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  • : Klar-Text von "madame federkiel"
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  • : Auf diesem Gedanken-Strich treibt Madame "federkiel" Gedankenjonglage und Wortartistik, sagt ganz subjektiv ihre Meinung, gibt Tipps, kess, vorlaut, besinnlich, liebenswert aber immer heiter bis.... bissig!
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Kurz Und Knapp Profiliert

  • madame federkiel
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Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg
Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune.
Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. 
Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.
  • madame federkiel Geboren: vor Lichtjahren in Hamburg Wesenszüge: Unerschütterliches Selbstvertrauen gepaart mit Menschenliebe und guter Laune. Mein Leben habe ich als ständige Herausforderung verstanden. Viele Wege bin ich gegangen. Langweilig war es zum Glück nie.

Wo Finde Ich...

19. September 2008 5 19 /09 /September /2008 20:28

Am 19.2.08 schrieb ich über die wichtigen Wichte in den oberen Wirtschaftsetagen. Die aktuelle Entwicklung auf dem Finanzmarkt zeigt, dass diese Spezies offenbar wirklich wichtig ist. Weil ein für die Allgemeinheit ungesundes Schneeball-System ohne die Gier und Großmannssucht dieser Herrschaften nicht funktionieren würde - solange es funktioniert.
Allerdings habe ich das bestimmte Gefühl, dass auch diesmal die gleichen Leute auf der Gewinnerseite sind, egal ob Hausse oder Baisse!
Und ich bin der festen Überzeugung, dass aus dem Schneeballsystem eine Lawine werden kann, die alles mit sich reißt, wenn wir nicht endlich dieses kaputte System infrage stellen!

Die "Früchte der Arbeit" von Managern sind so angelegt, dass der Gewinner dieser Position, wenn er es schafft, sich 5 (FÜNF!!) Jahre in dieser Position (WIE auch immer) zu halten, bis ans Lebensende bestens versorgt ist!

Das Risiko dieser Berufsgruppe ist gleich NULL, denn sie haften, im Gegensatz zu Unternehmern, nicht mit einem Cent für ihre Fehlleistungen.
Viele von ihnen haben sich das Rüstzeug zu Beginn ihrer Karriere in Amerika geholt.


Wenn ein Manager seinen Posten abgibt, ist der Neustart für den Kumpel aus dem selben Club schon bestens vorbereitet. Man schanzt sich reihum die Posten zu.


Und einmal ist keinmal! Viele, die es bis in diese Etage geschafft haben, sind längst zu Spielern geworden und können mit ihrer Raffsucht nicht mehr aufhören. Menschen, werden nur noch als Schachfiguren wahrgenommen, Gefühle sind ausgeschaltet. Ihr Tun ist so abstrakt, vergleichbar mit einem Computerspiel.


Im Gegensatz zu anderen Süchtigen jedoch steigt das Image der Manager in unserer Gesellschaft mit Einkommen und Macht.
Das ist ganz klar Schuld unserer Gesellschaft.  Manager gehören zu den goldenen Kälbern, die das dumme Volk anbetet, obwohl wir es sind, die letztlich die Kohle ranschaffen müssen, mit der diese Herrschaften - Damenschaften sind in dieser Po-Sitz-Ion eher selten - bezahlt werden.


Ein normaler Mensch, genussfähig und sozial kompatibel, mit allen Tassen im Schrank, dankt seinem Schicksal, wenn er einmal in kurzer Zeit zu einem solchen Vermögen gekommen ist. Er freut sich, dass er nicht mehr schuften muss und genießt sein Leben.


Nicht so bei
A
-ckermann bis Z-umwinkel & Co. Deren Selbstwertgefühl ist offenbar so im Keller, dass sie sich nur noch über Besitz und Macht definieren können. Man ist nur, was man hat!!

 
Apropos zumwichteln, ein Beispiel par excellence!

Was treibt Leute (ich habe dieses Wort bewusst gewählt) wie Herrn Zumwinkel, deren Lebensweg sich wie eine einzige Erfolgsstory liest dazu, derart gierig und geizig zu werden?

Seine Ausgangsposition war gut - elterliches Handelsunternehmen, dessen Leitung er mit seinem Bruder zusammen schon während seiner Studienzeit übernahm.

Nach dem Studium ging's ratzfatz auf der Leiter nach oben. Kleiner Abstecher als Privatdozent an der Uni Münster, aber dann....seeehr erfolgreich in den Vorständen gearbeitet, Geld wie Heu verdient, und es letztendlich nur zum Musterbeispiel für.....Gier und Geiz geschafft!

Ich vermute mal, all diese Leute kompensieren mit ihrem unsozialen Verhalten etwas. Wahrscheinlich hat sie keiner wirklich lieb gehabt und ich fürchte, das wird sich durch ihr armseliges Verhalten auch nicht mehr ändern!

Aber eines sollte man nicht vergessen; ein System, dessen einziges Ziel Gewinnmaximierung ist,
das auf Schnelllebigkeit von Produkten setzt,
dessen Credo Verbrauchen auf Deubel komm raus ist und das sich einen Dreck um die Schonung von Lebensraum und Ressourcen kümmert, braucht skrupellose Manager, die das gnadenlos durchziehen. Soviel zu deren menschliche Qualitäten!
Das Schlimmste, was ein Zumwinkel machen konnte war, sich erwischen zu lassen. DAS wird ihm wirklich übelgenommen!!!


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10. August 2008 7 10 /08 /August /2008 10:22

Folgender Beitrag vom 6.2.08 hatte ein Nachspiel, das ich am Schluss hier kommentieren möchte.

Vor kurzem veröffentlichte ich eine kleine skurrile Geschichte von mir in einem Lyrik -Forum.
Sie beginnt mit der Formulierung:
"Gedankenversunken gehe ich so vor mich hin...."
Ich wurde daraufhin von einer jungen Frau ziemlich rüde kritisiert, was das denn für eine seltsame Formulierung sei, sie sähe sofort eine mittelalte Frau vor sich... mit anderen Worten, für sie bin ich jetzt die verschrobene Alte, obwohl sie nichts von mir weiß!   ;o)))

Dabei kenne ich fast alle neuen gängigen Redewendungen; mein persönliches Umfeld sind hauptsächlich 30 bis 40-jährige, aber ich wüsste nicht, was die Befindlichkeit besser beschreiben würde, als die von mir benutzten Worte.


Wie wir unsere Gedanken in Worte kleiden ist wichtig dafür, dass andere Menschen uns gut oder weniger gut "verstehen", und das im Sinne von Verständnis. Sprache als Kleidung unserer Gedanken ist ein wichtiger Teil unserer Alltags-Kultur.

Wie sieht es aus mit unserer "Alltagskultur"? Sind wir mehr und mehr schlecht gekleidet?

Kultur fängt bei der Sprache an, denn  Sprache unterscheidet  Mensch von Tier - und die Bewahrung regionaler Sprachen/Dialekte ist die Bewahrung eines Stücks Kultur.

Es ist ein Unterschied, ob man Fremdwörter gebraucht - wie zum Beispiel "Toleranz" für die es kein wirklich gleichwertiges Wort in unserer Sprache gibt - oder ob wir es zulassen, dass unsere Sprache langsam verschludert durch Überfrachtung mit völlig unnötigen plakativen Anglizismen.

Wir sind nicht weniger kosmopolitisch, wenn wir unseren eigenen Sprachgebrauch wahren, unsere eigenen Begriffe kreieren, so es Sinn macht.


Muttersprache ist ja auch ein Stück "Zuhause"
und ich finde, es wird immer weniger "heimelig" bei uns. Die "Gemütlichkeit" ein absolutes deutsches Unikat, wird gegen ein Stück Bedeutungslosigkeit eingetauscht mit dem wir offenbar "allen gefallen"  wollen.


Dabei ist das durchaus nicht so! Meine Freunde aus der realen weiten Welt sehen mit Erstaunen, wie wir uns Amerika anbiedern.  Und dass wir die Simplizismen (simpl ist in Bayern und Östereich nicht umsonst das Synonym für "bisschen einfach gestrickt"!) der Amerikanischen Sprache sogar so weit treiben, dass wir sie in Deutsch nachmachen.


Es fiel meinen chinesischen Freunden als Erstes "Geiz Ist Geil" ins Auge, was sie damit kommentierten, dass der Chinese als solcher gerne spart - aber Geiz!!! Nein, das fanden sie dann doch eher unsymphatisch! ;o( 


Zum Glück hat man eines meiner Lieblingswörter wieder ein bisschen hoffähig gemacht - das SCHMUNZELN.

Das habe ich Schokolade mit Ohren dran zu verdanken, die immer für eine lila Pause wirbt - was immer das auch sein mag.


Wir werden sicher weiter multilingual versorgt durch unsere Mitbürger mit Migrations-Hintergrund, aber wer sich in einer Kultur zuhause fühlt, muss auch etwas dafür tun, dass es so bleibt.

Und so werde ich zumindest weiter ältere Redewendungen und Wort-Schätzchen pflegen, mit denen mich ein ganz bestimmtes Gefühl verbindet und die ich nicht missen möchte.

Eine Sprache wird nie puristisch bleiben, dafür sorgt schon die internationale, technische Entwicklung.


Aber den Facetten-Reichtum einer Sprache auf Kosten plakativer Reklamesprüche zu vernachlässigen finde ich im Hinblick auf unser kulturelles Niveau bedenklich, denn das  bedeutet auch, immer weniger genau Befindlichkeiten ausdrücken zu können - ein bisschen mehr Sprachlosigkeit.


Mit Stilblüten, geboren aus unserer Anglizismen-Verliebtheit befasse ich mich sicher auch noch einmal, aber erst einmal gehe ich Einkaufen und hole mir auf dem Rückweg vielleicht einen "Kaffee für'n Weech!" weil ich  Hamburgerin bin und schon Laufen gelernt habe. DAZU brauche ich keinen Kaffee!

Und Sie schreiben mir vielleicht mal, welche Wort-Schätzchen sie aufbewahrt haben. Vielleicht  können wir sie gemeinsam etwas pflegen und aufpolieren, damit sie wieder im Licht  stehen?

Nachdem ich reichlich Kritik
in dem angesprochenen Lyrikforum bekommen hatte, nicht nur für die zitierte Geschichte, weil man meinen Sprachgebrauch zu "altbacken" und einfältig fand, hatte ich kurz darauf eine Lesung zu halten, zu der ich mich hatte breitschlagen lassen.
Ich ging mit gemischten Gefühlen dort hin, aber wollte dennoch gerade ein paar von den besonders abgestraften Sachen lesen, um es am "lebenden Objekt" zu testen.

Der Raum war gut gefüllt, allerdings kaum ein bekanntes Gesicht zu sehen.
Zweimal 20 Minuten sollte ich lesen - es wurden 40 und 50 Minuten -  15 Min. Pause nur,  weil ich sie brauchte. Danach unterhielt ich mich mit den Gästen noch lange, und ausgerechnet nach den besinnlichen, ernsten Geschichten fragten sie und warum ich nicht mehr davon gelesen hätte....
Es mag ja heute bei den "Autoren" modern sein, mit vielen Umschreibungen, Flachsinn  und sprachlichen Winkelzügen auf den Punkt zu kommen. Aber mindestens so wichtig ist, WAS man zu sagen hat, denn wenn der Inhalt nicht stimmt, nutzt auch die Verpackung nichts!

Ich schreibe, wie ich spreche und halte meine Ausdrucksweise nach wie vor für allgemeinverständlich. Offenbar ist das, zumindest bei meinem Publikum, gut angekommen.


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4. August 2008 1 04 /08 /August /2008 12:44
Schon wieder ein Jahr her....
ZweiRosenjpg.jpg25.7.2007
Er lebte nur 54 Jahre.... Ulrich Mühe
Ich hörte es am Vormittag im Radio und dachte:
"Och wie schade!".....
Ich erinnerte mich an den 2.11.2006 vor der Voliere mit den zwei Aras und dem ganz kleinen
Papagei im hamburger Elysée-Hotel-Tagungs-Zentrum, wo ich ein paar Tage zu tun hatte.

Ich machte mit dem kleinen Papagei, der aus der Voliere durfte, Faxen (ich kann ein paar Vogelstimmen) und wir unterhielten uns - der kleine Papagei und ich.

Da blieb ein kleiner Mann mit Schirmmütze neben mir stehen, lachte und lachte und amüsierte sich königlich über den Vogel und mich. Er blieb so fünf Minuten neben mir stehen.

Der Mann ging mir gerade mal bis zu den Schultern und strahlte mich an.

Nun ist er tot, der kleine Mann......und ich dachte, es ist gut, dass ich ihn fünf Minuten zum Lachen gebracht habe......an einem verregneten Tag im November seines letzten Lebensjahres....

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29. Juli 2008 2 29 /07 /Juli /2008 15:41

Wiederholung (Nun mal im Ernst, 4.1.08)
Ist "glücklich" nicht ein sehr individuelles Gefühl, was von jedem anders definiert wird?
Der eine ist glücklich, wenn er Menschen hat, die ihn lieben, der andere schon, wenn er zu essen hat, der dritte, wenn er durch materiellen Besitz und/oder Macht der Menschheit seine Wichtigkeit beweisen kann.

Es gibt allerdings auch Menschen, die haben kein Talent zum Glücklichsein und suhlen sich in ihrem Unglück. Damit sind sie auch auf ihre Art zufrieden.

Für mich ist es ein großes Glück, zufrieden sein zu können und mich wohl zu fühlen in meiner Haut.
Als ich 19 war und sehr verliebt, war ich unglaublich glücklich - etwas später unglaublich unglücklich, als die Liebe wieder vorbei war.
Heute weiß ich, dass Liebe zwar etwas sehr schönes ist, aber keine Garantie für Zufriedenheit und Glück.

Was ist Glück?
Für mich ist es jeder Tag, den ich erleben darf, dass ich fühlen, riechen, schmecken und vor allem, dass ich hören und sehen kann.
Mein Glück ist, dass es Menschen gibt, die sich mit mir wohlfühlen, und bei denen ich mich wohl fühle, dass ich wohlauf bin.

Ein alltägliches Glück, sicher....aber wieviel Glück hab'  ich denen voraus, die auf das ganz große Glück warten, und warten, und warten......?
Für das Glück ist meine Tür immer offen.


Glück für mich ist, wenn sich Kopf und Körper freut - so, dass es lange nachklingt und man jedesmal, wenn man daran zurückdenkt, wieder diese Freude empfindet.

Glück, das sind immer nur Augenblicke, aber sie sind es, die unsere Batterie am Laufen halten. Hoffnung und Aussicht auf solche Augenblicke motivieren uns, zu leben!
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www.coolphotos.de/postkarten/einfach_so/7.html

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29. Juli 2008 2 29 /07 /Juli /2008 14:41

Ein Over-Blog-Jahr ist lang.
Ehrlich gesagt habe ich damals
Ende November 2007 auch nicht geahnt, was da auf mich zukam - ob mir immer etwas einfällt und es mir auf Dauer Spaß machen würde, war mir damals so wenig klar, wie der Umstand, ob sich überhaupt jemand für meine Ergüsse interessieren würde.

Wenn man wie ich fast jeden Tag einen Beitrag in unterschiedlichster Form verfasst und hier eingestellt hat, ist so mancher davon in einer Zeit entstanden, als Over-Blog noch unbekannt war und nicht so viele Leute hier "mal vorbeiguckten"!

Nicht jeder hat
jedoch Lust oder macht sich die Mühe, alles durchzustöbern um auch an die alten Beiträge zu gelangen. Deshalb diese neue Rubrik "Der zweite Blick", der ab heute auf einige Beiträge aus "grauer Vorzeit" geworfen werden kann.

In meiner Schublade landete so manches "alte" Schätzchen an dem ich lange gebastelt habe, von dem ich denke, dass es aktuell genug ist und zumindest mir wert, noch einen zweiten "Auftritt" hier zu erhalten. Vielleicht auch mit
einem Kommentar von mir aus heutiger Sicht.

Allerdings habe ich nicht vor, dem Fernsehen Konkurrenz zu machen, bei denen Wiederholungen zum Soundsovieltenmal selbstverständlich sind. Die kriegen ja auch Gebühren dafür!


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