzent und Gastgeber von 'In Conversation' (samudaya.org).

Zweiter Gast, aus Nepal zugeschaltet, war Mary Des Chenes, Anthropologin und Menschenrechtsaktivistin, seit zwanzig Jahren in Nepal tätig und Herausgeberin des Journals 'Studies in Nepali History and Society' mit Sitz in Katmandu.


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